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snb
ie Sprache des Dichters
von
Sir Gawain and the Green Knight,
der sogenannten
Early Engli'sh Alliterative Poems
und
De Erkenwalde.
INAUGURAL-DISSERTATION
zur
Erlangnng der Doctorwürde
bei
hoher philosophischer Facultät zu Marburg
eingereicht von
■ Friedrich Knigge
au« Weetsen.
Marburg.
Universitäts-Buchdruckerei (R. Friedrich).
1885.
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^le //
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Meinen Eltern.
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Die vorliegende Arbeit hat den Zweck, die Werke jenes
unbekannten mittelenglischen Dichters, der ein Zeitgenosse
W. Langland’s war, und dessen Name einst weithin berühmt
gewesen sein muss, auf ihre Sprache hin vergleichend zu unter-
suchen. B. ten Brink, R. Morris und andere verlegen seine
Heimat nach Lancashire; anderen ist diese Landschaft noch
nicht nördlich genug. Eine Entscheidung in dieser Frage beab-
sichtige auch ich noch nicht zu treffen. Sie wird wol nicht
eher erledigt werden können, als bis diejenigen Gedichte, die
gewöhnlich, wenn es sich um den Dialect handelt, in einem
Atem mit den Werken unseres Dichters genannt werden, in
kritischen Ausgaben erschienen sind. Und ein solches Unter-
nehmen hält wieder deshalb so schwer, weil gar viele nur in
einer einzigen Handschrift überliefert sind, den meisten aber
auch das sichere Kriterium des Endreims ganz oder zum grössten
Teil abgeht.
Gerade die Ähnlichkeit des Dialects verleitete nun die For-
scher, einem und demselben Dichter bald eine grössere, bald
eine kleinere Anzahl von jenen Dichtungen zuzuschreiben. Auch
heute gehen die Ansichten darüber zum Teil noch weit aus-
einander. Doch darin stimmen die meisten überein, dass »Sir
Gawain and the Green Knight« und die »Early English Allite-
rative Poems« (d. h. nach Morris: The Pearl, Cleanness und
Patience) nur einen und denselben Verfasser haben können.
Anders liegen die Verhältnisse bei der Legende: »De Erken-
walde«. Während jene 4 Gedichte schon seit einer längeren
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Reihe von Jahren der Öffentlichkeit übergeben sind und damit
jeder Untersuchung zugänglich wurden, ist die Legende erst
seit einiger Zeit durch die Ausgabe von C. Horstmann: »Alt-
englische Legenden«. Neue Folge. Heilbronn 1881. p. 265 ff.
bekannt geworden. Und dass auch sie dem Dichter des Sir
Gawain u. s. w. zukomme, dafür ist bis jetzt nur M. Traut-
mann: »Anglia» V. Anzeiger, p. 23 ff. öffentlich eingetreten.
Die Frage nach der Zusammengehörigkeit dieser 5 Gedichte
ist eine ^Cardinalfrage für die Berechtigung einer vergleichenden
sprachlichen Untersuchung derselben überhaupt, wenigstens in
dem Sinne, in welchem ich sie zu führen gedenke. Bevor wir
uns daher an die Sprache der Denkmäler wagen, werden wir
gut tun, die Gründe, welche man bisher für die Zusammen-
gehörigkeit derselben herbeigebracht hat, auf ihre Stichhaltig-
keit hin zu prüfen und, wenn möglich, weitere Argumente hinzu-
zufügen. Sollten sich dann später einige sprachliche Differenzen
zwischen den einzelnen Gedichten ergeben, so werden uns keine
Zweifel mehr aufsteigen, als ob dennoch eine und dieselbe
Autorschaft für alle 5 Gedichte fraglich wäre, sondern wir
werden jene Abweichungen getrost auf Kosten der Schreiber
setzen dürfen, die uns die Originale mangelhaft genug über-
liefert haben.
Als Sir Frederic Madden in : »Syr Gawayne, a collection of
ancient romance- poems by Scotish andEnglish authors, relating
to that celebrated knight of the Round table«. London. 1839.
unter anderem auch den Sir Gawain and the Green Knight
zum ersten Male herausgab, sprach er bereits die Vermutung
aus, dass 3 kleinere alliterirende Gedichte in derselben Hand-
schrift von demselben Verfasser herrührten. Als solcher galt
ihm der Schotte Huchown. R. Morris, der erste Herausgeber
jener 3 kleineren Gedichte, wies es zwar zurück, dass die Werke
ursprünglich in schottischer Mundart geschrieben seien, gab
ihm aber darin Recht, dass sie einen gemeinsamen Verfasser,
weil einen gemeinsamen Dialect, hätten. Von einem anderen
Standpunkte aus kam Trautmann in seiner Habilitationsschrift:
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Ȇber Verfasser und Entstehungszeit einiger alliterirender Ge-
dichte des Altenglischen«, Leipzig 1876, zunächst nur zu dem
Resultat, dass wenigstens Sir Gawain, Cleanness und Patience
zusammengehörten. Nicht die Wortformen sind ihm das sicher-
ste Beweismittel, sondern der Wort- und Phrasengebrauch.
»Denn (p. 26) kein Schreiber kann mit Worten und Wendungen
so willkürlich umspringen wie mit Buchstaben und Endungen.«
Dies führt er p. 26—29 weiter aus. Als drittes sicheres Argu-
ment galt ihm die eigentümliche Behandlung des Anreimes,
der Alliteration p. 29 ff. Erst ein Jahr später trat er in einem
Artikel in der Anglia I: »Der Dichter Huchown und seine Werke«
p. 118ff. mit denselben Kriterien auch an The Pearl heran und
fand, dass auch dieses Gedicht von den 3 anderen unzertrenn-
bar sei.
Ungefähr gleichzeitig mit Anglia I erschien der erste Band
von ten Brink’s Literaturgeschichte. Hier wird die Zusammen-
gehörigkeit der 4 Gedichte gleichsam vorausgesetzt, und nach
ihnen die Persönlichkeit des Dichters construirt. Insofern aber
ten Brink das Individuelle in der Wahl und Behandlungsweise
des Stoffes in allen 4 Gedichten wiedererkennt und entsprechend
zur Anschauung bringt, hat er damit, wie mir scheint, den
stärksten Beweis auch für ihre Zusammengehörigkeit geliefert.
Auf Einzelheiten kann ich nicht eingehen, sondern verweise a. a. 0.
p. 420 ff. Wenn gleichwohl Miss M. C. Thomas noch neuer-
dings in ihrer Dissertation : »Sir Gawayne and the Green Knight«
etc., Zürich 1883, die im Grunde doch ganz andere Absichten
verfolgte, auch unserer Frage ihre Aufmerksamkeit schenkte,
so geschah dies einerseits, weil The Pearl noch immer zu Be-
denken Anlass gab, besonders aber, weil auch die Trautmann’-
schen Argumente zur Kritik herausforderten. Von letzteren be-
hauptet sie mit Recht: sie zeigten zwar, dass die Gedichte in
demselben Dialecte geschrieben seien, dass sie aber auch dem-
selben Verfasser angehörten, gehe aus dem Wort- und Phrasen-
gebrauch gar nicht, aus der ähnlichen Behandlung der Allite-
ration nur zum Teil hervor, da mehrere alliterirende Gedichte
1 *
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li te-
ilte
VIÜfG-
4
benachbarter Dialecte dieselben Eigentümlichkeiten aufwiesen.
Dagegen schloss sie aus den Bildern und Vergleichen, aus ähn-
lichen Gedanken und Wendungen, dass nicht allein CI., Pat.
und Sir Gaw., sondern insbesondere auch The Pearl dennoch
als die Werke eines einzigen Dichters angesehen werden müssten.
Dies sind in Kürze die Beweise, welche man bisher für die
Zusammengehörigkeit von Sir Gaw. ^nd der Early English Al-
literative Poems aufgestellt hat. Fasst man sie zusammen, so
kann kein Zweifel mehr darüber bestehen, dass sie bewiesen
haben, was sie sollten.
Wie steht es nun aber mit der Legende »De Erken walde«?
Für Trautmann genügt es auch hier wieder, den Wort- und
Phrasengebrauch zu prüfen und die Identität in der Behandlung
der Alliteration darzutun, um ohne weiteres die Legende dem
Verfasser jener. Gruppe zuzusprechen. Diese Beweismittel sind
indessen, wie wir soeben sahen, von Miss Thomas teils gestürzt,
teils erschüttert. Daran lässt sich nichts ändern. Aber wenn
Tr.’s Beweise auch nicht überzeugend sind, mit seiner Behaup-
tung scheint er mir doch das Richtige getroffen zu haben.
Das habe ich nunmehr weiter zu begründen. Da nach
Trautmann’s Ausführungen wenigstens der Dialect der Legende
unzweifelhaft derselbe ist, wie der der Gruppe, so kann ich
mich darauf beschränken, das Individuelle auf beiden Seiten
zu vergleichen. Ich verfahre dabei in ähnlicher Weise wie
Miss Th.
1) Ähnlichkeiten im Gedanken und im Ausdruck.
De Erkenw. 283:
Majty maker of mene
Pat. 482:
A! pou maker of man
De Erk. 288:
Alias, pe harde stoundes!
Pat. 317:
I am wrapped in water to my wo stoundez.
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5
De Erken w. 304:
Pat. 19:
pat after rijt hungride.
pat hungeres after rijt.
De Erk. 245:
For I was ryjtwis and rekene and redy of the laghe.
Clean. 328:
For pou in reysoun hatz rengned and ryjtwis ben euer.
oder ibd. 724:
And rejtful wem and resounable and redy pe to serue.
De Erk. 298—9:
Bot, mendyd with a medecine, je are made for to lyuye:
pat is fulloght in fonte
Clean. 164:
pat euer wem fuljed in font
und zum Gedanken ibd. 247 — 8:
Al in mesure and mepe watz mad pe vengiaunce,
And efte amended with a mayden pat make hade neuer.
De Erk. 79:
With mony precious perle picchit perone.
The Pearl 228:
pat precios perle per hit was. pyjt.
oder ibd. 204:
* With precios perlez al vmbepyjte.
cf. ibd. 192. 216. 240.
De Erk. 195—6:
To pe name pat pou neuenyd has and nournet me after,
Al heuene and helle heldes to and erthe bitwene.
Clean. 733—4:
A! blessed be pow, quod the burne, so boner and pewed,
And al haldez in pi honde, pe heuen and pe erpe.
De Erk. 161 :
Towarde pe prouidens of pe prince pat paradis weldes.
Clean. 195:
pat pat ilk proper prynce pat paradys weldes,
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Es ist natürlich, dass man diese Beispiele nicht immer so
nehmen darf, wie sie hier gerade stehen. Nur die Stichwörter
sind jedesmal hervorgehoben. Man muss sich die kleine Mühe
machen, nachzusehen, in welchem Zusammenhänge sie Vor-
kommen. Hätte der Verfasser von De Erk. bloss abgeschrieben,
so wäre ihm der Zusammmenhang, in welchem er jene ähn-
lichen Gedanken angebracht hätte, so ziemlich gleichgültig ge-
wesen. Man wird aber finden, dass die citirten Stellen beider-
seits nichts Gezwungenes haben. Unwillkürlich reproducirte der
Dichter in seinem Gedankengange die frühere Stelle, und zwar
meistens in gleicher Form, an derselben Stelle des Verses.
Besonders möchte ich die Aufmerksamkeit noch auf das
letzte der Beispiele lenken. Ähnliche Wendungen, z. B. Pat. 111:
pat al pe world planted; ibd. 206 und Clean. 5: pat wro%t
alle pynges\ ibd. 1699: who wro^t alle my%tes; Pat. 261 und
Clean. 552: pat sittes so hi%e; Gaw. 256: he pat on hy%e sittes
u. s. w. In dieser grossen Zahl sinken die Wendungen zu
blossen Flicksätzen herab. Aber das schwächt die Beweiskraft
des obigen Beispiels nicht. So weit mir bekannt, hat kein
anderer mittelenglischer Dichter solche Flicksätze.
Einige weitere und innigere Beziehungen entdecken wir
ferner in folgenden Stellen:
De Erk. 294-6:
Dwynande in pe derke dethe, pat dy}t vs oure fader,
Adam, oure alder, pat ete of pat appulle
pat mony a ply}tles pepul has poysned for euer.
Clean. 241-2:
Bot pur} pe eggyng of Eue he ete of an apple
pat enpoysened alle peplez pat parted fro hem bope.
The Pearl 639—40:
Oure formefader hit con forfete
pur} an apple pat he vpon con byte.
De Erk. 289-90:
I was none of the noumbre pat pou with noy boghtes,
With the blöde of pi body vpone pe blo rode.
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The Pearl 651 — 2:
The blöd vus bojt fro bale of helle,
And delyuered vus of the deth secounde.
Durch Adam ist die Welt verdorben, Jesus Christus hat sie
wieder erlöst: das klingt uns hier fast mit denselben Worten
entgegen.
Endlich: die Psalmen sind dem Dichter ganz besonders
geläufig; er citirt mehrere Male wörtlich aus ihnen.
De Erk. 277-8:
For as he says in his sothe psalmyde writtes u. s. w.
Pat. 120—23:
In a psaline pat he (David) set pe sauter withinne u. s. w.
The Pearl 677—9:
pe sauter hit satz pus in a pace u. s. w.
ibd. 698 flf. :
jet saytz a goine
Dauid in sauter, if euer je sej hit u. s. w.
2) Bilder und Vergleiche. Unter den Bildern, die die
Gruppe einerseits und De Erk. andrerseits gebrauchen, stimmt
eins wörtlich überein:
De Erk. 219 :
Bot al as stille as the stone stodeno and listonden.
Gaw. 2293:
Bot stode stille as pe ston Oper a stubbe auper.
ibd. 242:
And al stouned at his steuen, and stonstil seten.
Indessen ist auf diese Übereinstimmung kein grosses Gewicht
zu legen. Der Vergleich scheint im me. und auch noch später-
hin ganz gewöhnlich gewesen zu sein. Cf. z. B. »The Aunters
of Arthur at the Tern-Wathelanc (ed. Robson in: Three Eearly
Engl. Metrical Romances) IX, 5, oder: »Lancelot of the Laik«
(ed. Skeat) v. 1033, oder: »Mirror for Magistrates«. Induction:
— and still as any stone . Bei Shakspere, s. J. Schmidt W.
u. s. w.
Miss Thomas a.a.O. bezeichnet es als eine Eigentümlichkeit
des Dichters der Gruppe, dass er seine Vergleiche »in clusters
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of two or more« gibt, z. B. The Pearl 76. 77. — 114. 115. —
212. 213. — Clean. 790. 791. — 1018. 1022. — Pat. 268. 272. 274.
Auch dies finden wir in De Erk. 343—4:
And alle pe blee of his body wos blakke, as pe moldes,
As rotene as pe rottok pat rises in powdere.
Man fasse nun diese Beweise zusammen und verbinde sie
mit einigen von denen, die Trautmann liefert, die gewiss etwas
Individuelles kennzeichnen, und an deren Stärke bisher noch
nicht gerüttelt ist, nämlich dass der Verfasser der Legende den
Anreim genau so verteilt wie der Verfasser von Gaw., Clean,
und Pat., indem das Verhältnis in der Reimstellung aaa — a
oder a — aaa in 300 Versen von De Erk. 33, von Clean. 24,
Pat. 29, Gaw. 31 ist; in der Reimstellung a— a oder aa — aa
in De Erk. 12, in Clean. 13, Pat. 7, Gaw. 16 ist; dass ferner
solche eigentümliche, zusammengesetzte Reime, wie: excused :
scape ; expouned : speche auch in de Erk. anzutreffen sind, so
kann ich jetzt nicht länger zögern, mich dem Ausspruche Traut-
mann’s anzuschliessen : »die Legende vom heil. Erkenwald ist
geschrieben vom Dichter des Sir Gaw. und der Allit. Poems«.
Einiges wird man freilich an der Legende vermissen, das
für die Gruppe characteristisch ist. Miss Thomas a. a. O. p. 10
sagt : »Ten Brink (p. 438) has remarked that the Pearl begins
and closes with the same words; the same rather unusual
device is found also in the other poems«. Und das weist sie nach.
DieLegende schliesst,ohne auf die Anfangs worte zurückzukommen.
Gegen Clean, und Pat. Hesse sich in Bezug auf diesen Punkt
geltend machen, dass sie rein didactischen Zwecken dienen, und
dass also die Schlussworte von Clean. 1809:
Ande clannes is his comfort, and coyntyse he louyes,
And pose pat seme arn and swete schyn se his face.
oder von Pat. 531:
pat pacience is a noble poynt, pa^ hit displese ofte.
nicht unähnlich sind dem »quod erat demonslrandum« am
Schluss eines mathematischen Lehrsatzes. Aber damit ist die
Eigentümlichkeit für Sir Gaw. und The Pearl nicht erklärt.
Ich möchte mir daher lieber eine Gegenfrage erlauben : »Wenn
die Legende wirklich am Schluss auf die einleitenden Worte
zurückgriffe, aber sonst nichts weiter mit der Gruppe gemein
hätte, sollten wir sie etwa dann für das Werk eines und des-
selben Verfassers mit der Gruppe ansehen?«
Ferner könnte man einwenden: »wie kommt der Dichter
eines „Sir Gaw.“ u. s. w. dazu, plötzlich auch eine Legende zu
schreiben?« An und für sich sollte das eigentlich in dem streng
kirchlichen, von Wundern erfüllten Mittelalter nicht auffallen.
Eine Legende hörte das Volk sehr gern und besonders auch
das englische. Man denke nur daran, was Horstmann in dieser
Dichtungsgattung schon zu Tage gefördert hat. Die Legende
war zu einer besonderen Kunstdichtung erhoben und blühte in
allen Teilen Englands, nicht am wenigsten auch im Norden.
Wenn da auch unser Dichter eine Legende verfasste, kann es
auffallen? Liegt ein Legendenstoff seinem Ideenkreise so fern?
Gesetzt, alle die Punkte, welche ich eben hervorgehoben habe,
oder ähnliche, hätte die Legende mit irgend einem Werke
Chaucer’s gemein, so würde ich dennoch Bedenken tragen,
Ch. die Legende zuzuschreiben. Sie passt nicht zu Ch.’s son-
stigem Wesen und ist auch nicht in seinem Geiste geschrieben;
wohl aber im Geiste des Dichters der Gruppe. Seine Art, der
Moral das Wort zu reden, erkennen wir hier in jeder Zeile wieder.
Dass der Leichnam allein seiner »ry$twisnes« wegen nachträg-
lich die heil. Taufe erhält, und die Seele nun ins Himmelreich
eingehen kann, das weiss uns der Verfasser nicht dringlich
genug ans Herz zu legen. In dieser Hinsicht wäre vielleicht
noch The Pearl 661—720 zu vergleichen.
Dennoch, glaube ich, hatte der' Dichter einen besonderen
Anlass, die Legende zu bearbeiten. Horstmann a. a. 0. p. 527
teilt mit: »Bischof Braybrook (von London) bestimmte 1386,
dass die Feste seiner (St. Erkenwalde’s) Depositio (f 695?) und
Translatio (1148) wie die höchsten Feste begangen werden
sollten«. Also um diese Zeit machte St. Erkenwald wieder viel
von sich reden. Ich behaupte nicht, dass die Legende gerade
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ein Festgedicht hätte sein sollen, aber sie als eine Art »Gelegen-
heitsgedicht« zu betrachten und sie mit jener Bestimmung des
Londoner Bischofs in Zusammenhang zu bringen, liegt durchaus
nicht so fern.
Mit dieser Auffassungsweise habe ich nun auch schon die
Frage nach der Entstehungszeit berührt. Miss Thom. a. a. O.
p. 22 ff. untersucht die Gedichte der Gruppe auf die Anzahl der
Vergleiche hin und findet, dass in The Pearl jedesmal auf 34,62
Verse, in Gaw. auf 133,15, in Clean, auf 75,5, in Pat. auf
75,85 Verse ein Vergleich kommt. Die Legende bietet im ganzen
6 Vergleiche, nämlich 64. 88. 91. 219. 343. 344, mithin durch-
schnittlich einen Vergleich auf 58,67 Verse. Sie nimmt also eine
Mittelstellung ein, doch steht sie Clean, und Pat. am nächsten.
Erwägt man ferner, dass die Übereinstimmungen, die ich oben
nachwies, meistens Clean, und Pat. entnommen werden mussten,
so können wir schliessen, dass die Legende ungefähr die gleiche
Abfassungszeit mit Clean, und Pat. hat. Miss Thom. a. a. 0.
p. 33 setzt nun, und, wie mir scheint, aus gewichtigen Gründen,
Cleanness um 1378 — 80 und Patience »after Cleanness«. Wir
dürften also dann wol nicht irren, wenn wir die Legende etwa
zwischen 1380—86 entstanden sein lassen. Dies passt zugleich
vortrefflich zu jener Bestimmung des Londoner Bischofs, die
uns eine solche Entstehungszeit von vorn herein ahnen liess.
Wenn uns nun alle diese Gründe und Umstände geradezu
gezwungen haben, die Legende als das Werk des Verfassers
von Sir Gaw. und der Allit. Poems anzusehen, so sei schliess-
lich noch bemerkt, dass der Dichter, auch wenn die Legende
nicht von ihm wäre, ihrer Autorschaft sich gewiss nicht zu
schämen brauchte. Madden a. a. 0. p. 302 meint : einige Schil-
derungen in Patience hielten den Vergleich mit ähnlichen von
Douglas oder Spencer aus. Nun, in der Schönheit und Gewandt-
heit der Darstellung sucht auch die Legende ihres Gleichen.
Wir kehren jetzt zur sprachlichen Seite der Denkmäler zu-
rück. Es war schon mehrfach von der ^Ähnlichkeit des Dialects«
die Rede. Trautmann sah sie vornehmlich im Wort- und Phrasen-
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gebrauch, Morris in »Buchstaben und Endungen«. Tr. beweist,
was er sagt, M. nur einen Teil. Er beschränkt sich in seiner
Einleitung zu den a. p. (= alliterative poems) darauf, den,
doch auch nur mangelhaften, Nachweis für die Flexionslehre
zu liefern, während er die Lautverhältnisse ganz unberücksich-
tigt lässt. Welche Bedeutung indessen gerade die Lautlehre für
einen mittelenglischen Dialect hat, dafür brauche ich wol ein-
fach an Th. Wissmann’s »Untersuchungen zum King Horn« oder
an Ed. Mall’s Einleitung zu »The Harrowing of Hell« zu erin-
nern, um jeder weiteren Auseinandersetzung überhoben zu sein.
Ich beabsichtige demnach einerseits objectiv zu untersuchen,
wie sich in jenen 4 Gedichten, zu denen sich als neu De Erken-
walde gesellt, die Lautverhältnisse gestalten. Jedoch ist es
selbstverständlich, dass ich nach dem, was ich oben so weit-
läufig ausgeführt habe, nicht mehr auf dem Standpunkte stehen
kann und darf, den Morris den Denkmälern gegenüber einnahm,
als er aus der Ähnlichkeit des Dialects ihre Zusammengehörig-
keit beweisen wollte, sondern mir soll das scharfe Kriterium
der Lautlehre dazu dienen, Anhaltspunkte über das Verhältniss
der einzelnen Denkmäler zu einander, über ihre Zeitfolge, ihre
Stellung zu den Originalen und dergleichen zu gewinnen.
Wichtig für diese Seite meiner Arbeit ist es, stets im Auge zu
behalten 1) dass uns Sir Gaw. und die a. p. von demselben
Schreiber überliefert sind; 2) dass die Handschrift, ein Cotton, ms.
Nero A. x. — andere Handschriften besitzen wir überhaupt von
den 4 Gedichten nicht — unter der Regierung Richard II.
bezw. Heinrich IV. (Morris, Einleitung zu den a. p. p. XLII)
entstanden ist ; 3) dass uns über die Entstehungszeit der Hand-
schrift der Legende, ein Harleyan ms. 2250, fol. 72b — auch
von der Legende sind weitere Handschriften nicht vorhanden —
jede Nachricht fehlt, dass mithin dieselbe erst ermittelt werden
muss.
Ich verbinde indessen mit dieser Untersuchung noch einen
anderen Zweck. Ich will den Dialect, in welchem der Dichter
schrieb, überhaupt characterisiren und damit eine Vorarbeit zu
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einer künftigen »Grammatik der mittelenglischen Dialecte« liefern.
Und für diese Seite meiner Arbeit kann ich nicht umhin, mich
auch mit der Flexionslehre der Gedichte zu befassen. Sie wird
zum Teil das, was ich mit Hülfe der Lautlehre finden werde,
bestätigen und ergänzen.
Zwar stellte Morris aus dem bekannten Grunde das Wesent-
lichste aus der Flexionslehre in der Einleitung zu den a. p. be-
reits zusammen, und die Tendenz, die mich dabei leiten soll,
lag ihm ferner. Er macht mithin durchaus keinen Anspruch
auf Vollständigkeit. Aber auch an dem, was er bietet, ist Man-
ches auszusetzen. Auch M. ist doch nicht ganz von dem Vor-
wurfe freizusprechen, der von berufener Seite gar vielen seiner
Landsleute gemacht wird, dass sie sich nämlich bei der Heraus-
gabe mittelenglischer Denkmäler zu sehr vom Neuenglischen
beeinflussen liessen. Betrachten wir z. B. die Liste unregel-
mässiger Comparative und Superlative. M. führt an:
mikelle mo most
ivel wers werst u.s.w.
Sind dies die stehenden Formen in den Denkmälern? Mo
kommt ungefähr 8mal vor; neben wers , werst sind wors, ivorst
mindestens ebenso häufig, much, more u. s. w. sind aber jedem,
der des Neuenglischen mächtig ist, ohne weiteres geläufig, des-
halb werden sie nicht erwähnt, milzelle , ivel und so viele
andere Formen, die M. aufstellt, sind in den Denkmälern über-
haupt nicht anzutreffen u. s. w.
Die Angaben, die M. über das Verbum macht, hat neuer-
dings schon Ed. Schwahn berichtigt in: »Die Conjugation in Sir
Gawain and the Green Knight und den sogenannten Early English
Alliterative Poems«. Beilage zu dem Programm der Neuen Real-
schule zu Strassburg im Eisass. 1884. Da Sch. die Conjugation
in De Erkenwalde nicht behandelt hat — sei es nun, dass er die
Legende nicht kannte, oder dass er sie dem Verfasser der Gruppe
abspricht — so werde ich diese nachholen müssen. Was ich
im einzelnen über Sch.’s Darstellung zu sagen habe, wird an
geeigneter Stelle zur Sprache kommen.
P
Digitiz
byGoogle
13
Ich habe nun noch einige Andeutungen über die Methode
zu machen, welche ich bei der Behandlung des Stoffes einzu-
schlagen gedenke, ten Brink sagt einmal: »Alles Studium des
Mittelenglischen muss sich an Chaucer anlehnen«. Das heisst
mit anderen Worten, auf die me. Dialecte angewandt: der
Dialect Ch.’s ist der Mittelpunkt, um welchen alle anderen zu
gruppiren sind. Bisher war es nicht möglich, wenigstens nicht
in dem Masse, wie es wünschenswerth gewesen wäre, dieses
Wort wahr zu machen. Nachdem aber ten Br. selbst in einem
kürzlich erschienenen Werke*) Ch.’s Sprache klar gelegt hat,
ergreife ich sofort die Gelegenheit, seinen Intentionen zu folgen.
Ein Hinweis auf Ch. empfahl sich für mich auch aus
anderen Gründen. Es ist bekannt, welch’ grossen Einfluss gerade
die nördlicheren Dialecte auf die Entwickelung der englischen
Sprache gehabt haben. Cf. Horstmann : Anglia I p. 85 Anmerk.
Praktische Beweise liefert W. Skeat in seinem vortrefflichen
»Etymological Dictionary« zur Genüge. Dadurch also, dass ich
den Dialect Ch.’s zu Rate ziehe, wird die Bedeutung des Dialects
von Sir. Gaw., der a. p. und De Erk. erst ins rechte Licht ge-
rückt. Ferner ist vorauszusehen, dass sich Schwankungen unter
den einzelnen Gedichten einstellen werden: an Ch. habe ich dann
immer eine zuverlässige Stütze und einen Massstab.
Es wäre aber doch wieder höchst weitläufig und zum Teil
auch überflüssig, wenn ich bei jeder einzelnen Lautgruppe,
geschweige denn bei einem einzelnen Worte, an Ch. erinnerte.
Ein verständiges Ab wägen ist auch hier am Platze. Ich begnüge
mich damit, bei den Lauten gewöhnlich nur die Differenzen
hervorzuheben und bei einem einzelnen Worte nur gelegentlich
auf Ch. aufmerksam zu machen. Auf die Quantität der Vocale
kann ich mich nur dann einlassen, wenn dieselbe durch die
Schreibweise ausser Frage gestellt ist. Mir fehlt eben die er-
forderliche Anzahl von Reimen und Handschriften, die ten Brink
beide in so reichem Masse zu Gebote standen.
*) »Chaucers Sprache und Verskunst«, dargestellt von B. ten Brink.
Leipzig 1884.
r i
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Da ich mich in der Auffassung der Laute im wesentlichen
an ten Br.’s oben genanntes Werk anschliesse, so habe ich auch
die dort gebräuchliche phonetische Schrift für meine Arbeit
adoptirt. Eine möglichst einheitliche Bezeichnung ist auf dem
grossen Gebiete des ae. und me., das so viele Mitarbeiter zählt,
dringend zu wünschen. In den wenigen Fällen, wo ten Br.’s
Schrift für meine Zwecke nicht ausreichte oder an Deutlichkeit
zu wünschen übrig Hess, entnahm ich die Zeichen W. Vietor’s
»Elementen der Phonetik und Orthoepie« p. 208.
Noch sei bemerkt, dass für Sir Gaw. und die a. p. die
zweiten Ausgaben (1869) von Morris benutzt wurden. Die bei
M. sich findenden Abkürzungen für die einzelnen Gedichte be-
halte ich bei , also A = The Pearl, B = Cleanness, C = Patience,
ferner D = De Erkenwalde und G = Sir Gawain. Die Reime
in G werden stets nach Fitten und Strophen citirt.
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Teil I. Lautlehre.
A. Germanische Laute.
1. Alt englisch e Laute,
a. Altenglische Vocale.
a. Kurze Vocale.
a.
ae. a ist gewöhnlich als reines, Chaucer’sches a erhalten:
G 4,6: knapeisaue (afr . saver)\ ibd. 1,12: onsivare: bare (beer).
A 998: tale : pale (afr. pale ); ibd. 832: fare (faru): sware (afr.
esquarre).
Es wird einige Male zu e; so stets in quen (= ivhen) und
penne , pen , penn. Letzteres 3mal durch den Reim gesichert :
G 4,3: penne : kenne, cf. 1,20. 2,22. panne nur G 301 und
ponne niemals. Die e-Formen gehen natürlich allemal auf die
^-Nebenformen \cenne, hivcenne zurück.
a vor m oder n + Gons, erfährt eine verschiedene Be-
handlung.
1) vor m, oder m + Cons.
a . vor m: G 4,21: grame: Marne (afr.); ibd. 1,16: same
(samen adv.): game (gamen): Marne; ibd. 3,7 : gameisame
(adv.): dame; A 852: come (von cuman): nome (von niman)
und G 2,13: com : nome kommen nach Anglia III hier nicht in
Betracht. Auch die Texte kennen nur com oder come, und
ae. samen und seine Zusammensetzungen nur mit a. Dann be-
steht hier folgendes Verhältniss:
A) a : o = 1:1
G) „ : „ = 2 : 22
B) „ : „ = 6 : 2
C) „ : „ = 2 : -
B) „ : „ = 3 : 4.
Mithin a vor m die Regel und o die Ausnahme. Der Text
von G steht mit seinen eigenen Reimen im Widerspruch.
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ß . vor mb : A 771 ff. : lambe : clambe (von climban ): cambe
(von cuman): flambe (afr. flammer). Diese Reimcombination
kann ich nicht massgebend sein lassen. Sie ist schwerfällig und
gesucht. Die Texte scheinen das Richtige zu bieten:
A) a : o = 3 : 13
G) „ : „ - 1:2
B) n : „ == — : 3
G) • »» = — : 2
P) „
loumbe (lamb) A 867 wird dem Dichter nicht angehören;
doch ist es bemerkenswert, weil es die dehnende Kraft von mb
zeigt. Cf. ten Brink: Zeitschr. f. d. Alterth. XIX, 215.
i) vor w, oder n + Cons.
a. vor n : A 824 : vpon : con : Jon (nora. propr.). ibd. 381 :
con : Jon . on praep t zeigt auch in den Texten stets on, als erstes
Glied in Zusammensetzungen aber a, selten o und aw, z. B. ari$t
A 112. G1911. among A 470. 848. astraye ibd. 1162. alofteG 435.
569. o nur einige Male in G orip 40. onew 65 und D : olofte 49.
— anon (on an) C 137. A 584. B 480. anunder A 1080. 1091.
B 609. Morris Gloss. vergleicht mit anunder fälschlich down und
adown, aber adown = of dune . Rechnet man a e.manig = me.
mony und ae. gan (v. ginnan) = me. con , Hülfs verbum (can nur
G 340. 1042) ab, so bleibt das Verhältniss in
G) a : o = 7 : 68
A) = 11:9
B) „ : „ 24 : 16
C) „ : „ = 8:5
D) „ : „ = 2:8
Es findet also hier ein Schwanken zwischen a und o statt.
Doch werden diejenigen Texte ihren Originalen am nächsten
kommen, die verhältnissmässig die wenigsten o aufweisen. Mit-
hin stehen G und D den ihrigen am fernsten! Hervorgehoben
zu werden verdient es, dass gemeiniglich die praet. sing, starker
Verba nach Ic (Möllenhoffs Paradigmata zur deutschen Gramm.)
gegen eine Usurpation des o sich am widerstandsfähigsten zeigen.
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ß. vor nd. 6 3,3 : hande : laqande (an. - andi , s. unter an. a).
A 869 ff.: stände : fände (v. findan ) : farande . Nicht beweisend
sind: 6 1,21: Zowde : wonde (wandjan): honde , und ibd. 2,3:
bronde : wonde : /bnde (fandjan). Aber gesichert ist A 148 ff. :
londe : /imde : stronde : föonde : honde : byymde ( begeondan ). In
den Texten ist das Verhältniss dieses:
G) a : o = 3 : 58
A) „ : „ = 6 : 6
B) „ : „ — 10 : 28
C) = 3: 11
D) „ : „ - - : *10
Die conj. ande ,* and ist in dieser Rechnung unberücksichtigt
gelassen, da sie nur in dieser einen Form auftritt und wegen
ihres häufigen Vorkommens die Verhältnisszahlen gestört hätte.
Wir schliessen: vor nd sind a und o berechtigt. Zu achten ist
wieder auf 6 und D.
Y • vor wä (nc). o im Reime in 6 7mal: 4,1. 2,1. 3,33; in A
6mal: 901 Cf. und 1169 ff*., wovon jedoch kein Reim beweisend
ist. In den Texten:
G) a : o = 4 : 35
A) )) : = : 6
B) „ : „ = 4 : 17
C) „ : „ = 1:4
D) 2
Vor nk scheint demnach nur o berechtigt. Ebenso
" tf. vor ng. G 1,2: longe: stronge itonge (tunge). Cf. ferner
3,7. 3,16. 3,19. A 470 ff.: among : stronge : longe : fonge (*fangan,
aus dem "part. perf. neu gebildet): ymge (geong). ibd. 529 ff.:
euensonge : stronge : longe : %onge. a nur ibd. 13: spränge (v.
springan): sänge (sbst.): prange (prangjan?). Aus den Texten:
» G) a : o = 3 : 35
A) „:„ = 3:18
B) >5 • == — : 33
C) „ : „ = 1 : 11
D) „ : „ = 1 : 16
2 •’
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s. vor ww. Reime fehlen.
G) a : o = — : —
A) „ : „ = 1 : -
B) „ : „ = 4:2
C) : 2
D) „ = — : 3
Vor nn wechseln a und o mit einander; a dürfte überall das
Richtige sein.
Chaucer hat vor Nasalconsonanten und ihren Verbindungen
gewöhnlich a; o nur vor mb , nd , ng.
a + 9 — geschrieben aw , au , a;, agh; letzteres beson-
ders in Hm (= Harleyan ms., währed Nm = Cotton ms. Nero
A. x!). ow steht einmal fälschlich im Reime, s. unter ae. ä.
Beispiele: A 278ff. : sawez*) ( sagu ): todrawez (dragan): dawez
(dagas, pl.v.d^flr): lawez (lagu): wawez (wagas): schawez (scaga,
sceaga). Aus G: lawe 765. 790. sa$ez 341. 1202. 1246; aus A:
saghe 226. drawen 1193. sa%ez 67; B: laue 723. lawe 1167.
sauez 1545; C: tawe 259.405; D: laglie 34. 187. 200. lawe
216.268. >
a vor ht — aü. Beispiele s. unter ae. ea.
Es geht zu a zurück. G 2,12: faste (feest): haste (alt-
schwed. hasta). A 1142 ff.: glade (gleed) : hade (heefde): sclade
( sleed ): made (macode). ibd. 1115: mas (meesse): passe (afr.);
dagegen ibd. 862 : mes : neuerpeles. • Dasselbe Schwanken bei
diesem Wort in den Texten : messe G 1690. masse C 9. D 131
U. s. w. Romanischer Einfluss ist nicht ausgeschlossen. Nur e
zeigen
er esse (: distresse A 343) (ceerse)
gest (geest) G 921. 1024. B 98. 621 u. s. w.
gres ( gce'rs , grees) G 235. 2181 u. s. w.
wheper (hweeder) häufig!
frette (freetwan) B 339. 1476.
*) Die Schreibweise der Handschriften habe ich beibehalten, mit der
einzigen Ausnahme, dass ich für 3 , wo dieses Zeichen den Lautwert eines
stimmhaften 8 hatte, e einsetzte.
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heruest (heerfest) B 523.
piek (plcec) B 1379.
stepe (steep) B 905.
festen (feestenjan) B 327. 156. Doch fasten C 102. e also
besonders vor Dentalen!
Diese aufgezählten Wörter sind zum Theil gemein -me.
Keine Ausnahme ist es, wenn es z. B. von ae. heran , sittan ,
sprecan , brecan im sing, praet. bere, sete (seet C 313), speke ,
brek(e) heisst. Diese Formen sind nicht auf den ae. sing., son-
dern auf den Ablaut des plur. ce zurückzuführen. Aus dem
sing, correct gebildete Formen stehen z. B. A 938 : spakk : sake .
G 339: säte, . B 992: sat. quath (v. ewedan) D 146. 159. 193
u. s. w., während sich in Nm immer nur quod (aus dem plur.
*cwädon, t wofür schon das d spricht) findet, quod dürfte die
vom Dichter gebrauchte Form sein^ da sie mehr im Einklänge
mit der sonstigen Präterilalbildung steht. Cf. Schwahn a. a. 0.
p. 13. 14. Auch wos , welches schon einen modernen Character
trägt, D tl. 24. 31 u. s. w. gegen was ibd. 3. 6. 29 u. s. w. ist
auf Kosten des Schreibers von Hm zu setzen.
ce + 9 wird unter Erweichung des g zu dem Diphth. a\
geschr. ay, nur einmal ei: A 103: fei er (feeger). Beispiele:
G 2,7: daye: gay (afr.). A 435: may (meeg, subst.) : gay . G 3,32:
slayn ( sleegen , v. slean) : Gawayn. A 1024: fayre (feeger): glayre
tafr.); fayre D 46. G 2006 findet sich le% ( leeg , v. liegan).
ae. - ceht = me. -aftxti- Zur Erklärung s. unter ae. ä ;
geschr. -a;£: laqt (Icelite, v. leeccan) G 328. 433. 667 u. s. w.
ibd. 1410: lebten = lasten.
ea.
a. Vor l, oder l 4- Cons. wird ea gewöhnlich zu a. G4,14:
falle# (feallan): halle#. A 182 ff.: calle: halle: byfalle: ryalle
(afr . royall). ibd. 1154: malte ( mealt , v.meltan): bycalt (v.
cealljan). Ebenso rein verhalten sich die Texte; vereinzelt:
welwed (wealwjan) C 475. Nur vor Id ist die Behandlung eine
verschiedene. G bietet 2,14 die Reime: felde (fealdan): for -
%elde (gieldan); dagegen ibd, 4,20: coolde: holde: wolde (wolde
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v. tcillan). ibd. 3,28 : biholde : colde] A 806 : holde: colde : byholde :
folde (feuldan ?) : tolde (v. tellan): wolde (dän. volde). Die Texte
schwanken zwischen a und o. G haldez 904. 1256. 1908.
holde 771. 1252. A colde 50. calde 762. B colde 60. 1591. calde
1562. 1631. C holde 14. holde 336. D holde 42. 166. holde 232. 249.
holde 106. 213. Wenn die a-Formen im Reime auch nicht be-
legt sind, so haben sie doch, als die älteren, gewiss ihre Be-
rechtigung. Im allgemeinen herrscht in Ä und C a, in B undD
o vor; in G ist das Verhältniss ungefähr gleich, felde treffen
wir nur noch G 891, sonst immer folde , z. B. B 643. 962. 1024.
1563. 1691.
ß. vor r + Cons. d. A 606 : har de : rewarde (afr.); ibd. 881 :
harpe (hearpe): carpe (zn.karp); ibd. 834: %are (gearu): fare .
Im Versinnern ist a das Regelmässige, und e hat sich nur in
solchen Wörtern festgesetzt v die auch bei Chaucer e zeigen:
berd (heard) G 182. 2228. herdlez B 789. gere (gearwe, subst).
G 569. 584. verb B 1344. 1568. erd (eard) A 248 B 596 u.s.w.
derf (dearf) G 564. 1233. D 19 u.s, w.
y. Vor ht wird ea zu a und danach zu aü , geschr. -a$t.
A 54 ff.: fa%t (v. feohtan): slape ( sleaht ): sa%t {saht). Im Vers-
innern: a$t{eakt) B24. sla$t ibd. 56. i82. a$tsum ibd. 411. offene
D 208. sa$t s. A 1201. sa^tled B 230. 1139. — ea vor x immer*
= me. a (Chauc. a und e). wax ( weaxan ) und fax ( feax ),
z. B. C 491. 497. A 213. G 518 findet sich woxes ; damit ist :
oben wos zu vergleichen. Natürlich hat das w den folgenden
Vokal verdunkelt. Das beweist unter anderem die Schreibweise
des notn. propr. Wowen G 1302. 2189. 2479. ( Wawen nur ibd.
1226), in welchem niemals o steht, wenn der* Name mit G an-
lautet. — ea vor h = ej, s. unter ae. ea.
d. ea nach gutturalem g und sc , wo das e nur eine modi-
ficirte Aussprache des g und sc andeuten soll, bewahrt selbst-
verständlich das a. G 3,13 : forqate (v. gietan) : ate {cet, praep.).
ibd. 3,4: schale { sceal ): tale. ibd. 4,21: schäme : hlame (afr.).
Ä 1034: yxtez ( geat ): platez (afr.). Im Versinnern: schaued
{sceafjan) G 1331. schäfte ibd. 205. 1458. Vereinzelte Formen
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mit o: schorikes (sceanca) G 431. 846. schome ibd.2373. B 1115
und schomely C 128 sind wie ae. o vor m und n zu beurteilen.
Allein steht ae. gealla, welches ich vielleicht mit besserem
Rechte schon unter *a « behandelt hätte. A 189 und 995: gatte:
ryalle. gatte ibd. 1060. B 1022; dagegen A 463: gawle : sowie:
naule (an. nagli) und gaule C 285. Die «»-Formen sind be-
zeichnend für die nördlicheren Dialekte. Man vergleiche hierzu
die Aussprache von ne. gatt! Andere Beispiele gibt A. Brandt :
»Thomas of Erceldoune«, Einleitung p. 57.
Stets e zeigt geder (geador) in seinen Zusammensetzungen
wie togeder, gederen (geadrjan) u. s. w., z. B. C 141. 527.
D 184. 228. Formen wie gef (v. giefan) (: bref) A 270 oder
gete (v. gietan) G 1571. D 241 erkläre ich wiederum nicht aus
dem sing., sondern aus dem Ablaut des Plurals ob, eä (wi e geär
für jcer).*)
*) Entgegengesetzt der Auffassungsweise, dass me. a überall da, wo
es geschrieben wird, den Lautwert a auch besessen habe, hat neuerdings
(Möller-)Hoofe , »Engl. Stud.« VIII p. 210 ff., die Behauptung aufgestellt,
nie. a habe den Lautwert ne gehabt wie im ne., nur vor l sei der a-Laut
geblieben; in offener Silbe, z. B. in name , sei gleichfalls schon der
ne. Laut vorhanden gewesen. Diese Ansicht, die zuerst Th. Wissmann
andeutete, hat allerdings für sich, dass es »nicht wahrscheinlich ist, dass
ae. <b im me. zu.a und im ne. wieder zu <je geworden ist«. Im übrigen
aber ist es Hoofe nicht gelungen, irgend welche Beweise für seine Hypo-
these erbracht zu haben. In unserem Dialecte wird bekanntlich zwischen
e und a streng geschieden, sobald es sich um ae. & handelt. Entweder
steht in demselben Worte immer a oder immer e. Wo sich Schwankungen
zeigen, muss man entweder die Form als correct in der Sprache des
Dialects beanstanden oder anders erklären. Wenn H.- ferner meint,
Bödekker, »Engl. Stud.« II 348 ff., habe »zweifellos« nachgewiesen, dass
der Übergang von a zu a in der Benedictinerregel erfolgt sei, so musste
H., bevor er sich auf Bödekker berief, zunächst die Kritik entkräften, die
Brandl a. a. 0. p. 52 ff. so treffend an dem Bödekker’schen Artikel geübt
hat. Gegen Bödekker wäre aus unserem Dialecte noch ins Feld zu führen
A 1021 ff.: gare: eiayre: sware: fayre : bare: glayre: wäre: repayre:
manayre: cayre . Nach B. ist hier sowohl a = e wie auch ay = e.
Wie wäre dann aber die a-Reihe von der 5-Reihe noch zu unterscheiden,
da das Strophenscbema bekanntlich ab ab ab äbb ehe ist?
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e .
Ae. 6, einerlei, ob ursprünglich oder aus a umgelautet, hat
in unseren Denkmälern keine Veränderung erfahren. G 4,8:
teile: chapelle . ibd. 4,5: spende : bende : defende (afr.). A 653 ff.:
wcße (ivella) u. s.w. ibd. 98 ff.: ferez (ferjan) u.s.w. ibd. 158 ff;
mere (mere) u..s. w. — a statt e: A 867: powsande (püsend):
fand (v. findan). Cf. ferner B 220. D 210. Das a erklärt sich
aus der Verwechselung von -end mit einer Participial-Endung
praes. - ande . Ähnlich erande (cerende) G 1808; wesaunt ( wce -
send) G 1336, mit franz. Trübung des a, ist ein Schreibfehler.
— e ist vor r zu a geworden in: wary (wergjan) B513. 1716.
Über daly G 1253 und daylyeden ibd. 1114 cf. Skeat: »Etymolog,
dictionary« unter » dally «. Sk.’s Ableitung (v. dweligean) wird
durch das sonstige Verhalten der Texte nicht gerechtfertigt,
sondern zurückgewiesen, daly steht für dayly wie sade für sayde ,
s. weiter unten. Wie soll aus dweligean »dayly« werden? —
i statt e gelegentlich : rych (reccan) G 1130. 1223. 1309. 1898;
whichche (hwecca) *B 362; ly ft (left) häufig! ryd (hreddan,
ne. to rid!) G 364. 2246. stryng (streng) A 91. fyper (feder)
B 530. 1026. 1484. kynned (cennan) ibd. 1072. D 209. hynde
B 1098. — foch G 396. 1961 setzt nicht feccan, sondern *facjan
voraus.
ae. e + g = me. a$,. geschrieben ay ; ey nur in tweyne
( twegen ) G962. B 674. 782; doch twayne G 1864. D 32. Reime:
G 1,4: say (*segan, für secgan): daye . A 1172: layde (v. lecgan ):
saydi'strayd (von Sfr. estraier). e; begegnet stets in we^e
(=ne.to weigh! a e.wegan) B 1420. 1508. C 103. G 1403. Über
. satz G 799. A 689 sade A 210 531 u. s. w. cf. Brandl a. a. O. p. 52.
Unverändert gelassen, weil gg beibehalten, ist e In dem
häufig vorkommenden segg {secg = Mann). Allen Lautgesetzen
widerspricht die Annahme von Morris zu G 2,1: sage: uyage ,
dass sage = segge wäre, statt — afr. sage — Gelehrter, das
sich ganz ungezwungen erklärt.
‘ i.
i bleibt unverändert. Für i wird in Nm fast ausschliess-
lich y geschrieben, in Hm i neben y . G 2,19: nyme (nimm):
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tyme ( timaX ibd. 4,12: iWysse : pis: blysse. A 961 ff.: mylde:
schylde. ibd. 78 ff.: tynde : grynde : blyndei Inde (nom. prop.).
ibd. 722 fif.: wynne (ivynnan) u. s. w. Trübung zu e ist selten:
scheide verb., peder , wheder ( hwider ), swefte haben ebenso
häufig i. Vereinzelt: gwerfAe (cwide, - vom verb. cweäan beein-
flusst) G 1150. tel = G 1564. quest (cwist) ib. 1150. 1421.
leue (lifjan) ibd. 1035. welche (wicca) B 855. sewe (siwjan)
C 382v 527. he$ed (higjan) B 1584. — ae. dide, v. dön, erscheint
G 443 als dcd. ae. micel kommt in Nm regelmässig als mach,,
mukel,* selten als mich G 569. 1281, niemals als moche vor; in
Hm immer meche 81. 206 u. s. w. mecul 27.^286. Für hilt steht
halt G 1594; wruxled (wrixlan?) G 2191. B 1381. Die w-Formen
würden hier sämmtlich auf ein hypothetisches *y zurückzufüh-
ren sein. Cf. Th. Wissmann a. a. 0. p. 16. Ähnlich noch wol
(volo) G 2469, das *wul voraussetzt.
i vor ht geht
or. auf urgerm. *a = ae. ea — e = i zurück. In diesem
Falle haben unsere Denkmäler i, weniger häufig aü. G 3,22:
m^t ( neaht , niht) : li^t. ibd. 4,8: midnip : Jcni^L A 116: ny%t:
ly%t. Cf. ferner ibd. 1071. G 2,19. 3,2. Andrerseits A 1203: na%te:
la$te: sape. — A 498: almy$t: aryp. Aus D z. B mypy 175.
myp s. 163. mapy 27. 143. 283. nap B 484. 578. 807. 1002.
1764u.s.w. Niemals mit aü erscheint SLe.meahte } mihte^v.magan.
Unklar ist die Reimcombination von G2,15: myp (v.): pop: fypi
Ist statt myp etwa mop (muhte, vom Stamme mag-, cf. mugon)
zu lesen, eine Form, die zu Dutzenden von Malen in Nm belegt
ist? in G selbst z. B. 84. 1871. 1953. fyp wäre dann in fop
(fuhton, v. feohtan) zu verbessern, pop natürlich = a e.pühte
und nicht = pöhte.
ß . auf urgerm. e = ae. eo , i. G 2,22: ryp: Tcnyp: myp .
ibd. 1,12: ryp : fyp : knyp. A 110: bryp (beorht): nyp. Neben-
formen mit e sind selten: repful B 724. fep ibd. 275. 1191.404.
G 277. 777. btrep (strebt) A 691. C. 234. e geht von eo aus,
während i von i. Allein stehend: wepes ( gewiht . *geweoht?
oder vom verb. beeinflusst? ne weight!) A 1734. Über hyp
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B 24. 655 u. s. w. cf. J. Zupitza: *Güy of Warwick«, Anmerk,
z. Vers 169. E. Mätzner: »Sprachproben« I p. 377.
eo.
a. ae. eo vor l , oder l + Cons. = me. e. G 1,6: Jiymselue :
twelue. A 21 und 927: feie : juele (afr. joiel). reled (v. hreol)
C 147. 270 u. s. w. Über mylke (meolc) B 637. 1259. syluer
(seolfor) B 1344. sylueren ibd. 1406. G 124. 826. cf. C. F. Koch
bei Zacher V, 38 ff.
ß . vor r 4- Cons. = e. A 211: erle (eorl): perle (afr.).
Aus dem* Versinnern : hert (heorte) G 120. 371. 557. A 17. 51.
B 31. D 242; ebenso kerue (ceorfan), lerne (leornjan) zu wieder-
holten Malen; %erned (geornjan) G 492. A 1189. B 66. 758.
Tfirnez (ge-eornan, für gerinnan) G 498 (2 \imez G 529).
Ausnahmen. Es gibt ihrer viele.
aa. a statt e vor r. smartly (smeorte) G 407. — ae. steorra
findet sich B 583 als stare (cf. Koch a. a. 0.), während die
gewöhnliche Form sterre, Sterne B 1378. A 115. C207 belegt ist.
ßß. o statt e unter Einfluss eines vorhergehenden w haben:
sworde B 1253. G 2319; worpe (weordan), world und worpe adj.
mit seinen compos., alle sehr häufig, wourschyp (weordscipe)
B 1127 für worschyp. Bei ae. weorc dagegen ist w stets ohne
Einwirkung geblieben : werk G 494. 2367. A 599. werkmen ibd. 507
— o stellt sich auch ohne w ein : her und hör (heora) und von I
letzterem wieder hores nach Analogie von yourez . — a e. feorma ,
= forme A 639. C 38. — ae. ceorl = chorle B 1258. 1583. |
G 2107. ,
yy . u statt e vor folgendem r: bum (beorn), bourne A717 |
und buyrne C 340. rurd (reord) G 1149. 1698. 1916 u. s. w., j
rourd A 112; brurdes (breord) B 1474, brurdful ibd. 383; |
burth (beord) G 922 ; ae. eorde steht in G und D stets als erpe y j
in den a. p. ist vrpe die gewöhnliche Form ! Über swyre (sweora)
G 138. 186. 957 cf. Koch a. a. 0. — w-Formen sind den nörd- j
licheren Dialecten eigentümlich ; cf. z. B. »William of Palerne« ,
ed. Skeat. Chaucer kennt sie gar nicht. In Hm fehlen % sie I
ebenfalls. I
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25
Y . ae. eo vor anderen Gons. = e. heuert (heofon) und clepe
(cleopjan) häufig! G 2,22 : kenne (heonon): spenne (an. spenna).
ibd. 3,18: bent (beonet. E. Mätzner, W.): hent (hendan)\ G 2,24:
3 < ede (ge-eode. Zup. Guy zu Vers 60): lede (leod). A713: %ede:
pede (peode ); andrerseits: G 3,1 : 50t?: gode (god). A 10: yot
(für %od): spot (andl.). Im Versinnern ist %ede neben %ode
häufiger; ebenso hem neben hom; durch Auflösung des w er-
klärt sich suster (sweostor) G 2464.
eö.
ae. eo, nach g und sc für ursprüngliches 0 oder u, bleibt 0 .
G 3,7: 5 onge (geong): fonge (*fangan). A 475 und 533: zpnge:
longe. ibd. 146: byqonde: londe %ender (y.geon) einmal B 1617.
schortly (sceorte) B 519. 600. 742. — ae. sceolde hat stets die
Form schulde .
ie, Umlaut von ea.
Es ist regelmässig zu a zurückgegangen, \a%ed ( hliehhan ,
anglisch hlcehhan . ten Brink) G 69. 909. 1079. 1290 u. s. w.
ie .
a. Als Umlaut von ca geht es zu a zurück. G 4,6: schape :
(scieppan): Tcnape. schaped C 247. misschapen B 1355 u.s. w.
ß . ae. ie statt e nach g und sc bleibt e. G 2,14: forqrlde ( giel -
dan) : weide ( wieldan). A 1064 : re^et (*jjietan) : 5 et (giet) : glete (afr.).
ibd. 86: formte: gete: refete (v. afr. faxt). Im Versinnern: %el-
ping (gielpan) G492. 5 et B50. 197. geten ibd. 1505. gef (giefan)
C226. 3 c/ G 1964.2068. geuen B 259. 1627. G920. 1500. Da-
gegen geuen A 1190 im Reime auf: priuen (an .prifinn): stritten
(afr. estriver) wird in giuen geändert werden müssen, giuen
ist sonst nirgends belegt, aber das praes. gyf ist häufig. Cf.
A 542. C 204. B 1528. D 276 ; doch s. auch unter afr. ie.
•
o.
ae. 0 = me. a, geschrieben 0 . G 3,17: biforne (bi/oran):
torne (v. teran). ^ ibd. 4,20: ivolde (v. tvillan): bolde (beald).
A 230: schore (score): höre (v. heran): tresore (afr.). Im Innern:
cokrez (cocor) B 40. flöte (floljtin) ibd. 1029. %olped ibd. 846
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(gebildet v. part. perf. v. gielpan , wie swol^ed C 363. ß 1268
y. swölgen part. praet. v. swelgan . Cf. Skeat a. a. 0. unter
» swallow «)\ prote (prole) C 252. dropped ibd. 375. louyd
(lofjan) D 324. boode (jgebod ) D193; welkyn G525 B371 G207
setzt nicht wolcnu, sondern *weolcnu voraus. Über bylde ( v.bold ):
chylde ( cild ) A 727 und ibd. 963: bylde : mylde cf. Matz. W. —
u neben o in durst ( v.durran ) G 1493. 1575. B 342. 615 u.s.w.
dorste A 143. 182; u ferner einmal in u = of A 792 und vpen
( open ) ibd. 1066. Characteristisch für die Sprache von A ist
walte = wolde 1156, gesichert durch den Reim auf malte —
swalte. Häufiger in dieser Form ist wolde in »Morte Arthur«
(ed. Brock) oder »Barbour’s Bruce« (ed. Skeat) zu finden.
o -f- g = qü (ü), aü , geschrieben ow t aw , « 5 . Zur Erklä-
rung s. unter ae. d. o.ü (ü) : flowen (flogen, v. fleon ) C 183. 424.
towe ( togen , v. teon) C 100. towen A 251. G 1093. warlowe
wcerloga , nicht wir-loga, wie Morris Gloss. ansetzt) C 258.
browden ( brogden , v. bregdan) B 1132. elbowes G 184. —
aü: flawen (flogen!) C214. brawden G 177. 580. ouerbrawden
B 1698. warlayi B 1560. baw (boga) G 435. bawemen ibd. 1564.
Ein interessanter Schreibfehler ist B 1703 : laued für loued (lofjan).
Der Schreiber sah ou = ov für den Diphth. oü an, und dafür
schrieb er aü. M. setzt unnötigerweise ein ? hinter sein mit
Recht vermutetes loued.
ae. -oht = -oüxt (-aüxt), geschr. - 05 ^. Zur Erklärung s. unter
ae. ä. wrotf (v. wyrcan) G 2344. 2361. bo$t (v. bycgan) A651.
733. 893 u. s. w.
Bei Chauc. ist ae. og = oü; -oht — -oßxt-
u.
ae. u spaltet sich me. in w, 0 , ou. ten Brink, Z. f. d. A.
XIX 214 ff. definirt me. u als 0 als schwebend t ou als ü.
Danach haben ü
a . dubbe (dubbjan) B 115. 1688. 1743. G571; pull (pulljan)
B68. 1265; pus\ dust G523. C 375. 383; hunte (huntjan verb., !
hunta subst.) und hunter in G 1100—2000 sehr häufig; lumpen
(v. limpan) B 424. 1320. C520; clustered (clusterjan) B 367.951.
G 1739; bukkes (bucca) G 1155. B 392; pur% praep., einmal por$
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B 1761; M fal nur B 1761. C 472 und blysfol A279, sothfol
ibd. 498; sum , nur B 582: sym ; ebenso -swm als 2. Teil eines
adj., einmal lufsoum A 398. — Der Liquida r oder -er in nach-
folgender Silbe wohnt eine besonders verkürzende Kraft inne
und ist darin dem comparat. -suff. zu vergleichen. Cf. unter
ae. a, e, % 6 u. s. w. Daher vnder praepos. und adv. ( vunder
A 775. vu — w, nicht ü ); hunger (hungor und hungrjan) C 19.
B 1195. 1243; sunder G 1354. 1563, sundred G 659 u. s. w.;
Schulder B981. 1690. G 1930, schylderez A214; hundred , hun-
dreth B 315. D 58. G 743 u. s. w. Wo dennoch o geschrieben
steht, ist es lediglich eine Abneigung der Schreiber, vor folgen-
dem n ein u zu setzen. Cf. ten Brink, Z. f. d. A. XIX 11.
So findet sich auch im Anlaut fast regelmässig v statt u ge-
schrieben. S. oben und unter afr. »w«. Also hondred A 786
= hundred . wonder = wunder B 5. 153. 570 u. s. w. wunder
B 1390. So verlangt es der Reim: G 1,1: wonder: blunder (v.
an. blunda ), der nur fürs Auge falsch ist. Ebenso ist in den
Reimen: A 26 ff.: runnen (v.rinnan): sunne (= Sonne): dünne
(dünn): wonne (v. winnan) : by gönne (y.biginnan): spönne (y. Spin-
nern) und ibd. 517 ff.: wonne (v. winnan): sunne: conne (v. can):
runne überall u zu sprechen. Ähnlich im Innern : sunne C 167.
441. 455, sonne A 530. B 932. D 21; wonnen B 1305; cunen
C 513, connes ( cunnjan ) G 1267. — Vor mm ist gleichfalls
überall ü zu sprechen, auch wenn o geschrieben ist: nummen
(v. niman) C 76. 85. B 1291 ; commes G 1476. 2489. A 847, cum-
men G60. 62; doch siehe unten. — Auch nach vorhergehendem
w soll o manchmal nichts weiter als ü ausdrücken : wolle (wull)
A 844, wolen ibd. 731; wolf G720. 1676. — schin B 1435. 1810.
G 2401 setzt nicht sculon , sondern scylon voraus, s. Grein Gloss.
Ähnlich wird man oben für sym und schylderez schon im ae.
y-Neben formen annehmen müssen.
Schwebendes w, ausgedrückt durch o, steht
ß. gewöhnlich im Silbenauslaut: dore (duru) B 44. 268.
G458. D 128 (dürre D 116 ganz der Regel gemäss); aboue (abu-
fan), danach abof\ loue ( lufe , lufu und v. lufjan ), louy G 126.
419.52.87 u. s. w., dagegen ganz correct lufly A880. B 81. 939.
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C 419 u. s. w. gome (guma) G 151. 178 A 231. C 175. 199 u.s.w.
somer (sumor) G 510. 516. B 525. 1686. cnolcen ( cnukjan ) A727.
B 1348. Reime: G 1,18: cnokez: strokez (sträcjan). ibd. 2,10:
wone {wund): one (an). A 918: won ( wunjan ): trone (afr.).
ibd. 697: gome {guma): com (cuman): innome (v. niman): dorne
(dom). Durch Hinzufugen des End-e werden die Reime A918.
697 correct und sind dann auch der obigen Regel unterworfen.
Auch ibd. 584: sum: dorne (dom): nom ( nämon , nomon^y .niman)
dürfte an sum noch ein e zu hängen sein : some. Diese Form
begegnet sonst freilich im Texte niemals. — Auch vor ng ist u
schwebend. G 1,2: tonge (tunge): longe: stronge ; songen (sun-
gen , v.singan ) A 882. 888. 1124. B 1763, rungen G 195.931. 1427.
— Ohne ersichtlichen Grund : corse (cursjan) B 1033. 1583. 1800
u. s. w. borg ( burh ) A 957. 989. 1048 u. s. w., auch bur% ibd. 980.
G 366. 516. D hat immer burghe 3.103 u.s.w. — Vor -rn ist
schwebendes u Regel, für o auch ou: morne {murnan) A 359.
mornyng ibd. 262. mornyf ibd. 386. moumez G 508. G 1795.
mournyng G 543. 1800. D 350. spornande {spurnan) A 363 ;
borne ( brunna , burnd) A 974. G 731. 2174. bourne D 330.
ou = ü steht
y. vor -wd, wenn kein -r, - er folgt. A 650 ff.: wounde:
growide: stounde: secounde (afr. second): rounde (afr.). Die
Texte verhalten sich gewöhnlich ebenso: bounden G 192. 2028.
2486. sounde (gesund) C 291. 527. grounde B 445. 591. 798.
C 361 u. s. w. foundene (v. findan) D43. 46. Für ou auch ow
geschrieben: howndez G 1424. 1897. Vereinzelt auch: funden
G 640. B 1735. fonden B 356. A 283. G 1329 Solche Formen,
als die älteren, haben ihre Berechtigung. Dagegen waunden
(v. windan) G 215 ist ein Schreibfehler, doch s. unter ae. d.
Der aü-Laut trat hier bekanntlich erst im 16. Jahrhundert ein.
— Vor - mb erfolgt gleichfalls Dehnung : sloumbe (sluma + b)
C 186 464. dournbe (dumb) ibd. 516. Cf. gloumbes (altschwed.
glomma + b) ibd. 94. Dagegen correct : slomeryng (slumerjan)
G 1182. — Als Ersatzdehnung ist ou zu betrachten in drowne
(druncnjan) C 245. B 372. 989. Reim : drounde : secounde A 650.
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ug in offener Silbe = ü, geschr. ou, ou\ 03 . A 53G: inoun
(mugon)*): soun (afr.). foivle z (fugol) B56. A 89. douth ( dugud )
A 839. B 270. 597. 1196. droipe (< dnigade ) B 524. G 523. Einmal :
dup>e B 1367. dawed (v. dugan) G 1805 ist ein Schreibfehler für
das correcte dowed B 374.
u vor -ht erleidet natürlich keine Veränderung : vifen (uhte)
B 893. D 117.
V-
Es ist zu unterscheiden zwischen ae. y — Umlaut von 0
oder w, und y *-= Umlaut von ea, eo . Das Verhalten dieses so
wandelbaren Lautes (cf. Wissmann a. a. 0. p. 22) ist für die
Absteckung der Grenzen der me. Dialecte äusserst wichtig. Es
ist deshalb sehr zu beachten, dass in der Behandlung des y die
Handschrift Nm für die einzelnen Denkmäler nicht allein mij;
sich selbst, sondern auch mit Hm so ziemlich einig ist.
a. ae. y , Umlaut von 0 , u. Es wird zu i, geschr. y, selten i.
G 3,25: wynne (wyn) : p rinne. ibd. 1,14: cynde ( cynd ): wynde
(wind). A 74: cynde : Ynde. ibd. 726: synne ( syu ): perinne .
G 1,3: hille ( hyll ): sille ( syll ): wylle ( willa ). A 678: hyllez\
stylle (stille), ibd. 465: lyste (lyst): gryste (grist ): Krist. Im
Versinnern: lyttel G 1338. 2007. B736. 934. A 152. 301 u. s. w.
lyst G 941. B 693. 842 (lust ibd. 1350, lusty ibd. 981); dry^ten
A 349. C 445. D 29 u. s. w hyrne B 1294. C 178; lyft B 1212.
1493. hüle B430. 380; hysses (cyssan) G605. 974; kyrf ( eyrf )
G 372. Auch das Fremdwort ae. cyrice mag hier angereiht
werden: kyrke B 1271. G2196. D 16. 113 u.s.w. Ausnahmen:
ae. ivyrcan zeigt y und 0 . wyrke A 536. D 39. worch G 258.
1546. 1039. A 511 (also y , wenn &, und 0 , wenn ch!); a e.wyrt:
wort G518. A42 werte# C478; ae. wyrm : worme G 467. G 720.
ae. gyrdan, gyrdel: gorde G 1851.2062. gordel ibd. 2035. 2429.
gurde G 588. 597. D251. gurdel G 2393. D 80. girdel G 1829;
ae. wyriqan : woried Q 1905; ae. cyrtel : cortel A 203; ae. styrne :
stör ne G 2Q99. sturue G 334. 494. 846. ß 1402. ae. myl : mul B 736.
*) Schwahn a. a. O p. 26 erklärt sich mowe , inoun aus mag mit
»Verdumpfung des Vocals«!
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mol A 382. moul A 23 (?). evel ( yfd ) G 1552. C 460. D 276;
ae. bysig, bysgjan : bysily G 1824. busy v. G 1066. bisiet G 89.
besiet D 56 ; ae. myntan : munte G 2262. 2350. mynte ibd. 2352.
2345 ; ae. dynt : dynt G 315. G 125. dunt G 452. B 1196; ae. lyder :
lyper A569. B36. Ixpernes G1627. luper B163. G 156; a e.yylt:
y A655. B 731. u: A942. B 690; ae. duttan : y B588. D 116.
u: B 320. 1182. Nur u zeigt die praep. vmbe (ymb , ymbe); ferner
lur ( lyre ) G 1284. 1682. A339. D328; spure ( spyrjan ) B 1606.
G 2093; burde {yebyrjan) G 2278. C117. A316. D260; burpen
(Jbyräen) B 1439; purled (pyrljan) G 1356: u also namentlich
vor r. Dagegen schwanken ae. *myrig und s. myrhd zwischen
y, u und e . y übervviegt bei weitem, u ist das seltenste, näm-
lich murthe D 335. mury G 2295. 2336. 2345. e z.B. B 1519. 1760.
G 1681. 1736. 1885. 1953. D 39.
Chaucer hat meistens i: die w-Formen sind für die west-
mittelländischen Dialecte des Nordens characteristisch.
ß. ae. y = ie = Umlaut von ea , eo wird regelrecht zu e.
beide (byld) G650. elde (yldo) ibd. 844. 1520. derne (dyrne) G 1012.
B 588. 697. merke ( myrke ) B 1607; swelm (swylm) G 3. helde
(hyldan) D 196. 137. G2,14: weide ( *wealdjan ): f erleide. Vor r
ist e häufig gleich zu a weiter geschoben : marre (merran)
G 2262. A 23. C 173 u. s. w. charre (cerran) G 1143. 1678. char -
cole ibd. 875. Reim: A 608: charde : harde. — y für e hat
sich ziemlich häufig eingedrängt: wyrde (wyrd) G 1752. 2134.
A 249. 273. C 247; fyrst ( furst nur G 150); fyrre (v. feor.
*feorria = *fyrre wie hiehra, hierra) D 169. 293. B 766. C 116
u. s. w. ; tylt (*tyltan, cf. Skeat a. a. 0. unter »tili«) B 832.
C 361. tult B 1213. C 252; buried (verwandt mit beorgan *
Skeat a. a. 0. unter » bury «) D 94. 106. 248; dyn G 47. B 862.
dynnes G 2005; dagegen denely A 51 und im Reime A51:
denned: kenned ( cennan ). Hierher gehören auch die, schon in
der Einleitung berührten, wers (wyrsa) C 48. B 80. 113. werst
(wyrst) B 694. worse B 1320. G 726. worre G 1588. 1591. worst
G 1792. 2098.
Gh.'s Dialect stimmt im allgemeinen hier überein, doch im
einzelnen weicht er manchmal ab.
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31
ß. Lange Vo ca le.
ä.
ae. ä = me. 3, welches mit o. reimt, geschr. o, sehr selten oo.
Für diesen Wandel beweisend sind folgende Reime. AusG. 1,18:
strokes (sträcjan ) : knokes ( cnucjan ). 2,10 : one (an ) : wotie (wnna),
2,18: brode : lode : gode. 3,26: won: Jon (nom. propr.). 4,14:
foo ( fä ): Aöo (hon?), 4,12: more: perfore. Aus A. 374 ff.:
wow (man): gon (yän): on (an): ston (stän): Jon . 818 ff.:
$£on: non: vpon: Jon . 994 und 1006: sfow: Johan (= Jon .
A. Ellis: »On E. E. Pronunciation« II pag. 267). 234: more:
höre (v. heran), 181 und 506: ros (v. risan): porpos (afr .pro-
pos). Es kommen aber auch unzweifelhafte a-Reime vor.
A 145: mare (mdra): fare: stare (starjan). 138: brade (bräd):
glade (glced ): hade (heefde). 502: wate (wät, v. witan): date
(afr.). 617: abate (v. äbidan): late. Hiernach dürfen wir an-
nehmen, dass auch das a G 4,19: hame (häm): narne (nama):
tarne (tarn) und 3,15: hame: game: schäme vom Dichter herrührt
und nicht erst vom Schreiber. Letzterer würde vielmehr, nach
seinem sonstigen Verhalten, a statt o gesetzt haben. Nimmt
man an, dass alle hierher zu rechnenden Reime überhaupt un-
verfälscht überliefert sind, so haben wir zwischen a und o fol-
gende Verhältnisse:
G q : a = 24 : 2 = 12 : 1
A „ : „ = 44 : 4 = 11 : 1.
Ausserhalb des Reimes bestehen andere Verhältnisse. Abgesehen
von a, an als unbestimmtem Artikel, napeles , a — ä = immer
A 144. G 1281 (G 1281 vermutet M. and statt a. Wozu?),
nowpe (nü pä) G 1251. 1934. C 414 (zu G 1784 Morr. Gloss.
noupe = not? Die Stelle macht doch keine Schwierigkeiten),
nawhere A 534. 932 u. dgl. nach bekannten Regeln, sind fol-
gende Wörter unverändert gelassen : hat (hatte, v. hätan) G 10.
253. 448 u. s. w. hatte , hattes G 379. C 35. D 4. 25. 38 u. s. w.
hnawlach (-Zac) B 1702. ae. halig in Zusammensetzungen:
halyday G 805. 1049. B 134. 141. 166. C 9. halydam G2123;
halifiz (hälgjan) G 2122. hal$ed B 506. 1163. halowes s. D23.
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32
Der Grund, weswegen in diesen Wörtern die Verkürzung unter-
blieben ist, ist teils frühzeitige Verkürzung des ä , teils
Schwächung des Accents. Verkürzend wirkte stets die Com-
parat.-Endung -er, die compar.-Form drang dann in den
Superlativ, weswegen auch dieser häufig gekürzten Vocal hat.
Daher: wakker (wäc) B 835. wakkest G 35 4. sarre (sar) B 1195.
sarrest ibd. 1078. hatter {hat) B 1138.
Als Merkmale des Dialects bleiben (mit a) nur übrig: bade
(v. bidan) G 1699. mare ibd. 1769. swap ( swäp ) B 222 . mansed
(ämänsumjan) ibd. 774*. wham A 132 und B 259 geht wol auf
die Nebenform whdem zurück, halsed B 1621 leitet man mit
J. Zupit za Z. f. d. A. XXI, 33 besser von healsjan , statt mit
Grein von halsjan ab. Wir haben also weniger a-Formen, als
wir nach den Reimen hätten erwarten sollen. Da ein Zeitraum
von einigen Decennien solche Unterschiede in der Sprache nicht
hervorrufen kann, so muss der Schreiber eine etwas südlichere
Heimat gehabt haben als der Dichter. In D ist kein ä un-
gerundet geblieben.
Bei Ch. ist ä stets zu q geworden.
ae. äw 9 äg oder äh im Auslaut. Die Behandlung
derselben ist ganz besonders characteristisch für unsern Dialect.
Da auch ae. ög 9 zum Teil iow 9 an. äg denselben Entwicke-
lungsgang durchgemacht haben, so mögen alle diese Combina-
tionen im Zusammenhänge hier besprochen werden.
Auf den rechten Weg führen uns folgende Reime:
a . G3,20: knowe (cnäwan): drowe ( dragan ): lawc ( lagu ).
A 461 : sa wie ( säwol ): naule (an. nagli).
ß. G 4,10: snawe (snäw): trowe (treowjan): lowe (an. lägr).
ibd. 3,10: lowe (an. lägr): mowe (mugon).
A 541ff.: knaw: rawe (*r<ewe): otve (äh): lowe (sin.lägr).
Zwischen den beiden Extremen au und & liegen sämmtliche
Laute, die wir hier vor uns haben. Verbinden wir die Extreme
au und w durch die Mittelglieder ou , ow, ou , so wird es sich
jetzt näher darum handeln, die obigen Laute auf diese Scala
zu verteilen. Da die Schreibweisen aw , « 3 , agh immer den
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Diphth. -aw ausdrüekeo, wie wir schon unter ae. sahen
(vrcwrausgesetat natürlich, dass aw u. s. w. nicht ein gewöhnliche*
Schreibfehler ist, wie wir gleichfalls wiederholt sahen), so können
wir nach Analogie daraus folgern,, dass überall da, wo aw u. s. w.
geschrieben steht, auch wenn nicht gerade ae. ag zu Grunde
liegt, der Diphth. au zu sprechen ist. In dieser Hinsicht sind
die Reime: Jcnowe: lawe , und sawle: naule äusserst wichtig.
Sie zeigen,, dass ursprüngliches ae. &w und ag in unserem Dia-
lecte denselben Laut haben können. Den Diphth. aw, weil
gelegentlich mit aw u. s- w. geschrieben, hat ferner noch ae. ag ;
ah im Auslaut und an. ag sind nur nach Analogie von ae. ag
zu erschlossen, da sie selbst mit den Schreibungen aw , au u.s.w.
nicht Vorkommen ; unbedingt sicher sind ferner noch ae. og und
ae. eow , doch letzteres nur nach einer Richtung hin, wenn
nämlich der Accent auf das o übergesprungen ist. Alle diese
Verbindungen haben, wie die Reime zeigten, auch noch andere
Lautwerte* lowe und damit snawe und trowe sind andrerseits
mit mowe gereimt, mowe hat unter allen Umständen nur den
Monophthong w-, da wir für die Circumflexion des w-Lautes
und damit für den Ansatz zu einem Diphthong keine Anhalts-
punkte haben. Monophthongiruug kann mithin nur in den
mit w* reimenden Diphthongen stattgefunden haben, damit der
Reim zu Stande kommen konnte. Würde man nun den
Diphth. au monophthongiren, so könnte das Resultat nur o sein
(cf. lafe aurum — franz. or; franz. jaune = afr. au = aw, nfr.
au — ö-) und dann hätten wir in mowe : lowe einen falschen
Reim. Es muss daher in lowe u. s. w. noch ein anderer Diph-
thong stecken, und dies ist aü oder oü oder öß, die sämmtlich
jederzeit zu w monophtbongirt werden können. Wählen wir
zwischen diesen dreien den Diphth. aß, so bleiben wir dem
Extrem aü am nächsten. Demnach hätten die Combinationen
ae. äw , ag , ah im Auslaut, an. ag, ae. oy , eow folgende Laute
1) aü, 2) aß, 3) ü Finden wir also aw u. s. w. im Versinnern
geschrieben, so würde aü zu sprechen . sein. Wenn ow, o% ge-
schrieben ist, so kann man zwischen aü und ü schwanken.
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Doch dürfte au in diesem Falle die gewöhnliche Aussprache
des Dichters gewesen sein, da er nur in Notfällen monophthon-
girt haben wird.
Betrachten wir einmal diese, gleichsam a priori gefundenen
Resultate auch vom historischen Standpunkte aus. Von ae. og ,
eöw haben wir auszugehen. Das o wurde frühzeitig zu a.
Nachdem sich aus dem folgenden g und w ein u entwickelt
hatte, entstand beiderseits der Diphth. au. Dieser Diphthong ist
also zu au erhöht, und das liegt ganz in dem Wesen unseres Dia-
lectes. So blieb i gewöhnlich ungetrübt , einzelne e wurden zu i
erhellt, ae. y hatte fast regelmässig den Laut % (oder u), aber
nicht e, wie im Süden, mehrere ae. d und ea vor Id waren noch
nicht zu ä verdumpft u.s.w. Ähnlich wie bei og, eöw , ist die
Entwickelung bei ae. dg, äw u. s. w. d wurde zunächst überall
zu ä gerundet; es wurde dann, sobald es mit dem aus dem
folgenden Conson. sich entwickelnden u einen Diphthong ein-
gegangen war, zu a verkürzt. Hierauf wurde der Diphth. au
teils wieder zu au erhöht, teils blieb er unverändert. Den ent-
gegengesetzten Entwickelungsgang anzunehmen, dass nämlich
ae. du?, dg u. s. w. = äw , äg = aü , stösst auf unlösbare Wider-
sprüche. Wir hätten hier dann gerade das Entgegengesetzte
von dem, was wir bei ae. og, eöw beobachteten : aü wäre zu ow
erniedrigt. Man würde auch fragen müssen, warum denn nicht
auch ursprüngliches ae. ag gelegentlich einmal zu au geworden
wäre.
Es sei hier gestattet, zur weiteren Statuirung des obigen
merkwürdigen Lautwandels einige Reime aus dem Denkmale
eines benachbarten Dialects, aus der »heil. Susanne« (ed. Horst-
mann, Anglia I, 93 ff.) anzufügen. In Bezug auf die Autorschaft
von St. Susanne sei gegen Horstmann bemerkt, dass ich mich
Trautmann, Anglia V, Anz. p. 23, darin anschliesse, dass die
Legende nicht vom Verfasser des Sir Gaw., der a. p. u. s. w.
sein kann, dass ich aber Horstm. zugestehe: der Dichter von
St. Susanne hat die Werke des Dichters von Sir Gaw. u. s. w.
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gekannt und auch, besonders »De Erkenwalde«, benutzt, worauf
ich gelegentlich einmal zurückkommen werde.
Reime a. a. 0. 23 ff.:
Tcnawe : lawe : awe (an. agi).
236 ff.:
ihnawen : withdrawen : sawen ( sagu): dawen (*dagan für
dagas , von dceg\
Wir gehen jetzt zu einer andern Kategorie hierhergehörender
Combinationen über, zu ae. 6g, 6h im Auslaut, 6w, an. 6g.
Sie unterscheiden sich dadurch scharf von der vorigen, dass sie
niemals mit aw geschrieben werden, also auch niemals den
Diphth. au gehabt haben. Freilich findet sich zweimal an. dg
— falls Skeats Etymologie richtig ist — (s. unter an. 6)
durch aw wiedergegeben. Doch ist es uns unmöglich, in
diesen beiden Fällen aus der Schreibweise auf die Aus-
sprache zu schliessen, worauf wir ja sonst, da eine genügende
Anzahl von Reimen fehlt, durchaus angewiesen sind. Es ist
vielmehr anzunehmen, dass der Schreiber bowe = boga , das
allerdings au lauten kann, mit bowe = an. bögr verwech-
selt hat. Sonst müssten wir glauben, an. dg hätte sich anders
entwickelt als ae. dg und ow y und das ist unmöglich. Eine
andere, für mich ebenso unmassgebliche Schreibweise ist es,
wenn wir in B 3mal staued, stawed und nur einmal stowed
(siehe unter ae. o) geschrieben finden. Wer auch hier wieder
dem Schreiber Recht geben wollte, müsste sich über folgende
Bedenken leicht hinwegsetzen können: 1) dass das <5* in ae. ow
gleichzeitig gekürzt und zu q geworden wäre. 2) dass sich
der Diphth. au nur in dem einen verb. staw entwickelt hätte,
während alle anderen verba mit ae. - ow — und deren gibt es
eine grosse Anzahl in den Denkmälern — ow bewahrt haben.
Wir beseitigen die Schwierigkeit, wenn wir annehmen, das
verbum stow sei von dem begriffsverwandten ae. stafjan beein-
flusst, wenn nicht in der Sprache des Volks, so doch wenig-
stens in der Feder des Schreibers.
Wenn es nun klar ist, dass die zweite Kategorie den
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Diphth. aü nicht hat, welche Laute hat sie denn? Zur Fest-
stellung derselben stehen uns folgende Reime zur Verfügung:
G 3,10: innowe ( gendh ): mowe ( mugon ).
ibd. 2,1: innowe: blowe {hlawam).
A 624: innowe : woghe (woh).
ibd. 636 : innoghe : atow (afr. aknier).
ibd. 648: innoghe : roghe (ruh)*
ibd. 660: innogh: withdroq ( drog , von dragan ).
ibd. 1180: swone*J= swoune , substant, v. verb. swdgem):
regioun (afr.): renoun (afr.).
Nach den Reimen also nur ül Doch ist es zweifellos, dass
neben ü auch der Diphthong oft seine Berechtigung hat. ü setzt
ja erst oü voraus. Die Entwickelung ist hier analog wie oben:
ae. uw, dg u. s. w. = du = oü, ü ist also durch Monophthon-
girung aus oü entstanden. Wann oü , wann ü zu sprechen ist,
darüber fehlen uns jegliche Anhaltspunkte. Dass man auch
hier nicht etwa die Aussprache Chaucer’s gelten lassen darf,
zeigt der Reim: blotve (Ch. oü): innowe (Ch. ifr). Der Tendenz
des Dialects zufolge wird die Aussprache oü die gewöhnliche
gewesen sein ; für oü vielleicht ab und zu sogar oü. Aber dies
ist die äusserste Grenze, ae. o war d immer um eine Stufe
voraus, jenes ging schon in a über, während dieses noch nicht
gekürzt war. Es wird nun auch klar, weshalb ich oben eine
Form wie dawed (v. dugan) zurückwies. Bestände sie zu Recht,
so hätte u nicht allein er +u, sondern auch a+ u eingeholt.
Doch könnte sie ein Fingerzeig dafür sein, dass me. ü gelegent-
lich schon zu oü diphthongirt wäre, woraus durch Tonerhöhung
ne. aü wurde. Der Schreiber las oü , und dann war der Weg
zum aü nicht mehr weit*).
*) Zu spät kam mir die Dissertation von E. Holthaus; »Beiträge zur Ge-
schichte der englischen Vocale«, Bonn 1885, zu Gesicht, als dass ich sie
für meine Arbeit noch entsprechend hätte verwerten können. H. discutirt
p. 24 ff. die Geschichte des ou. Er gelangt zu dem Schlüsse, dass das ou,
welches ne. aü ist, schon im 13. Jahrh. diphthongische Aussprache gehabt
habe. Das scheint mir etwas zu früh angesetzt, aber für das 14. Jahrh.
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Da wir einmal bei der Entwickelung eines u aus folgendem
g oder h stehen, so mag sich hieran gleich auch eine Discus-
sion über die Ent Wickelung eines u aus gedecktem h
(= -ht) knüpfen. Zwar geht aus den Schreibweisen nicht her-
vor, dass sich nach gutturalen Vocalen vor - ht Diphthonge
bereits gebildet haben, da weder der Copist von Nm noch der
von Hm den zweiten Bestandteil u jemals setzt. Ferner bemerkt
ten Brink Ch. (=^ »Chaucers Sprache und Verskunst«) § 46
Anmerk., dass ein u aus gedecktem h sich zu allerletzt ent-
wickelt hätte. Doch bliebe andrerseits ein Reim wie A 52:
sa%te: wraqte (v. wyrcan) unverständlich und falsch, wenn man
sich nur an den Buchstaben klammern wollte. Es reimte dann :
a : a. Zu a und a muss ein drittes Element hinzukommen,
damit der Reim möglich wird, und das ist u.
Zur Veranschaulichung gebe ich zunächst wieder die
Reime :
war oü unbedingt in vielen Fällen schon durchgedrungen. Der mehr
oder minder grosse Wechsel zwischen ü und oü, sobald es sich um ae. ü,
u vor nd u. s. w. handelt, dürfte Dialectunterschiede begründen. Sehen
wir uns noch einmal einen Beim wie G 3,10: lowe (an. lägr): mowe
(mugon) an. Ich füge aus »The Aunt. of Arth.« XVI hinzu: trowe
(treowjan): thou Qu). Aus florstm., »Altengl. Leg.« N. F. 1881; p. 35,49:
trow: bow (bügan). ibd. 30,409: trow: how (hu), ibd. 40,449: trow:
now (nü). Solche Reime kommen bei Chaucer niemals vor. Warum nicht?
Man könnte jene Reime entweder auflösen in aü : oü oder v. : ü. Die
erstere Deutung empfiehlt sich dadurch, dass ja ae. ü — ne. aü ist, der
Ansatz zum Diphthong mithin irgend einmal stattgefunden haben muss,
und zwar nicht gleich als aü , sondern zuuächst als oü. Lassen wir die
Erklärung aü : oü allein gelten, so würde daraus folgen, dass bei Ch.
noch nicht (oder höchst selten) eine Diphthongirung von ü erfolgt sein
kann. Und dies ist deswegen wahrscheinlich, weil in der Scala ü ~ aü
Ch.’s Sprache im Vergleiche zu derjenigen unseres Dichters durchweg
um eine Stufe zurückgeblieben ist. — In der Sprache unseres Dichters
möchte ich nun neben ü , wenn es auf ae. ü ; u vor nd ; afr. ö (z. B. flor)
u. 8. w. zurückgeht und ne. aü dafür ein getreten ist, auch den Diphth. oü
angesetzt wissen und einen Reim wie oben A 636 : innoghe: alow sowohl
als ü:ü, aber auch als oü : oü lesen ; dagegen in einem Reime wie lowe :
mowe oder bowe (boga)i now ziehe ich die Deutung o.ü: oü derjenigen
von ü : ü entschieden vor.
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A 52 ff.: sa$t: fa^t ( feaht , feohtan): wra^te ( worhte , v.
wyrcan): ca^t (afr. cachier; neu gebildetes praet. nach
Analogie von la%te u. s. w.): fla$t (v. flean? Stratmann
W.): sla$t (sleaht?).
ibd. 1201 ff.: sa$te: na$te ( neaht , niht) : Zagte (v. Iceccan ):
bytatfe (takte, v. tcbcan),
ibd. 518 ff.: wrope: so%t: potf (v. pencan): bro%te: nozjte
(näht oder noht) : £05* (v. <0100, ein aus dem part. togen
neu gebildetes verb.).
G 3,34: wro$t: so$t: po$t (v. pencan).
ibd. 3,29: pop (v. pencan): no%t (näht oder noht): to$t.
Die Bestimmung der Lautwerte ist hier viel einfacher als oben.
Wir haben hier nur die Extreme aü und 0#, dazwischen aü.
Den Diphth. aü haben alle die Wörter, in denen stets -a$t =
-aü%t geschrieben wird. Danach entwickeln sich zu aü vor -kt
a . ae. ea für ursprüngliches ae. a, ae. ß. ae. ea neben i für
urgerman. a gelegentlich, y. ae. ce und ce, welch letzteres zu
c 0, a verkürzt war, bevor sich u entwickelte, tf. ae. d, das
schon zu a verkürzt war, bevor die Verdumpfung eines d zu ä
sich vollzog.
Eine Mittelstellung nimmt der Diphthong aü ein. Es ist
nur eine Consequenz von dem, was wir oben sahen, wenn der
Dichter gelegentlich ursprüngliches aü vor ht mit aü reimen
lässt, daher: wrayte: sa$t. Ebenso gut könnte oben bawe (boga)
mit lawe (Jaga) gereimt sein. Auffällig ist es, dass wir sonst
niemals -a^t für ursprüngliches aü%t im Texte auch geschrieben
finden. Es wäre möglich, dass in diesem Punkte die Mundart
des Dichters von derjenigen der Schreiber abgewichen wäre.
Immerhin bleibt es auffällig. Den Diphth. aü (aü) vor ht haben
a . ursprüngliches ae. ö. ß . ae. d, das nach dem Übergange
zu ö naturgemäss zu ä verkürzt wurde.
Eine dritte Klasse bildet ae. 0 vor ht. Der Diphthong
dürfte zwischen oü und aü geschwankt haben.
Weitere Beispiele für die Entwickelung eines u aus folgen-
dem g, w, A, ht sind jedes Mal unter den betreffenden Vocalen
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teils schon mitgeteilt, oder werden im Verlaufe noch mitgeteilt
werden. Hier lasse ich also nur solche für ae. äw, äg , äh im
Auslaut und für -äht folgen.
äw. a. — me. au: snawe (snäw) G 956. 2003. 2088. 2315.
knaw A 410.673.794. sawle B 1130. 1599. 1626. knawe ibd. 231.
1435. snaw ibd. 222. nauper (näwäer) C 392. A 465. 484/5.
knawez C 296. 519. hlawyng (bldwan) G 1601. vnknawene D 147.
saüle ibd. 273. Der Reim G 3,20: knowe : drowe: lawe ist
natürlich zu verbessern in: knawe : drawe : lawe.
ß. = me. au (ü.), geschr. ow, ou: knowe G546. 1095. 1636.
2094. blowe ibd. 1465. 1913. prowez ( präwan ) A 873. prowen
B504. 1384. knowen B 119. 373. prow C 8 . blowe ibd. 134. 138.
crowes (crdwe) D 71. knowe ibd. 74. 221. 263. soule ibd. 279. 293.
300. 305.
äg. a. = me. au , geschr. au, aw. aune (agen) G 10 . Bll.
1659. 1707, oder auen G 293. B 595. 1222. awen G 836. 1030.
1036. 1038. 1238. D 235.
ß. = me. ou (ü), geschr. ow. owen G 408. 2359. C 286.
owne A 559. B 75.
äh im Auslaut = me. au , qü (ü), stets geschr. ow , og, ogh.
prowe(präh) G1680. wowes (wäh) ibd. 1180. wo^e ibd. 858. 1650.
oghe (äh) ibd. 1526. o%e A 552. wowe B 1403. 1531. wo%es
ibd. 1424. Der Reim A 541: knaw: owe: rawe scheint awe
statt owe zu verlangen, da er mit knaw einsetzt.
-äht. a. = me. - au%t , geschr. -ap, - aght i — ape (= besass.
ähte, Y.ägan) G 767.843. 1775. 1941. a^D27.224. a%t{= sollte,
ne. ought) A 1139. B 122(1). Andere Beispiele als diese kommen
in den Denkmälern nicht vor.
ß. = me. - ou%t , geschr. - 05 ^ o%te (= sollte, ne. ought) A 341.
op (äht, oder öht?) A 274. 1200. B 663. 1092. G 300. nop (näht,
oder noht?) C 6 . 113. 222. 332. 360. 513. A 337. 588. 657. G 961.
1823. 2215. D 1. 56. 101. 208. nopy B 1359.
Bei Chaucer ist äw , äg, äh = oü; - äht = aü%t\ Formen
mit -mxt führt ten Brink Ch. niemals auf - äht zurück.
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S.
ae. ä liefert im me. verschiedene Vocale, je nach seinem
Ursprünge*
a . ä, Umlaut von ae. ä = urgerm. ai, wird me. £ oder l
G 1,7: clene (cläne): grene ( grene ). A 16: hele ( hälo ): wele
(wela). 949 ff. : clene: mene (mänan): ene (eene): glene (afr.
glener , glainer). 160: rere (räran): mere (mere). 980: dreued
(dräfan): Tceued (an. Jcefja). 409: lede (lädan ) : brede (bredan).
643: hete (häto): mete (mete). Aus dem Versinnern: teche
(täcan) G 401. 1069. D 34. hes (häs) G 1090. flesche (/läse)
ibd. 503. 943. 1363. brede (brädan) A 814. brede (brädo)
ibd. 1031. glem (gläm) ibd. 79. 1094. rechen (räcan) B 10. 906.
cleme (cläman) ibd. 312. see (sä) ibd. 1015. 1020. lered (lärm)
ibd. 1551. se (sä) C 308. 313. swepe (swäpan) ibd. 250.
a statt e steht gewöhnlich in solchen Wörtern, die auch
sonst im me. (beiCh.) a zeigen oder doch wenigstens schwanken.
G 3,21: wrast (wrästan): last (lästan): past (v. afr. passer).
ibd. 3,11 : race (räs): space (espace). Vor Doppelconsonanz im
praet. oder part. praet. schwacher Verba: A 1146: lade (setzt
lädde voraus, von lädan): glade (gbsed): hade (heefde). Aus
dem Versinnern: omy oder ani(ämg), niemals myl laste C390*
425 u.s.w. lested G805 dürfte nicht correct sein; lady (Mäfdige),
z. B. G 473. C 30. D 21 ; wrast G 1423. D 220. wrastelez (wräst*
lan) ibd. 525. gast ( gästan . ef. Skeat unter aghast) G 325. wrath
(wrääo) z. B. B 204. 326. 746. wrath (wrädan) z. B. C 431. 518.
lape (lädäu) G 2507. raas (räs) A 1167, aber rese B 1782.
G 1164. 1899. Die zweite Form wird gleichfalls durch den
Reim bestätigt: A 874: resse : neuerpdes . — Verkürzung
im praet. oder part. praet. schwacher Verba : laften fläfan)
A 622. C 405. D 01. dalt (v. dälan) B 1756. G 452. 1662. elad
(v. elääan) A 22. G 885. 2015. D 249 (aber regelmässig inßn.
clepe B 1741). sprad (v. sprädan) B 1607. spradde ibd. 365. D 49.
ladde (v. lädan ) G 1927. 1989. Ähnlich noch mad (gemäd.
go. gamaids ) A 267. madde ibd. 290. B 654. maddyng A 1154.
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Der Reim A 829: swatte : prophete ist vom Schreiber verdorben;
der Dichter schrieb swele (v. swdtan ). cf. swat ibd. 586:
Höchst bezeichnend für den Dihlect ist die Verkürzung des d
und Übergang zu a vor Doppel corisonanz in cldne und seinen
Compositis, %. B. clanly G'393. B 264. 1089. A 2; ctanner com-
parat., A 1100. clannehe C 32. B 1. 12. 1087. cldnsyd (ne. to
cleanse ) D 16.
ae. dal und mast begegnen stets als dole G 719. A 186.
D 6. dool B 216. 69*9 urid most G 638. 914. 985 u. s. w. för -
mast B 494 ist keine Ausnahme.
ß. ae. d — westgerm. ä wird gleichfalls zu P oder £.
G 2,11: mysdede {ddd ) : spede (spedan). 3,3: lete ( latan ):
swete (< swete ). 3,22: slepes ( sldpan ): kepes ( cipan ). A 925:
mele ( mdlan ): feie ( feöla ). 331: grete ( grdtan ): f ortete: mete
{metan'). Verkürzung ibd. 797: melle {mdlan): quelle {cwellan).
ibd. 1118: melle: feile {feol,v. feallan). Im Innern: lened {hld-
nan) G2332. rede {rddan) ibd. 2111. specke {sprdc) ibd. ßl4.
sede (sdd) A 34. wede (wdd) ibd. 748. 766. mepe (mdd) B 247.
565. wete { wdtan ) ibd. 1027. subst. D ß21. weete s. A 1135.
medoes {mddu) B 1761. sele (sdl) C 296. seele ibd. 242. Stete
Verkürzung in: weppen (wdpen) G 292. 368. 1586. B 835.
weppenes G 270.
Eine besondere Abteilung bilden die starken praet. plur. der
Verba nach I a. c. A 835: sete ( v.sittan ): prophete. Im Innern:
seten G 242. 940. 1003. breken ibd. 1(564. schqr ibd. 1337. speken
B 646. stel ibd. 1203. bere D 311. 326.
Ausnahmen machen wieder solche ^Vörter, die gemein-me.
gewöhnlich a zeigen oder doch schwanken. G2,l$: blast (bldst):
haste (altschwed. hasta). A 1043 : stratez (strdi) : plaiez (afr.).
Dagegen ihd. 1059: strete: %ete {giet). Im Innern: stfete Ä979.
1025. streetez B 77. blast B 1783. warlow (wdrlogä) G 258.
B 1560;. ae. drende : arende C 72. arnde ibd. 202. brnde Ü257.
559. 809. G 52 ; fast ausschliesslich a zeigt der äe. St. tdss-x lasse
B 215. 1640. A601. 491. D 104. 247 u. s. w. lassen verb. G 1800.
lasned B 438. 441. les nur A 865 und lest G 591. In Zusammen-
15 3 * '
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Setzungen wie neuerpeles,näpeles u.s.w. steht ganz regelmässig e;
radde (v. rddan) C 406 aus bekannten Gründen; ae. har er-
scheint in der Bedeutung »Haar« stets als here A 210. G 180. 436,
in der Bedeutung »härenes Hemd« (hdre. an. hdra. Stratm. W.)
als hayre C 381, plur. ibd. 373; eine Art Doubletbildung scheint
vorzuliegen; y in ryddelles = radleas B 969, während redeles
G 502. B 1197. Vereinzelt rome (rdman) C 52.
Eine besondere Betrachtung erheischen ae. dr , pdr, hwdr
und wdron plur. praet. v. verb. substant. G 1,20: pare : bare
(bar). 4,11: whare: bare. 3,30: are: pare. 2,7: pore: lore
(lär). 1,14: were: lere (hleor). 2,15: were: pere (afr. per).
4,15: pore: restore (afr. restorer ). Aus A. 164 ff.: ere: pere:
schere (sceran). 739: were: clere (afr.). 1021: pare: wäre:
sware (afr. esquarre). 151: wäre: fare. 454: pore: wore: bifore.
232: wore: schore (score). 142: wore: more. Im Innern sind
die Formen mit e die gewöhnlichen, er z. B. B 225. 616. 834.
D 19. 24. are nur B 438. 441. G 239. 1G32. D 36. p are nur B 1076.
D 262. pourwith = por(e)with B 1384. wore nur B928 und wäre
kömmt gar nicht vor, alles im Widerspruch mit den Reimen.
Überdies hat der Schreiber einen Reim noch verdorben A830:
pere: fare (faru): sware (afr. esquarre), wo statt pere pare zu
lesen ist. cf. A. Brandl a. a. 0. p. 55.
ae. d-j- g = me. aX, geschr; ay (ey). G 3,23: gray (grdg):
onstray (afr. estraier). A 254: gray: gay (afr.). — aywhere
(dghwdr) B 208. 965 u. s. w. ey nur G 1067 : feye (fdge) und
B1003: leyen ( lagon , v. lieg an). Ferner ey. le$en B936.
ae. -dht = me. - au%t , geschr. -ap. taqtte G 1485. ta%t
ibd. 2379.
ae. dw «. = me. eu, geschr. ew. lewed (lawed. go . levjan).
G 1528. B 1580. 1596. D 205. ß. — me. att, geschr. au, aw
slauthe (sldwä) B 178. lawe (hldw) G 765. 2171.* 2175. B 992.
Wahrscheinlich gehört auch raw B 790. G 513. A 105 hierher,
das nicht auf ae. raw, sondern rdwe zurückzugehen scheint,
da row — aü niemals geschrieben wird.
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ae. e = me. ten Brink, Anglia I, 526 ff., behauptet,
dass Chaucer V und e scharf auseinander halte. Zwischen
beiden nimmt er noch eine dritte e- Klasse, das sogenannte
neutrale e an, das bald bald 2 ist, und dessen Quelle vor-
nehmlich das eben behandelte ae. cb sein soll. Mag die Aus-
einanderhaltung so streng sein, wie ten Br. will, oder nicht,
jedenfalls sind obige Regeln wohl zu beachten. Ich habe darauf-
hin die Reime von G*und A geprüft und gefunden, dass in G
alles in schönster Ordnung ist*), während in A mehrfach dagegen
verstossen wird. Ich führe die Reime im Zusammenhänge hier
vor. 29 ff. : f&de (part. perf. w.fedan ) : rede (read ) : dede (dead).
66 ff. : cleuen (cleofun ) : m&uen (afr. movoir): sweuen (swefn).
105 ff. : reu&rez (afr. riviere) : ferez (ferjan ) : berez (heran).
113: stepe (? steap ?) : derpe (depp). 471. ff: yr&ue (afr. grever):
ach&ue (afr. achever) : Wae (ae. lyfan ) : heue (hebban). 974 ff. : pr&ued
(afr. prouver ) : heued (heafod) : Imed (v. leaf, oder He, Umlaut
von ea, dann e‘ und 6)? : heued (an. hefja). 1057 : sweie (swete):
Tjiiie (giet). Wie ist diese Schwierigkeit zu heben? Wir müssen
entweder annehmen: ein Reim zwischen er und e wäre aller-
dings eine grosse Härte gewesen. Der Dichter habe sich jedoch
in The Pearl, dem Jugendwerk (nach Miss Thomas), welches er
sich ausserdem durch ein halsbrecherisches Metrum noch bedeu-
tend erschwert hatte, aus Reimnot hin und wieder solche Härten
gestattet, dagegen in G, dem reiferen Werke, sorgfältig vermieden.
Aber auch selbst dann, wenn ein Reim zwischen e' und ä wirk-
lich einen fremden Dialect anzeigt, brauchen wir deshalb noch
nicht auf The Pearl zu verzichten. The Pearl scheint über-
haupt in einer etwas nördlicheren Mundart, oder sagen wir lieber
*) Ich will es nicht unerwähnt lassen, dass der Reim G 2,24: yede:
leude (= lede , ae. leod) nach der Auffassungs weise Zupitza’s, der ich
mich in meiner Arbeit noch angeschlossen habe, die einzige Ausnahme
sein würde, jedoch glicht nach ten Brink, Z. f. d. A. XXIII, 65. Danach
scheint ten Br., der eo in yede für das ae. ansetzt, Recht zu haben.
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Landschaft, geschrieben zu sein,* als Sir Gaw. Zu vergleichen
ist »The A. of Arther« XXXVI: l&ue (leaf): gr&ue (afr.)*).
Wir kommen auf ae. e = me. & zurück. Weitet Rfeiöie
von ae. e = me. sind : G 4,17 : Jcene ( eene): wene ( wenan). ibd.4,10 :
swete: mete (metan) u. s. w. Vor dem d (t) der schwächen
Verba hat wieder Verkürzung stattgefunden/ G 1,19: bUdde
(v. bledan): redde (v. redan. go. rodjan): stedde (stede). 3,9:
bette (v. betan): mette (y. metan). Ferner vor dem Comparatl-
Suffix - er und im Super!.: swetter C 236. 'swettest B 6Ö9. 1006;
1247 r kennest B 1575. Auch fette (v. fot) B 618. 802 ist an-
zumerken., Zweifelhart ist, ob wype C 454 aäf weäe zurückgebt.
Unmöglich ist es nicht, da vor Dentalen öfters e in i verwan-
delt ist. cf. unter ae. e.
ae. e-{-g = me. et, geschr. ey oder e%. swey (s weg an)
3 788. 1380. G 1429. G 151. 429 u. s. w. swe^e C 72. 236. Eine
Mischung mit an. sweigja mag stattgefunden haben. Hierher
wäre vielleicht auch seye G 1879. B 353. 1686 zu rechnen, das
*segan von *sögan für swögan voraussetzt, s. unter ae. w. —
lagt G 199, wo ay = dt, lässt vermuten, dass ae. leget (liget)
frühzeitig zu leget verkürzt sei.
i.
ae. i bleibt seiner Qualität nach me. unverändert, geschr. y, i.
Beispiele sind überflüssig. Einmal myyn (niin) G 1067. Ver-
kürzung in: schyrrer (, scir ) A 981. lykker C 493. lykkerwys
G 968. lykkest B 261.
i ist gelegentlich zu e geworden in : Steward (sti(g)weard)
B 90.. steropes (stigräp) G 170. heredmen (hired-. Beiträge IX 200)
G 302. e in wegfie (wiga) D 96. 186. pltir. wdies ibd. 73 erklärt
sich aus der Tendenz des Schreibers, gelegentlich e für i einzu-
setzen. cf. unter ae. i und afr. i. wegbe ist auch die vorherr-
schende Form in »The Destr. of Troy«.
o statt i unter Einfluss eines vorhergehenden w in : wom-
mon (wifman) A 236. Dagegen C 511: tvymmen .
*) Die Notwendigkeit einer Specialuntersuchung über das Verhalten
von e‘ und £ in säiumtlichen me. Dialeccten geht aus obiger Vergleichung
zur Evidenz hervor ; ich werde sie in nicht allzu ferner Zeit selbst unternehmen.
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6 .
ae. d nie. ö\ das nicht mit q reimt. G 3,32: gode: stode
(v. standan): rode {r öd). A 1042 ff.: done: mono {möna)\ sone
(söna) : löne (afries. lane, lone). Verkürzung in : softe {softe ) : ofte
(oft) G 2,24. Ferner in: wodder) wöd) C 161.
Ziemlich häufig finden wir in Nm oo statt o geschrieben,
ganfc entgegengesetzt dem sonstigen Brauche des Copisten, der
lange* Vocale sehr selten durch Verdoppelung ankündigt. Die
Verdoppelung soll also hier etwas Besonderes bedeuten : sie soll
Circumflexion des o anzeigen. Wenn dann wieder für oo noch
öfter ou geschrieben wird, so ist darin das Resultat der Circum-
fl&don des o; der Diphthong oü zu suchen, aus welchem durch
spätere Monophthongirung im 16. Jahrhundert der heutige «j-Laut
des ae. 6 hervorging: good G 12& 381. 1414. 1498.2430. B611.
goud z. B. G 668 . 702. 1213. 1500. 1535. 1738. 1861. A 33. 568.
731. 818. C 336, B' 1048. 1447. 1525. goudes B 1200. 1326. gowdez
G 286. louked ( löcjan ) G 792. powlez C 310. Anderer Ansicht
in Bezug auf ähnliche Schreibungen bei Thomas of Erceldoune
und Reime bei R. Hampole und Barbour ist A. Brandl a. a. O.
p. 61 , ohne jedoch auf unsere Denkmäler auch zu verweisen.
Drückte ou den schottischen Ö-Laut aus, wie u , ou nach Br. in
den von ihm a. a. O. citirten Denkmälern , so hätte der sonst
so feinhörige Copist von Nm den Laut auch durch entsprechende
Zeichen kenntlich gemacht. Er hätte etwa ew , eu , u oder o
setzen können, aber niemals ou. Überdies kommt ein Reim
wie forPune (afr.): sone (ae. söna) oder unto (ae. tö ): trew
(ae. treowe) weder in G noch in A vor und ou für ü (Ö) in
afr. Wörtern findet sich niemals geschrieben.
ä statt o in tiefbetonter Silbe: kyndam (cynedöm) B 1700.
1731. D 14, daneben natürlich auch kyndom. Der Übergang
von ö zu a erklärt sich aus der frühzeitigen Verkürzung des ö,
welches danach allerdings mit a vor m verwechselt werden
konnte.
ae. ög, öh im Auslaut = me. ou (ou), ü, geschr. 05 , ogh, ou, ow.
irmoghe G 77. 219. 803. 826. A 625. 649. B 669, inno^e G 798.
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823. 852. 888. A 637. C 528. B 808. dro$ (v. dragan) A 1116. G 1188.
B 71. bo?e (böh) B 616. pl. bo^ez ibd. 1467. G 765. 2077. ho^es
(höh) G 1357. to%e (töh) B 630. slow (v. slean) B 1221. G 1321.
lo%e (v. hliehhan) G 2389. drohen ( drögon , v. dragan) G 1463.
B 1394. slouen ( slöyon , v. sl.) B 1264. swowed (swögan) C442.
wowyng (wögjan) G 2361. 2367.
ae. öw — me. oü (</u), ü , geschr. ow, ou (03). growe (grd-
wan) G 235. 2190. A 31. C 443. glowe (glöwan) A 114. C 94.
rowe C 218. rowwe ibd. 216. vmbegrouen B 488. flo^ed (flöwan)
ibd. 397. stowed B 113. Wie ich über staue , stawe ibd. 352.
360. 480 denke, s. unter ae. d.,
ae. - öht = me. -ou%t (-m%t), geschr. -03^. so^t G 116. A 730.
po$l C 74. broTjte G 853. 862. B 86. ro^t (v. recan) C 460.
ü.
ae. ü erleidet me. keine Veränderung, geschh om, ow .
G2,5: toune : broun : croun (afr. corone). ibd. 1,11 : loute (lütan):
doute (afr.). A 990 ff. : doun : broun : toun : renoun (afr.) : tenoun
(afr. tenon). G 4,13: nowe (nü): browe (brü). Aus dem Innern:
lowhez (lücan) G2007. loulced ibd. 217. cowpe ibd. 1125. 1486.
2273. roum B 96. bour ibd. 129. rowtande (hrütan) ibd. 354.
clowte z (clüt) ibd. 367. D 259. now C 282. 413. toune D 229.
ov = ou in hov und nov gelegentlich in B 140. 915. 1110. 1150.
921. 1008. 1015. 1111. Dass in der Handschrift Hm ae. -ün
häufig durch - on ausgedrückt ist wie bei Wörtern aus dem afr.
(s. unter afr. 0), weist sie ins 15. Jahrhundert, cf. Brandl a. a.O.
p. 61. done = doun 37. 311. tone = toun 5. 26. 34. 57.
Vereinzelt : abute G 290. muthe G 447.
Verkürzung wieder vor Doppelconsonanz: G 4,11: lutte
(v. lütan): dutte (v. afr. douter). Im Innern: lut = lüt-te
G 418. 2236. clutte (v. dütjan) B 40. suppe (süpan) G 151 (!).
vtter (üttor) C41. B42. G 1565. vp; vppe B 1421. prudly (wie
clanly oben) B 1379. 1466. pruddest B 1300. vtwyth A 969. B 14.
— ae. bütan , conj., begegnet stets als bot, als praepos. regel-
mässig bout G 361. 1285. C 523 u. s. w. Kurz, weil mit wenig
Nachdruck gesprochen, dürfte auch ae. üs schon im me. ge-
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worden sein, stets geschr. vus; vs nur G2246. D340. cf. vunder
= vnder A 775.
ae. ü + Gutt. = me. w*, geschr. ow , 03, ogh , W3, ugh . ftowcd
(bügan) C 56. 441. A 126. B 502. D 194. 58. ro$e (ruh)
G 745. 1898. 2162. roghlych C 64. rugh G 953. pu$t ibd. 843.
848. 1578 (von pyncan).
0
a. ae. y , Umlaut von w, = me. i , geschr. y , ?. G 2,4:
pryde (pryta): syde : tyde. A 725: vndefylde (fylan): chylde.
ibd. 356: Jcype ( cydan ): mype {nndan). 973: vnhyde (hpdan):
syde. Im Innern: hyth (<$<?) G460. 2120. hyde (hyd) ibd. 1332.
fylpe B 6. C 290. A 1060. fyled B 136. leite ( cyta ). ibd. 1697.
wyschande ( wyscan ) A 14. Für y begegnet einige Male die
Schreibung uy : huyde B 915. huy (pl. v. cü ) B 1259. u statt y
regelmässig in burde ( bryd ) G 613. 752. 942. B 378. 653 u.s. w.
u in fust ( fyst ) B 1535. G 391, doch fyste B 1723. busmer
(bysmer) B 653. D 214. Der Grund für diesen Übergang in u
dürfte in der frühzeitigen Verkürzung des ae. y zu suchen sein.
ß . ae. $, als Vertreter von älterem westsächsischen ie, ie (Um-
laut von ea, eo, eä , eö) = me. e\ G 3,24: here : clere (afr.).
A 322, 334 : mysse^eme (gieman ) : fleme ( flyman ) : deme (< deman ).
ibd. 469: leue : greue (afr. grever). ibd. 1045: nede: drede (cf.
dreedan). ibd. 1181: reme (hryman): queme ( eweme ). Im Innern:
lemed (lyman) G 591. herhened ibd. 775. hersum ( hyrsum )
ibd. 932. serlepes ( hlyp ) G 501 {serlypes A 994). bresed (bry-
san ) G 305. B 1694. remen ( hrpman ) C 502. A 858. flees ( flys )
B 1476. schene ibd. 170. peft (piefde) ibd. 183. stere C 27.
tened ( tynan ) G 1169. 2501. bedels (bydel) D 59. 111. Ver-
kürzung : nedde (v. npdan ) A 1044. herre (v. heah ) G 333.
Sa.
a . ae. ca = urgerm. au = me. e. Dass es in A mit e‘
reimt, wurde schon gesagt. G 3,33 : leue (leaf) : weue (wefan ) :
greue (gretf. Anglia I p. 542). A 1153: ere : dere ( derjan ). A90:
grete (great ) : bete (beatan ) : retrete (afr. traitier ) : gete (gietan). 954:
chese ( ceas , v. ccosaw): (afr.^a^c) : rcZcs (afr. relaissc). Aus C:
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teme (team) 37. ere 64.’ est 133. . beten 248. reue (reßßapi)^!* —
bede (v.beodan) B 130. sem(seam) ibd.555. lee (lea) G849. 1893.
fres ( freosan ) ibd.728. cheke(ceace) ibd. 1204. betneibmm) D 182.
a statt e in gruttest (v. great) G207. 1326. 1441. B 1645. D5. 37.
chaffer (ceapfaru) G 1647. ßrat' (pröat?) C 55; pratten (perf. v.
preatjan) B 937. rafte (v. reafjan) ibd, 1142. ,1431. 1739. Die
a-Formen durften sich aus einem älteren & erklären, welches
an die Stelle des aus ea monoghthongirten e getreten war.
cf. ten Br. Ch. § 46 Anm. lopen (v. hUapan) G 1413. B 9(90
wäre dann weiter behandelt wie oben ae. ddil, west u. s. w.
ß. ae. eaw — urgerm. aw = me. eü, geschr. eia, w (=■«*), eu.
Reime fehlen, sewes (s$aw) G 124. 889. seuez B 825. Reuten
(v. heawan) G 211. 477. 789. D 47. hwen G 1346. 1353. sehewed
B 122. 553. 840. D 180. scheued B 250. ferne A 572. pewes(peaw)
C 30. Einige Male aw = aü statt ew in schawe G 27. B 1599. 1626.
sawez G 893. Der Vorläufer von me. aw 1 ist cew = eew — aw .
ae. ea -f- Gutt. = me. ij (i), geschr. y%: Ich füge hier auch
Formen von ae. seon ein , die sehr wohl auf seah nach ten Br.
Ch. § 41 Anm. zurückgehen können. G 4,4: hy%e ( heah ).: ly
(praep.) 1,11 : hy$e : cortaysie . 1,10 : y%e (eage) : Studie .
A 454, 466: hy$e: by$e ( beah ): cortaysie . 1033: sy%ei asspye
(afr. espier ): plye (afr. plier). ibd. 302: y%e : sy%e : ly%e (lyge):
sorquydry^e (afr. surquiderie). Aus den Reimen geht hervor,
dass 5 beinahe verstummt sein muss. Daher konnte es sich
ähnlich wie in sorquydry^e (in erster Linie durch den darüber
stehenden Reim veranlasst) auch in einige andere französische
Wörter einschleichen, ohne die Aussprache wesentlich zu alte-
riren. s. unter afr. i.
Im Innerh treffen wir neben y; äuch ej ziemlich häufig,
ej gehört ohne Zweifel gleichfalls dem Dichter an, da es die
ältere Form für y; ist. hy%e G 607^794. 932. 1033. 1040. 1138
u. s. w. he^e ibd. 48. 222. 223; 281. 732 u.,s. w. % 5 e,C434.512.
he%e ibd. 463 hcxf, (heahdu) G 788. A 1031. hy%t A , 219, 398.
ser, ibd - 302 698 * 1155 * B 209 398 - 1710 C m. segh A 790. 867.
sy$c B 788. 985. ftezp (v. fleon) A 431. vwibetezfi (v. teon) ,G 770.
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Dass sieb in Hm niemals -y; findet, sondern statt dessen immer
~egb = -er,, bat seinen Grund zum Teil in der Trübung von i
zu e, worauf wir schon gelegentlich stiessen, bei ae. i, i. heghe
D 137. 941. 223. eghene 194. 330 u. s. yr. — aa$ A 1021. 1147
entbricht genauer ae. seah für *$ah- flaye (v. fleon) G 459.
2274. 2270.
Die Etymologie, die ten Br. Ch. § 40 Anmerk, fpr Gbauc.
pough, conj. (ae. ßeah) aufstellt. passt auch für den Dialect
des Sir Gaw. Doch ist vorauszqsetzen, dass mndl. (hob wo-
möglich schon mit offenem o ins me* eingedrungen sej.
Dann ist es behandelt wie ae. bgga, loga u. s. w- Wir finden
nämlich stets p% in den Denkmälern geschrieben (mindestens
50mal), Pot, nur G 69. A 344- Pof G 624- D 320. Dagegen
E. Brate’s*) Etymologie von an. *ßdh ist zurückzu weisen, weil
*J>ah behandelt wäre wie oben hob, (ah, höh n- s- w., die nie-
mals .den Diphthong aU haben können-
So.
a. ae. eo = urgerm. tu, oder = ae. So aus Gontractionen
entstanden, wird me. t, geschr. e, selten ee. G 2,9: sene ( seon ):
grene. A 290 ff. : be: pre (ßreo ): fle (fleon): se : fre: countre
(afr.). 880: dere ( deore): cler (afr.). 266: lef ( leof ): pef ( peof '):
bref (afr): meschef. 854: bereste ( bröost ): creste (afr.). Aus
dem Innern : bede G 344. 2012. wex G 319. ber (beor) G 129.
lese G 2147. Teste A 9. see B 68. 192. 262. 576. leede B 772.
ledez 97. 256. 308. D 150. 200. ledisch B 1556. sterne (steorn)
C 149. lep (v, hlöapan) C 179. deuel ( döoful ) C 196. sprete
(spreot) G 104. bete (v. beatan) D 9. — Verkürzung des e:
derrest (v. deore) B 115. 1118. 1306. G445. 483. D29. lemman
(leofman) A 763. 796. 805. 829. B 1352 u. s. w. beddez ( Modem ,
t. biddan beeinflusst) G 1374. feile (v. feaUari) G 1588. feilen
ibd. 1425.
0 statt ß zeigt ein Umsprangen des Accentes an: chose
G45J. 1271. 1512 u. s. w. lose G 198. 3fi4; bestätigt durch den
*) E. Brate : Nordische Lehnwörter im Ormulmn. Dr.-Diss. Upsala 1884.
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Reim A265: lose: porpose (afr.), oder ibd.908: lose: rose (afr.).
lost 6 69. 675; mosse (meos) 6 745; ho (pron. fern.) — ae. Uod
ist in der Form leude, leudee u.s.w. in G am gebräuchlichsten,
z. B. 675. 851. 908. 1109, während in den a. p. diese Form nie
anzutreffen ist ! Der Reim G 2,24 : leude : %ede (ge-eode) dürfte
e erfordern. Einzeln kommen auch lüde G 232. 449 und davon
ludich B 73. 1375 vor. Was die Schreibung eu, u recht be-
deuten soll, steht nicht ganz fest, eu ist ohne Zweifel = u.
Das beweisen z. B. Stellen aus »William of Palerne« und den
Alexander-Fragmenten (beide ed. Skeat für die Early E. Text
Soc.). cf. beurd (— burd = ae. brpd) Alex.-Fr. 205. 224. 228.
beurnes (= burnes. ae. beorn) ibd. 2. 9. 55. 110, oder lud
W. of P. 77. 211. 390. 452. Alex.-Fr. 176. 231 u. s. w. Was soll
aber u nur in dem einen Worte lud, oder drwry ( dreorig . w=u)
A 323, das man auch hierher ziehen muss? Einen Anhalts-
punkt bieten vielleicht Schreibungen in den Alex.-Fr. wie chused
(ciosan) 140. hue (heo). must ( mdst ), so dass also leud, lud für
löd stände, und dann hätten wir in leud, lud den schottischen
ö-Laut*). — y statt e in wythhylde (v. healdan) G 2168. type
B 216 setzt nach ten Br. Ch. § 21 Anmerk. 2 *tigoäa (für *teoäa)
voraus.
ß . ae. eow = urgerm. iw aa. = me. eu , geschr. ew , w,
selten u. Die Schreibweise w ist wie oben nur ein andrer
Ausdruck für u. G 2,6: nwe (neowe): trwe ( treowe ). 3,13:
hewe (heow): salue (afr. saluer ): remwe (afr. remouvoir).
A 890 ff. : Tcnewe (v. cnäwan) : hwe (heow): vntrwe : remwe (afr.
remouvoir): swe (afr. sivre): due (afr. part. perf. v. devoir).
Aus B: rwez (hreowan) 290. 561. trwe 759. hwed (v. heow) 1045.
knew 281. 61; aus C: knew 265. 417. D 285. rwe C 176. 502.
*) Es liegt nahe, in Übereinstimmung mit den oben herangezogenen
Beispielen, denselben Laut auch für me. u = ae. eo vor r (s. ae. eo ß , yy),
für u in burd u. s. w. anzunehmen. Dass wir in diesen Fällen nicht, wie
zu erwarten gewesen wäre, gelegentlich auch eu für u in unseren Denk-
mälern geschrieben finden, zeigt, dass leud , lud mit seiner doppelten
Schreibweise aus einem Nachbardialecte herübergenommen ist. leude ist
für die Überlieferung von G charakteristisch.
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new D 6. 14. truly G 380. 401. true ibd. 1210. 2240. crue (v. crär
wan) ibd. .2008. ruf ul 2076. true A 311. huee 842. hue 873.
true B 702. hues ibd. 1483. Weswegen für ew auch u, w ge-
schrieben werden kann , ergibt sich aus den obigen Reimen ;
ferner s. unter afr. u. — Unter Betonung des 6 in eow erhalten
wir me. ßß. oft (ü) und au. aü z. B. trow (treowjan) G 373. 813.
A 933. B 1449. 1803. C 127. 299. D 204. 255. fowre (feower)
G 2101. 2225. A 870. 886 . B 540. four G 1332. fourty G 1425.
D 230. fourre B 1244. (forty B 224. 369 u. s. w. furpe A 1005).
— aü ist bei weitem häufiger : trawe G 70. 1396. A 282. 295.
B 655. 1335. 1686. fawre B 938. 950. faurty ibd. 741. 743. faure
ibd. 958. 1015. 1683; ausschliesslich steht aü in den subst. ae.
treowäe und *hreowde: trawpe G 626. 1050. 1545. 1638. A 295.
B 63. traupe B 1490 u. s. w. rawpe B 233. 972. raupe A858.
G 21. 284 u. s. w. — Hm kennt den Diphth. aü für ae. eow
überhaupt nicht: trouthe D 13. 184. 268. routhe 240!! — Eine
ständige Ausnahme in beiden Handschriften bildet ae. eow y
pron. pers., eower u. s. w., ae. eow hier = me. ü. Das beweist
der Reim G 3,27 : yourez : honourz . Der ^’-Laut in yow , your ,
yourez u. s. w. (yor A 761. B 615 wie afr. -owr, -or) schreibt
sich aus dem nom. ae. gö = me. her.
Bei Chauc. ist ae. - eow = oü.
ae. tfo + Gutt. = me. y%. G 1,9: ly%t ( leoht ): myzf, . A500:
ly%t: almy^t. — dry^e (dreogan) B372. 598. 1032. py%e ( peoh )
ibd. 1687. Über Verstummung des 5 s. oben. Auch hier treffen
wir e% statt y;: dreqe B 1224. G 256. ae. eog und eag sind
also gleich behandelt, im Gegensatz zu ae. eg, das stets den
Diphth. dt und nichts anderes liefert, cf. ten Br. Ch. § 41
Anmerkung.
eä .
ae. eä , gewöhnlich nach g, sc } für ae. <£, ä wird zu ä
oder 5.
a. me. £*, e. G 1,5: Tfire (geär): fere (afr. fier). A 411:
sehede (sceädan) : lede (ladari). Im Innern : %ere A 503. 505.
588 u. s. w. schep ( sceäp ) A 801. 5 c {ged) G 1498. 1729. D 273*
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schedels G 506, dagegen schddden G 727. ichad ibd. 1690. Gfetade
diese beideh Formen zfeigen zur Evidehz; dass in äe. sceddan
das ed für dt (= ae. *d = urgöfm. ai) stChft. cf. uritöf fee. «&
— Ferner nere (nedr) G 1995. B 1558. 414: compar. werte
G 237. 556. A 283. C 85; ae: nCdh = me. ne^(e); negh{c).
nyvjs hur B 484. 704. nie% G 1922. nieder A 688; söhst immer
he$(e) A528. G 867. 929: 1037. 1771 u. s. W. wdneßke D 119.
ß. me. 5 G 4,5: %ore {geärd als adv.): sote (ae. där).
A 982: schon ( sceun , V. seinem j: Johan (== Jdri). ibd. 2i3:
schon : hori ( bän ). 557: %ore : hyfore. zprC A322, überall adv.;
als subst. treffen Wir es in der Form -zpre niefrtals. %omerlß
{gkämor-ligd) B 971. Hierher wäre auch nogke ( heäh ) G 69 7
zil rechnen, wenn es nicht, wie aticK Morris vermutet, in seiner
Vereinzelung ein bldsser Schreibfehler ist.
b. Altenglisehe Gonsonanten.
«. Läbialreihe.
bi Von b ist nur zu bemerken, dass nach kurzen Vocalen
ae. Gemination entweder geblieben, oder me. sich neu gebildet
hat: dubbed G 75. 193. rybbee ibd. 1343. 1378. webbez ibd. 71.
habbez B 75. 95. 308. habbe 105; doch auch habee ibd. 555.
b ist abgefallen in clam (v. climban) B 405. elym ( dimban )
A 1072, durch den Reim auf: brym ( brim ) gesichert. Auch
das Schottische liebt b hinter m nicht: cf. lam = lamb, dum
= dumb u. s. w. bei J. Murray : »The dialect. of the Southern
counties of Scotland«. Transactions of the Philological Society.
1870—72 p. 120.
Unorganisch ist b angesetzt in cambe (v. cutnan ) : lambe
A 775. cf. unter ae. a. Ferner in sbumbe (sluma) G 186. 466;
dagegen noch nicht in slomeryng G 1182, auf welches däh.
slüMre, schwed. slumra nicht ohne EinfliiSs gewesen zu sein
scheint. Ferner in lymmes (ne. limb) A464. G868. 1332; end-
lich in wamel (ne. Io wamble) G 300.
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53
pi Gemination desselben wie bei 6 : steppes G 435. 570.
stepped ibd. 1191. cruppekz ß 103. clyppt (clyppan) B 418.
wapped ibd* 882. dipped G 243. appulle D 285. cuppe ( cup )
B 1461. 1520. swypped ( swipjan ) B 1253. lippes D 91. dropped
G876. droppande ibd. 383. D 320, doch auch dropez G 519.
Wenn hach ursprünglich langen Vocalen Gemination eingetreten
ist; Weil sie verkürzt wurden, so sitid solche Fälle — ein für
alleihal sei es gesagt — stets unter den betreffenden Vocalen
sdioh Zur Sprache gekommen; also über pp in me. weppen
=** ae. wcbpen s. unter äe. über vppe — ae. üp s. unter ü.
Dass in vpon und dergleichen p nicht verdoppelt ist, rührt da-
her, dass sich der Schreiber vp und on gesondert geschrieben
dachte, Wo also p am Ende stand. In diesem Falle wird näm-
lich p riiem/ds in Nm verdoppelt. Und wie pp 9 so finden wir
äuch sonst, wenn kurze Vocale vörhergehen, Döppelconsonanz
— dies sei gleichfalls ein für allemal bemerkt — niemals oder
ausserordentlich Selteri am Ende. Dadurch, wie auch durch
vieles Andere kennzeichnet sich Nm als gute Handschrift, cf. ten
Br. Gh. § 96. Wie sich Hm in diesem Punkte verhalten haben
würde, können wir nicht sagen, da dort durch das sögen, un-
drganische e alle Spuren verwischt sind.
Inlautend nach den Liquiden in und r ist ebenfalls einige
Malte Gemination eingetreten: helpptz G 2209. hamppred (ne.
to hamper Sk. a. a. O.) B 1284. Ausnahmsweise nach s : hasp-
pez (rie* tö hasp) G 1388.
p ist folgendem / assimilirt in chaffer (ceap-faru) G 1939.
/. aor. Im Anlaut erhält tes sich überall: einmal ff: ffttshe
D 89. In »Morte Arthur« (ed. Brock) ist ff für / im Anlaut und
Inlaut besonders häufig. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass
diese Eigentümlichkeit aus dem Celtischen stammt, wo ff = f
Und geschrieben wird. — ßß. Inlautend erhält sich f nur
dann; wenn es an einem folgenden Conson. eine Stütze hat:
lifloä (Ufldd) G 133. Mifly G 606. stafful G 494. luftalJcyng G 927.
Itifly A 880: fafljfly B 81. lufsoüm A 398. derfly G 1183. B 1641.
fylfie A 1005. Zwischen Vocalert geht f in u — v über.
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behouez (behöfjan) G324. G 151. fyue G 627. 632. rouez (ne. roof)
G 799. deuel G 274. D 15. euez (efese) G 1178. schaued (ne. to
shave) G 1331. euenden (durch Svarabhakti aus efnan) G 1345.
knyuez (cmf) G 1373; statt G4,2: knyffe: bilyue : ryue (an. rifa)
ist knyue zu lesen; ebenso G 4,6: haue (he. to have ): staue
( stcef ) : saue (afr. saver) statt hafe — haue, heued (heafod)
A 459. 465. B 876. 1707. G 219. Reim A 980: heued: dreued
(drdfan): preued (afr. prouver). seuenpe A 1009. douue (düfa.
ms. doune) B 469. dowue ibd. 485. schowued ( scüfan ) G 2083.
C 246. B 44. haueJces (hafoc) B 537. Icnaues (cnafa; daneben
cnapa. cf. G 4,6: knape : schape (seieppan)) B855. Mit bekannter
Verwechselung von v und w: schowen (scofjan) G 1454. pewes
( peof ; ist nicht zu bezweifeln) B 1142. chawles ( ceafl , durch
Svarabhakti) C 268. Wo sich f dennoch behauptet hat, da
schwebte dem Schreiber von Nm Verdoppelung vor, d. h. f stand
wieder vor Consonanz: stifest G 260. B255. Tdyfez (clyf) A 66.
lyfed A 483. trulofez G 612. lufez s. ibd. 1786. lufud G 2368;
damit cf. stiffe G 2099. B 983. styffest G 1567. clyffe G 1431.
A159. klyffez G 1166. 1722. 2078. A 74. B 405; ausD: loffyng 292.
Vereinzelt aus Nm: hafyny A 450 (gegen hauyng ibd. 753).
gafe = gaf (v. giefan) G 1860. Hm ist hinsichtlich der Regel
viel ungenauer: lyfe D 150. 224. 315. 347. ftfe 208. drofe=drof
(w.drüfon) 117. s. oben.— Nach denLiquiden l, r und vor folgendem
Vocal geht f 9 mit wenigen Ausnahmen, ebenfalls in u = v über :
halue G 165. 742. 326. 692. aluish (celfisc) ibd. 681. wölues (wulf)
ibd. 720. syluer A 77. Reim G 1,6: hymselue : twelue ; doluene
(v. delfan) D 4 99. behalue ibd. 181. w statt u: piselwene D 185;
derue (dearf) G 558 (Warum vermutet M. derne für derue?)
deruely G2334. B 632. heruest B523. Vereinzelt: wolfez B 1676.
Wenn in Hm so häufig gegen die Regel gesündigt zu sein
scheint, so kommt es daher, dass der Schreiber hinter das End -f
immer noch ein unorganisches e gesetzt hat: dalfe (v. delfan)
D 45. derfe ibd, 99. our seife ibd. 170. my seife ibd. 300. = dalf,
derf u. s. w. — yY* l m Auslaut ist nur f gestattet : stif G 34.
of ibd. 983. perof ibd. 984. B 604. A 161. 410. haf G 2218. 2247.
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A 252. lufG 1086. 1284. 1524. abof (abufan) B 38. 1120. C382
(weit häufiger ist natürlich äboue). derf C 166. Reim A 779 ff.:
vyf (unf): lyf (lif): outdryf (drifan): styf : stryf (afr. estrif).
Ausnahmsweise: clyff (= clyffe, dat. sing.) G 2201.
f ist abgefallen gelegentlich in of:oG 615. A 309. 429 ;
of = a in adoun G 254. A 988 u. s. w.; ausgefallen ist f in han
(*hafen, *hafn, *hafne für *hafaä) y in hade! hed (neben heued,
s. oben ; in G nur die contrahirte Form!) G 180. 183. A 209. C 271.
375. forhedez A 870. hedde D 281; twelmonyth (twelfmönafi)
G 298. 383. 2243. bihode (behöfjan) G717. A 928. bos (behöfes)
B 687. A 323. dele (deoful) G 2188; Iwd (hldford) und lady
(hldfdige). Reim A 362: lorde : remorde (afr. remordre). —
f immer assimilirt in: wymmen G 1269. C 513. womman A236.
lemman (leofman) G 1782. B 1352. A 762. 795. 804 u. s. w.; in
lemanez = lemmanez B 1370 scheint es ganz ausgefallen zu sein.
w . Wie v mit w , so wird auch umgekehrt w mit v ver-
wechselt: vyf A 772. vyuez ibd. 785. veued (wdfan) ibd. 975.
vayned A249. ver (wer) G 866. ansuare D 127. 184. Die Schreib*
weise u statt w nach Vocalen, sowie die Vocalisirung des w
wurde schon behandelt. — In die Verbindung dw schiebt sich
manchmal ein o ein, das sich aus dem w entwickelt hat: dowel -
lez (dwellan) G 566. 1075. 1082. dowelled B 376. 1196. 1674.
1770. G 69. 422 (daneben dwellez B 158). dowyne ( dwinan )
A 326. 667, dafür dewine A 11; ähnlich sower = swer ( y.swer -
jan) B 69. • Ferner boro%t A 628 bereste ibd. 854. Über solche
Gleitlaute cf. H. Sweet: »A Handbook of Phonetics«, § 242.
p. 112. 125. — Über die Verbindung ae. cw s. unter c. — w stets
vocalisirt und mit i vermischt in such (niemals swich! seche
G 1543). — Contraction und Ausfall eines anlautenden w
gelegentlich: nere (= ne were ) B 21. G 244. nas (= ne was)
B 727. 1226. 1312. C 223. D 285. nyl (= ne wil) B 1261. C 41.
nylt C 346. nel B 513. nolde (= ne wolde') B 805. 1091. C 91.
220. G 1054. 1661 u. s. w.; jedenfalls auch not (= ne wot)
G 1053, wie M. mit Recht vermutet. Ausfall eines inlautenden w
vor o: sou^ed (swögan) C 140.
w noch nicht ausgefallen in ßwong = ne. thong G 194. 579.
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66
m. Es ist wenig darüber zu sagen. Gemination nach
kurzen Vocalen: summe (sum) G 28. 891. 1301. B 388. C 166/6.
A 507. D 100. 276 u. s. w. cummen G 60.62. commen G 2491.
commes G 1476. 248. A 847. lymmes G 868. 1382, aber auch
lymes G 139. B 175. cumen G 533 u. s. w. — m abgefallen in:
betwene ( betweonum ): sene (sSon) A 44. cf. ibd. 140. C 135.
D 196 u. s. w.
ß. Lingual reihe.
d . Es ist nach kurzen Vocalen zuweilen verdoppelt, be-
sonders auch bei Verben, ähnlich darin flem ne. bryddes (ne.
bird) G 166. 509. 745. B 1482. biddes (ne. to bid ) G 370. 199^
A 520. B 154. C 337. bidde G 1089. Q 51. liddez G 446. J2Q1.
D 67. 72. gladdest A 1109. gladdßr ibd. 231. spdde (ß<z$) A 88i6.
D 324. B 640. 1286. stedde G 439. bedde ß 14H. 1191. beddm
G 853. Goddee B 370. 1036. C 63. 345. Qodde C 204. dißden
(v. dm) G 1327. fordidden A 124; wq der einfache Gons,
steht, da dürfte der vorhergehende Vocal in diesem Falle mit
schwebender Betonung gesprochen sein : Gode# G 326. A 63. 822.
B 499. dyden A 633. — Ohne ersichtlichen Grund findet aicfi
dd auch einmal nach langem Vocal: dowddez (cl4d) B 951 . — »
d am Ende : prid ( pridda ) A 1003- G 2356. B 69. bid G ß44.
ryd (hreddan) G 364 u. s. w.
breyped B 1421 verdankt sein p dem an. bregda; ähnlich
quethe (cwide. an. quidr) G1150; hundreth (an. hundmd) A 1 106.
G 743. 1144. B 442. hundrepe A 868. (Daneben hundred B 315.
D 58. 208) ; perue (cf. an. perfiligr) B 635.
Statt d ist nach n und r einige Male t gesetzt : l<mb G 322.
bront ( brand ) G 588. 1584. winthole G 1336. hyntly A 689.
brentest (brand) B 379. wesaunt G 1336. lortschip G 849.
Ähnlich dyt (== dide, v. don) A 681 , wahrscheinlich auch way-
mot C 492, und die Reime A617 : abate (praet. v. dbidan) \ late :
gate . A 1156: walte (weide): malte ; und ibd. 689: yot (ge-eode):
spot (dän. spot?). Morris vermutet für yot — got y und Förster
a. a. O. schliesst sich ihm an ; doch ist got als praet. sing, von
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gietan sonst nirgend in den Denkmälern belegt, während andrer-
seits das t in yot =*= geeode , an welehes sich beide stiessen,
abaie u. s. w. zur Seite hat. Andere Beispiele s. unter afr. t
und an. d. — d ist eingeschoben in ae. eolra - vor super!.:
dlder-truest G 1486. alder-grattest D 3. 337 ; dieses d ist dann
wieder zu p geworden: G 1441. B 699. 1379. 1637. 1666. —
d ist noch nicht abgefallen in : bynde, wodbynde (ne. woodbine) 1
G 444. 446. 459 u. s. w. — d ist angefügt in : monkynd B 564,
während A 636 noch marikyn . — d ist verdorben zu g in dem
Schwur G390: bi Gog. — Ausgefallen ist d in: answare G241.
275. 386. D 127; enleuenpe A 1013; gospel A 497; boun (v. bin-
dm) G 548. Reim A534: boun: rnoun (mugon). — d noch
nicht zu ne. th verschoben in : fader C92. A 322. G919 u. s.w.;
moder A435; geder (geador) in seinen compos. togeder , gederen
u. s. w. C 527. G 743. 777. 1326 u. s. w.; wheder oder whider
C 202. G 1053; Uder A 249. 517. D 8; peder oder pider G 72.
A 723. G 402. 935 u. s. w.; weder (weder, ne. weather) B 444.
1760. G 2000. Skeat a. a. O. denkt bei ne. weather an Ein-
wirkung von an. veär. Vom Standpunkte unseres Dialectes aus
ist dem entgegenzuhalten : wenn me. weder von an. veär beein-
flusst wäre, so müsste dies vor allem in dem Dialecte des Sir
Gaw. u. s. w. geschehen sein, weder ging später ebenso selbst-
ständig in weather über, wie z. B. / oder in father.
t. Nach kurzen Vocalen wieder Verdoppelung desselben:
watter (yxeter) G 2231. watteres B 437. 496. 1776. C 134. 138.
lyttel G 30. 418. A 301. 387 u. s. w. bytte (bit) G 2224. 2310.
brittened G 2. wytte (wit) G 1394. wyttes G 1755. 2193. wytte-
nesse G 2523. guttez (gut) G 1336. C 258. better (betra) B 80.
G353. A 341. falte (fcet) B 802. kaltes (heet) B 1209. peratte
(at, praep., adv.) B 1554; daneben aber auch: water C 141.
152. 243. A 107. 111; gotez {gut) C 310; lytel G 2267 u. s. w.,
wo der vorhergehende Vocal schwebend zu sprechen ist ; daher ein
Reim wie A 513: perate : date (afr.). Verdoppelung ferner beson-
ders in der Flexion der Verben, ähnlich dem ne.: puttyng B 46.
sitte G 88. 906. C 93. 261. D 35. 293 u.s. w.; endlich gelegentlich
5 *
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58
nach den Liquiden n und r: dynttes 6 202. henttez ( hentan )
B 710. hertte (ne. heart ) B 620. herttez C 2. B 516. G 1154.
herttez (ne. hart) B 391. 535; vereinzelt auch nach anderen Con-
sonanten: kysttes ( cyst ) C 159. sagtet C 529. de^tfers B 899.
aftter G 543. — t am Ende : put C 33. 68. A 267. knot ( cnotta )
G 1431. 1434; ausnahmsweise: whatt (hwcet) B 845. sett , infin.
G 1971 ; in Hm kann sett 21. 24. 84 nicht auffallen. — d statt t
immer in proude (prut ), pryde ( pryta ). A 401: pryde : byde
(bidan). G 2,4: pryde : tyde (tid). — p statt t: bopem ( botm )
G 2145. C 184. 253. bopom B 383. 450. bothem C 144. fyfpe
{fifta') A 1005 nach Analogie der anderen Ordinalia; throghe
(troh) D 47 unter Einfluss von an. pro. — t ausgefallen in:
blossumez (blöstma. ne. blossom!) G 512; fylsened (cf. fulstum -
jan) B 1167. 1644. D 124. — Angefügt ist t in: hest (hds)
G 1039. 1092. B 94. 1636. A 632 u. s. w., daneben noch hes
G 1090 ; in : bytwyste (betweohs ) : lyste (ly st) A 464. — Noch
nicht abgefallen in : gorst (ne. gorse) B 99. 534.
p. ä. An der Schreibweise ist kaum zu sehen, wann wir
stimmhaftes*), wann stimmloses th vor uns haben. Nm setzt
fast immer p , Hm in der Regel th. Die beiden Laute dürften
sich verteilt haben, ähnlich wie bei Chaucer. Danach hätten
wir im An- und Auslaute stimmloses th. aa. Im Anlaut;
es wird immer p geschrieben, auch in Hm. Da mehrere Wörter
in Nm mit th und p abwechseln, so liegt die Vermutung nahe,
diese hätten stimmhaftes th auch im Anlaut gehabt. Es sind:
thenne, then B 240. 1357. C 337. 101. A 362. G 619. 1046.
thus B 161. G 107. 1177. there G 109.232. 1601. that A 431. 712.
B 1035. these C 29; sonst th nur einmal in tho^t A 1137.
ßß. Im Auslaut; sehr häufig steht th für p , z. B. douth G 61.
A 338. soth G 84. 2051. A 481. wroth G 319. 1200. 1706. B 5.
kyth G 460. couth G 1299, aber coupe! moufh A 183. 802. deth
A 651. breth (brced) G 145. wrath (wrdddo) C 403. north G451
u.s.w.; stets wyth , forth! Dass man aber hier von der Schreib-
*) Besser als tönend. W. Vietor a. a. 0. § 73. Anmerkung.
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weise nicht auf die Aussprache schliessen darf, zeigt unter anderen :
wit = ivith G 113. witinne G 1435. wit D 165. 341. yy. Im
Inlaut zwischen Vocalen oder zwischen r und Vocal stimmhaft ;
geschrieben in Nm p, seltener th , in Hm th, seltener p; z. B.
sope G 212. G 355. 403. sopely B 657. sopes B 1598. sothe G 1825.
B 515. sothely B 664 u. s. w. — Gontractionen wie atte laste
u. dergl. sind unsem Texten unbekannt, cf. G 1027. 1323; 1410.
1555 u. s. w. — t statt th, p immer in syp (gesihä). cf. A 226:
sy%t: py%t (part. perf. v.piccan). ibd. 984: syp\ bry$t; in peft
(piefäe) B183. Ein Schwanken findet noch in ae. heahäo statt:
he%t A 1029. G 788. hy^t C 398. G 332. he%pe B 317 ; in ae. äru-
gaäe : dro$t G 523. droxpe B 524. — Ausgefallen ist d in
worchyp , worschyp (weordscipe) B 1802. A 394 u. s. w.j ää in
syn (siädan) A 518. G 35. 218. Reim G 1,1: synne: perinne. —
Noch nicht zu dd geworden in roper (ne. rudder) B419. fypel
(ne. fddle) B 1082.
s. Im An- und Auslaut ist es me. stimmlos, aa . Im An-
laut bietet es nichts Bemerkenswertes, ßß. Im Auslaut. Dass
es hier stimmlos ist, beweist die Gemination des s, sobald es in
den Inlaut tritt : %isse (ne. yes) C 347 ; ferner der Wechsel von
franz. c mit s: halce (heals) G 427. alce =als (ealswä) B 1377.
G 2492. horce (ne. horse) B 1684. G 1464; endlich Reime wie
G3,ll: race (rds): space (afr. espace). A 65: wace (wces):
grace (afr.). ibd. 874: resse ( rces ): neuerpeles . ibd. 1105 ff.:
glasse ( glces ): wasse (wces): passe (afr.); doch findet sich in
was, watz, praet. des verb. subst., schon eine Annäherung an
den ne. s-Laut, der durch Reime freilich nicht sicher gestellt
ist. Darauf wies Förster a. a. 0. mit Recht auf Grund der
Schreibweise tz = z = 5 im Ms. N. hin. — Im Auslaut wird
sorgfältig ss vermieden, auch wo es berechtigt wäre: clanrtes
B 1087. 1809. blys (ne. bliss) A 123. 126. D 340. iwis (gewiss)
G252 u.s. w. Auch vor folgendem Gonsonanten wird ursprüng-
liches ss vereinfacht: blisful G 520. B 1075. A 409. D 76. las -
ned (ne. to lessen) B 438. 441 u. s. w.; franz. c auch einige
Male für ss : neuerpelece G 474. 541 ; das y vor ss in ysse-ikkles
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(is-iool) G 732 braucht nicht kurz zu sein. s. unter afr. $. —
yy. Im Inlaut zwischen Vocalen war s stimmhaft, sonst wieder
stimmlos ; für beides gibt uns eine unwillkürliche Schreibweise
keine Anhaltspunkte. — Über die Verbindung ae. sc s. unter ae. c.
— worre (wyrsa) B719 verdankt sein zweites r dem an. verr . —
s ist an adv. angetreten: nedez A 25. 344. G 1287. 1966. nedes
C 45. B 1331. ones G 1473. 2218. 2280 u. s. w. serlypez (als adj.
gebraucht) A 993. serlepes G 501. eflsonez G 2417. eftersonez
G 1640. inmangez B 278. amon^ez G 136 U ayxynes G 971. 1661.
B611. 1711 (ln awongez und a^aynes fehlt noch das t!). pider -
wardes D61; ae. heonon schwankt noch. G 2,22: kenne : penne;
hens C 204, wofür B 944 schon die moderne Schreibung hence
gesetzt ist.
I. Nach kurzen Vocalen Verdoppelung desselben: talle ( talu )
A 864. balleful (bealu) B 980. steilen (y.stelan) G 1659. B 706;
holle (häl) G 2296 wol nur, um das o recht offen zu sprechen, oder
auch ein Schreibfehler ; attyt = a lyt B 599. s. Beiträge IX. 365. —
Vor Conson. wird ll vereinfacht: haldor G 458. pulden (pulljan)
B 1265; desgl. am Ende : til (ne. tili) G 85. 485. € 272. 377. D 12.
iml (ne. wall) G 809. cai subst. B 61 ; al (ne. all), shal (ne.
shall); ful (ne. full) ; hil (ne. kill) B 902. 927. A 975 u. s. w.;
ausnahmsweise : all G 50. — l springt sehr leicht um : glolde
= golde B 1408. glode = golde A 1110. clolde — colde C 152.
r— In die Verbindung sl hat sich einige Male ein c eingedrängt :
sclade (slced) A 1147. sda^t (sleaht) B 55. 182. Es ist möglich,
dass dies parasitische c stimmlose Aussprache des l nach s an-
deuten sollte. Ähnlich erklärt W. Scherer : Z.G. D.S. 2. Ausg. p. 127
Sclavus = Slavus u. s. w. Anders fasst Förster a. a. O. me. sei .
Übrigens treffen wir die Schreibweise schon im ae. cf. E. Sievers:
»Angelsächsische Grammatik« § 210. Besonders häufig ist sie im
Schottischen, cf. Murray a. a. O. p. 122. cf. endlich Englische
Studien II, 316. — 2 ist aus- und abgefallen in : vch (icke
G 126. 1811), such, whych, as (als, also wie bei Chauc.), schin
(scylon) B 1435. 1810. G 2401; muck, wiche, wecke . s. unter
ae. i
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n. Gemination: begynnes G 11. 1606. B 280. 359. A 560.
toonnen B 1004. 1577. G 1379. 1550. maydennez' A 868. sunnes
(sunu) B 1291. 1673, aber auch biginez G 112. 1340. 1571.
C 76. 137. wonen G 1365. 2415; daher auch ein Reim wie A 632:
pere-ine (innan ) : hyne (hina): enclyne (afr.); auslautend steht
einfaches n: pen C 7. 8. B 669. D 13; auch pene D 11. 37
u- s. w., weil (stummes) e am Ende. Characteristisch für G
— um daran einmal wieder zu erinnern — ist die uncorrecte
Schreibweise penn 250. 1288. 2289. 2336. — Die praep. on hat
in Zusammensetzungen, die vocalisch anlauten, ihr n bewahrt,
vor Consonanten ist es gefallen : amonge G82. 171. agayn A 28.
aryqt A 112. away A 487. onew G 65. olofte D 49 u. s. w., aber
anunder C 139. A 1080. anon A583 u. s. w. Wo dies Gesetz ge-
brochen erscheint, war die Verbindung weniger eng, und man
muss dann wol on von seinem Nomen trennen: on-sydez C218
= on s.; on-wyde B 1423 = on w . u. s. w. Die Handschrift Nm
— um diese handelt es sich hier nur — befolgt auch gewöhnlich
die Regel, indem der Bindestrich weggelassen ist. Dagegen bei
Morris im Gloss. wird er stets gesetzt, im Hinblick aufs Neu-
englische. cf. aus G: on chasyng 1143. on huntyng 1102. on lyue
385. 1717. on lofte 2261. on ry^t B 1513. — Im Auslaut von
praep. oder adv. ist n gewöhnlich verloren gegangen, also:
inne, perinne, withinne , aboute , aboue od. abof, bifore , bihynde ,
bynne B 452. 467 u. s. w.; doch byforne G 123. 1375. perforne
G 1107, zum Teil vom Dichter beabsichtigt zum volleren Aus-
tönen der Langzeile. Reim G3,17: biforne : torne (v.teran).
ibd. 4,22: biforne : porne (porn ). cf. yrne (Iren) G 2267. Ver-
einzelt: byhynden B980. abouen G2117. — ae. widütan kommt
häufiger mit n als ohne dasselbe vor, z. B. wifhouten A 12. 24.
36. 189. 221. D 85. wythoute A 643. 694 u. s. w. — Noch nicht
zu m geworden ist n in: seiden (seldan) A 380. G 499. —
n ist noch nicht abgefallen in lentoun (ne. lent) G 502.
r . Umgestellt ist r in : brestes ( berstan , durch an. bresta
beeinflusst) B 1263. braste C 148. br osten B 365. brüsten G 1166,
dagegen bürsten C221. barst B963; er ah (cf. cearcjm) B 1210;
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wrotf (v. wyrcan) cf. A 525: wro$te: po$te ; /rystf (fyrstan?)
B 743 ; burde (bryd) G 752. 613 u. s. w. cresse (cerse). cf. A 343 :
cresse : Messe. — Noch nicht umgestellt: forst (n e.frost) B 524.
G 1694. bryddes (ne. bird) B 288. G 166. 610 u. s. w.
y. Palatal- und Gutturalreihe*).
c. aa. Im Anlaut. 1) ae. c vor dunklen Vocalen, und
Consonanten = me. ft, geschr. in Nm gewöhnlich c, seltener k,
vor n gewöhnlich k, seltener c: cowpe, cum, com immer mit c;
callez C 411. cosses ( coss ) G 1846. 2351. cokrez (cocor) B 40.
crafte G 131. eraued (crafjan) G 1300. cleped G 132. clyffe
G 1431. 1722. A 159. clanly A 2; andrerseits: Krystmasse
G 37. klyf ibd. 713. 1166. A 64. klymbe A 677. kallen G 975.
u, s. w.; c statt k vor n: cnoken A 726. G 414. cnawe G 519,
A 858. B 373. cnes B 1541. u. s. w. Hm ist hier consequenter,
es setzt überall c, vor n immer k : callyd 16. couthely 98. clothe
82 u. s. w. know 147. 263. 2) Vor hellen Vocalen sind k und
ch verteilt wie im ne.: chekes G 953. B 1694. chynnes B 789.
chyde B. 1586. A 403. chylled G 368. chylde G 647. charre
(cerran, *cierran) G 1678. charres subst. G 1674. — kyng
C 118. kyd (v. cydun) G 118. kyrf ( cyrf ) G 372. kyrtel G 1831.
kenned A 55. kepe (ne. to keep) G 307. kene ibd. 321. u. s. w.
s. ten Br. Ch. § 113 a. § 118 a. Für den Dialect characteristisch
sind kyrka (cyrice. Chauc. cherche) G 2196. A 1060. B 1270.
D 16. 113; und kyst {eist. Ch. ehest) B 449. 1438. G 159.
u. s. w. kest B 1070: beide unter an. Einfluss (kirkja. kista).
3) Vor ea, eo, ea , eo steht me. ch = ts: chalk G 798. chepen
(ne. to cheapen) G 1271. chepez s. G 1939. 1941. chorle G 2107.
Ausgenommen z. B. kare ( caru , cearu) B 234. kerue (ceorfan)
B 1104. 1108. A 511. cerues B 1547. carf praet. C 131. serue
— cerue C 235 ist ein Schreibfehler, cf. unter afr. s. Ms’.
Vermutung serue = sterue ist, weil zu weit hergeholt, zu ver-
werfen; kark (cearc) C 265. B 4. colde u. s. w., s. ten Br. Ch.
*) Ich behandele hier Laute, die zum Teil schon unter o. oder ß.
hätten besprochen werden sollen, und umgekehrt. Ich verfuhr so, um
die ae. Laute nicht zu zerreissen.
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ßß. ae. c im In- und Auslaut. Ich verweise im allgemeinen
auf die entsprechenden Capitel bei ten Br. Ch. Ich gebe hier
die Beispiele besonders in Rücksicht auf Gh’s Dialect: forsaken
C 332. ferk (fercjan) G 187. brok (bröc) G 145. mysthakel
(hacele) G 2081. naked C 95. 379. fykel G 283. reken (gerecen-
jan) A 826. syked (ne. to sigh) G 672. 753. D 189. 323. u. s. w.
wrake (wracu), daneben wracke G 185 B 204. 229. u. s. w.;
muck, weniger häufig mukel C 288. 324. B 52. 1164. D 27. 286.
muckel s. G. 142. seche, beseche C 53. 97. u. s. w., beide niemals
mit k! bonk C 236. bonc A 906. wlonc A 902. ponc ibd. 900.
stanc B 1018 (hier nur ausnahmsweise c statt k nach n ge-
schrieben), aber bench G 280. 337. 344. wenches B 1250.
wrenches B 292. blenched (blencan) B 1202. G 1715; über ryng
= rynk B 592. s. Förster a. a. 0. Zur Aussprache A 826:
ryche (rtce): inlyche (Uce): dyche (die): chyche (afr. chiche).
Ein Schreibfehler ist vsche = vch D 93. — ryche A 721.
heuenryche A 718 dich G 786. diches G 756. B. 1251. liehe
= Leichnam D 146. 314, dagegen Uhhame (lichama) D 179;
inlyche A 545. lyke adj. 734. lyk ibd. 432. 500 873 u. s. w.:
also hier nur inlyche mit ch, sonst k . Ferner einerseits ivorche
(wyrean) A 510. G 238. 1039 u. s. w., andrerseits immer wyrke
A 53. B 1287. D 39 u. s. w. — Nach kurzen Vocalen fand Ge-
mination des me. k statt: stokkes C 79. B 1343. 1523. crakkyng
(crakjan) G 116. blakke D 343. makkyde D. 43. lokkes G. 156.
419. 2228. blykked G 429. ß 603. ysse-ikkles G 732. nikked
G 706. bakkes G 1563. knokke B 1348. G 2379. bukkez G1155.
]>ikke B 220. pikker comp. C 6. stykked B 583. guikken (verb.
v* ewie) C 471. Tfikkes B 66, aber piker B 1384. pike A 78.
stokez B 157. enokez B 414. makid D 128 u. s. w. mit schweben-
der Quantität. — Auch nach den Liquiden n und r zuweilen
Verdoppelung : bonkkes G 14. B 392 penkkez G 534. pynkkez
G 1241. 1481. 1502. sunkken B 968. stynkkez B 577. ponkked
G 939. 1866. dronkken B 1500. ferkkez G 173. herkkened G
1274. B 980. %arkkez (gearejan) G 2410. wyrkkez B 1063. u. s. w.
Hm kennt hier die Verdoppelung nicht. — Im Auslaut niemals
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kh: bah C 107. 302. B 155. 1412 u. s. w. — Die Verbindung*
ae. cc = me. ts f geschr. in Nm. ch, weniger häufig chch, in
Hm cch. A 843 ff: strecke (streccan): feche (feccan): pechche .
(afr. peche): teche (afr. teche , tacke). Im Innern: wreck C 170„
196. 258. wrechche G 113. lachcke C 322. lachched G 1029. G
266. smack B 1019. smackande ibd. 955. dreckch (verb. dreccan }
G 1972. reches G 183. kachches (hcecce) C 179. whichche
(hwecca) B 362. wychecrafte B 1560. picchit D 79. lacche ibd.
316. ae. gemcecca s. schwankt unter Einwirkung des an. mahi
zwischen h und ch , wovon k häufiger: make B 248. 703. 994.
u. s. w. makeles A 435. 769 u. s. w. mach B 124. 695, während
das verbum gemceccan , das kein entsprechendes an. Wort zur
Seite hatte, naturgemäss als mach G 282. G 99. machches B
1512 erscheint. Sonst ist k H kk für ch eingetreten wie im ne.:
wyk ( wicca ) B. 1063. ivykke G 69 . icikked B 570. 718. 1360.
lik ( liccjan ) B 1000. likked B 1521. nee (hnecca) G 420. 2255.
2310 nekke B 1638 u. s. w. — ae. cw — me. qu : quene A
415. 423. quelles ( cwellan ) G 4. quenches (cwencan) G. 4. quykez
B 567. quest G 1150. queme D 133. Zwei Versehen sind dem
Schreiber von Nm bei dieser Buchstabenverbindung unterge-
laufen: co]>e =- quoth , v. ewedan G 776, das auch durch sein
th (sonst immer quod in Nm!) und seine Zweisilbigkeit auffallt;
es scheint aus dem Dialecte von The A. of Arther herüber-
genommen zu sein. cf. XVI. 1. XXXIV. 5. XXXVII. 3, Ferner
G 2492: whene — quene : hier verwechselte der Schreiber qu
= ae. cw mit qu = ae. hw. s unter h . — ae. sc = me. s,
geschr. in Nm sch } selten sh; in Hm sh , selten sch . schonkes
G 431 Schulderes ibd. 156. schynes B 1121. schyr ibd. 1121.
schor ibd. 227. tuschet (i tusc ) G 1573. 1579. fysch B 251.
disches G 122 flesch A 306. nesch (hnesce) ibd. 605. frenkysch
( frencisc ) G 1116. ledisch B 1556. schyp C 98. 246. Aus D:
shapen 88. shuld 42. 54. bischop 3. 105. 111. — sh in
Nm nur B 519: shortly . ibd. 1618: shal. Verdoppelung des s-
Lautes stellen beide Handschriften durch ein einfaches vor-
gesetztes s dar, also: fyssches C 143. 162. wassche C 342.
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bisshop D 193. 221. 257; ähnlich oben cch = chch = ch
— /s. — Fälschlich steht das franz. ch statt sch : /recA A 87.
195 ludych B 73. Englych G 629; und merkwürdigerweise ge-
wöhnlich in dem subst. ae. weoräscipe , v. *weordscipjan, das,
durch den Ausfall des <t unkenntlich gemacht, der Schreiber
von Nm als franz. Wort anzusehen schien: worschyp A 394.
B 545. 1120. G 1032. 1267. worchyp C 206. B 1592. 1616.
1802. G 984. 1521. 1976. 2432. wourchyp B 1127. worchipez
G 1227. Oder hatte dieses Wort vielleicht dialectisch einen tS-
Laut? — sc, sk beibehalten unter dem Einfluss entsprechender
an. Wörter: skifted (an. skipta) B 709, skyre (an. skirr) B 1776.
askes {an. aska . ne. ashes.) G 2. Gemein-me. ist aske
(äskjan) A 316 u. s. w. ; scade (v. sce&dan) G 425 ist der Alli-
teration wegen in schade zu verbessern. — ae. die, bezhw.
-Uce zur Bildung von adj. und adv. wird in unseren Denk-
mälern durch - lych , -ly ehe für adj. und adv. promiscue
wiedergegeben. Wo - ly steht, liegt an. - ligr , -liga zu Grunde,
z. B. aus B: -lych, -ly che adj. 49. 162. 265. 274. 305. 471; als
adv.: 18. 270. 310 u. s. w. -ly adj. 54. 173. 334. 512. 651;
als adv. 1. 312. u. s. w. Es ist nun sehr zu beachten, dass
in A(!) und D ausschliesslich die an. suffixe zur Verwendung
kommen, während sie in G. B. C. mit den ae. abwechseln. —
c fiel zuweilen aus in einigen Formen des v. ae. maejan : mas,
3. praes. sing. G 106. mace G 1885. matz A 609. B 695. man,
plur. praes. A 512. ma, imperat. B 625. ma inf. A 283. imperf.
und part. A 140: mode: slade ( slced ). ibd. 1148: made : wade
(toadan) ; so gewöhnlich auch im Innern. Die vollere Form
mdked steht mit Vorliebe im Auslaut der Langzeile: B 1071.
1308. 1799. c ferner ausgefallen in lentoun ( lenden ) G 502;
damit vergl. lenße, strenge unter * g «. — Endlich in drowned
{drunenjan) B 372. 989. C 245.
g. Bei diesem Laute macht der Schreiber von Nm besonders
feine Unterschiede, die Förster a. a. 0. von eigenen Gesichts-
punkten aus zu deuten versucht. Ob F. die erwünschte Klar-
heit in den so schwierigen Laut gebracht hat? Mehrere Be-
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denken meinerseits s. »Einleitung zu den an. Lauten«. — ae. g
au. Im Anlaut. 1) Vor gutturalen Vocalen, der Brechung
ea, vor d aus ai, vor e aus ö, vor festem y und y und vor
Copson. hat sich ae. gutturales g überall behauptet: game 6
365. gomen G 273. 283. bygan G 661. good B 611. go G 1024.
golde A 988. golden ibd. 1106. gut G 280. G 1336. gere G 584.
791. steigere G 260. gered G 179. 183. gilde B 1344. gyltes s. A
655. gyltyf ibd. 669. gulte ibd. 942. gurden G 588. 597. D 251 ;
golden G 493. nach Analogie des praes. Als Hülfsverb hat sich
perf. gern von ginnan stets in con (can) verwandelt und ist in
den Texten sehr häufig anzutreffen. Es ist eine spezifisch nörd-
liche Bildung, cf. Anglia 1 436 Anmerk. — g vor Conson.: glydee
B 325. glas A 989. grymme B 1696. grounde B 445. gray G
1024. grene ibd. 2396. 2) Vor ae. ce (= ea), vor d (= eä =
e, lat. a), altem e, eo, ea, eo, i, i, eö, eö und stellvertretendem
y, y für älteres ie, ie, e u. s. w. blieb me. die palatale Spirans.
Selten hat schon Übergang zu ne., sich in einigen Fällen fest-
setzenden gutturalen g stattgefunden. Jene palatale Spirans
bezeichnen beide Handschriften mit 5 , den gutturalen Laut wie
oben mit g. Tjelde G 67. 1981. 51 s B 1113. %isterday A 463. G
529. Tfirned (geornjan) G 492. z,erne adv. G 1478. ydpyng
(gielpan) ibd. 492. firnes (ge-rinnan) ibd. 529. 7/med (gyman)
B 464. A 534. 7,61 (geöl) G 284. 500. ? aüe A 1036. G 782. yxrlt
B 758. %arJced G 820. %ong A 412. G 492. ytderly (ge-edre-liga)
B 463. G 453. 1215 u. s. w. ^ede G 817. 1122 . 1400. 3 od G
1146. Zweimal y statt 5 : yet A 145 yot ibd. 10. Ausschliesslich
g statt 3 in ae. gifan: gif G 326. 365. G 404. A 543. 546. gef
praes. G 2068 A 1211 . gef praet. B 753. D 282. C 226. geuen
G 1500. B 250. g und 5 wechseln in ae. gyft : g C 335. A 565.
607. G 1500 u. s. w. 3 nur G 67. Ferner ae, gietan (an. geta) :
gete praes. A 95. 1064. C 212. 423. u. s. w. %ete praes. nur
A 86 . 558. gete praet. D 241. G 1571. 7,ete praet. B 463. 203.
forgat praet. G 2031. rjat B 66. formte G 1472. geten part. G
1625. 1943. 2480. B 1505. %eten nur G I486. Ferner ae. gegn
— guyn und yiyn\ g nur A 138. B 611. 5 z. B. G. 1478.
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67
1981. 2116. 2121. 2325. — ae. gif \ conj., begegnet entweder als
$if C 49. 51. 54 u. s. w., oder als if C 30. 75. 83 u. s. w. —
ae. geador = *g<sdor zeigt immer g\ ebenso ae. ginnan mit
seinen compos. Über diese Ausnahmen s. ten Brink Gh. — Die
Vorsilbe ae. ge - = me. t- ist nur vor adv. erhalten, vor dem
pari. perf. ist sie, mit Ausnahme von ibrad B 1693. ichose A
903. innome ibd. 702. stets abgefallen. Statt i- treffen wir
mehrfach in-. Erklärlich ist dies in - vor folgendem n- z. B.
innoghe A 623. 635. 636. 648. G 77. 1496. u. s. w., wo das an-
lautende w- nach dem kurzen i- vom Schreiber verdoppelt
wurde. Daher auch oben innome. Da also der Schreiber den
Sinn des i- überhaupt nicht mehr erkannte, so führte er jenes
in- fälschlich auch in andere adv. ein, die mit anderen Con-
sonanten als n anlauteten : inlyche A 545. 602. inmonqez B 278.
intnonj ibd. 1485. cf. auch inblande B 885. inmelle A 1127;
daneben häufiger: ilyche C 161. 369. B 228. 1386 u. s. w. Dass
es nicht auch in iwys und andere eingedrungen ist, scheint daher
zu kommen, dass die Vorsilbe i- vor diesen adv. stets gross
geschrieben ist. In diesem Falle findet auch in /no; gewöhnlich
keine Verdoppelung statt, cf. A 612. 637. G 1948 u. s. w. Es
ist also lediglich eine Unwissenheit und Laune des Schreibers,
die wir hier vor uns haben, und nichts Tieferes steckt dahinter,
wie E. Mätzner: »Sprachproben« I« p. 315 zu glauben scheint.
Der Dichter hat überall i- geschrieben, ßß. ae. g im ln- und
Auslaut. Dass g in- und auslautend mit dem vorhergehenden
Vocale gewisse Diphth. bezhw. Monophthonge eingeht, sahen
wir schon bei der Besprechung der einzelnen Vocale. Es bleibt
hier nur übrig, das Verhalten des g nach i, y , I, y zu behandeln.
Nach diesen hellen Vocalen erweicht das palatale g me. zu j,
geschr. in Nm 5 , in Hm gh , oder fällt (selten) ganz aus. styqe
(stigorij v. stigan ) B 389. wy^e ( wiga ) C 111. 206. ly%e (Hiyun
für licgan) B 172. 836. dry$e (dryge) B 385. hyzfiz (higjan) B
1762. hy%ed C 217. Ausnahmsweise wyghe G 1487. Aus D:
highide 58. weghe 96. wehes 73. Reime G 3,8: hyqes: py%es
(peoh). Dass 5 nicht sehr vernehmbar gesprochen sein kann,
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hob ich schon bei ae. -eag = nie. y; u. s. w. hervor. G 1,11:
hy%e (subst.): tcy^e: cortaisie. A 304: ly$e : sarquydry^e (afr.
surquiderie). Daher ist 3 schon manchmal ganz weggelassen:
A478: byye ( *bygan für bycgan ): eortay$e= cortaysie{ s. unter
afr. i), wo man zur Not das zweite y als 3 fassen könnte wie
oben yet , yof. Ferner G 79, wo ein Reim mit discrye
(afr. descrivre ): st/je (v. seow) beabsichtigt erscheint, bye A 731.
lye (*ligan für licgan) G 88 . 1676. 1780. D 264. lys , 3. sing,
praes. G 1469. 1686. C 458. A 360. 601. D 99. drye (dryge)
B 1096. C 338 od. druye B 412. 472. druyed verb. B 496.
— Wo gg (g ) erhalten ist, geht es auf ae. cg = gg zurück
und dz ist zu sprechen: lygges ( licgan ) B 99. 1126. 1792.
D 186. lygez G 1179. liggede G 184. D 76. Auch hier hat der
Dichter die vollere Form wieder zum volleren Ausklingen der
Langzeile angewandt. — In- und auslautend nach l und r hat
der Übergang von gutturalem g zu w in Nm gewöhnlich noch
nicht stattgefunden: fol$ed ( folgjan ) A 127. C 5. G 859. 2422.
sorT, A 662. B 1080. sor%e G 1721. C 192. 275. bur%e G 9. 1092.
hol% G 2182; selten gh : burghe A 979 und w nur arwes ( earh )
G 1160. arewez ibd. 1455. sorewe B 778 , folwandt B 429. fole-
wande A 1039. Hm setzt gh: herghedes {gh = 5 . s. oben weghe
u. s. w.) D 291. burlfhe 3. 103. 207. 352, und häufiger w: sorow
D 305. 309. 327. morowene 306. folwe {fulligean) 318. folowid
{folgjan) 351. Das spätere w deutet hier wieder auf das Alter
der Handschrift hin. — ; ist ausgefallen in forlonge (furhlong)
A 1030. morn ( morgen ) G 453. 740. 756 u. s. w. moroun G
1208. 1213. — In- und auslautend nach n ist g regelmässig als
gutturale Spirans erhalten. Beispiele sind überflüssig. In
swangeande A 111 und longeyng ibd. 244 ist das e hinter dem
g aus dem infin. herübergenommen und hat weiter nichts zu
bedeuten. Dagegen ist folgende bemerkenswerte Ausnahme zu
statuiren. Wenn das g nach n im ae. ursprünglich ein j hinter
sich hatte, das f-Umlaut bewirkte, so haben wir in unserm
Dialecte g = di. Das beweist die Schreibweise gh = %: lenghe
(lengu) A 167. 416. Tritt aber das stimmlose p an, so ging
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me. di in k über, oder fiel, zur Erleichterung der Aussprache,
gänzlich aus: lenkpe G 210. lenepe B 224. strenkpe G 1496.
B 880. 1667. lenße A 1029. B 116. 239. 314. 315. G 1627 u s.w.
s&renpe G 395 B 1155. 1430; strenghpe nur A 128 und lengpe
D 205. Auch sonst k für g nicht ungewöhnlich : ymke G 1526.
rynk = ring G 1817. 1827. ßynJc G 1526. B 819. 1359. A 308.
496. 587 u. s. w. pinkes B 916. inspranc (v. springari) B 408.
Ein Reim bestätigt diesen gelegentlichen Übergang A 1165:
flonc (v. flingari): bonk y od. ibd. 905: umong: ponc , wo amonk
zu lesen ist. Ob auch hier »Media» und »Tenuis«, wie wir es
sonst schon öfter beobachten konnten, nicht scharf genug aus-
einander gehalten wurden, oder ob diese dialectische Eigen-
tümlichkeit noch einen anderen, tieferen Grund hat, kann ich
nicht entscheiden. Was Förster a. a. O. darüber sagt, will mir
nicht recht einleuchten. — g ist noch nicht eingeschoben in:
kyndom (ne. kingdom) B 161. B 445. u. s. w. — ae. cg für
gg = me. di , geschr. gg , g: egge ( ecg ) B 1246. G 212 egge#
B 383 brugge (brycg) B 1187. brygge G 821. 2069. bryge G
779. 781. segg G 96. 115. 226 u. s. w. hegge. z (*hecge — *hagja)
G 1708. rygye (hrycg) G 1344. 1608. C 379 u. s. w. — ln der
Endung ae. -4g ist g stets verschwunden: wely (welig) A 101.
holy ibd. 591. C 60. any u. s. w. Für -y steht gelegentlich auch
-e: heue {hefig) G 289. bode (bodig) ibd. 357. fyfte ibd. 442.
vnmtte C 511. Ähnliches bei afr. subst.; s. unter afr. e und i .
ey = y: modey (mödig) B 1303. Auffallend: welgest (welig)
B 1244. — Hierher gehört auch ae. pening : peny A 559. Reim
ibd. 545: peny: atteny (afr. atteindre ); pene A 509. 561. — ~ig
ist ganz abgefallen in : al-hal-day G 536.
Jl* h anlautend vor Vocalen ist stets geblieben, vor Con-
sonanten (AZ, hr u. s. w.) verloren gegangen, ausgenommen in
der Verbindung hw , die überall zu wh umgestellt ist. Für wh
wurde dann nach schottischerWeise (J.A. Murray a. a. 0. p. 31)
auch qu geschrieben, jedoch regelmässig nur in gewissen Wörtern;
quen (hweenne), queper (hweeder), quere (hwcbr), quo (hwd) %
quat (hweet), quy (hwy ), quyt(e) ( hwit . in A häufig), quyl(e)
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(hwil). Am meisten bevorzugt A die Schreibweise qu y und D
hat sie ausschliesslich. Vereinzelt : quettyng (hwettan) 0 2220.
quos (gen. v. hwa) B 1648. quom (hwäm) A 463; qwyte A 1101
mit der bekannten Verwechselung von w und u. h ist hinter w
ganz weggefallen : wyl A 527. wy ibd. 532. 563. wyle G 60. 2510.
wych (hwylc; erscheint nirgends mit qu!) G 918. G 280. B 169.
1060.1074. weresoeuer Gl 459. wen B 343. weper ibd. 717. A565.
h war also kaum hörbar; daher fälschlich eingeschoben in whates
= was A 1041. — Inlautend zwischen Vocalen konnte sich h schon
im ae. nur in der Gemination behaupten: hh = me. 5 : la%ed
(hliehhan) G69. B653 u.s. w. — Angesetzt ist h in hapel s.(cedele)
G 221 . 234. 256 u. s. w., dagegen adj. stets athel G 5. 171. 241.
904. 1654 u. s. w. hernes ( earn ) B 587. Ausgefallen ist h me.
in bos ( behofez ) B 687. A 323. — In der Verbindung ae. -ht ist
h nach gutturalen Vocalen im me. stimmlose gutturale Spirans,
nach palatalen Vocalen palatale Spirans, beide geschrieben in
Nm 5 , in Hm gh. Dass sich vor der gutt. Spir. immer ein u
entwickelt hatte, obgleich es nicht geschrieben wurde, sahen
wir schon. Ebenso entwickelte sich vor der palat.Spir. ein i y das
gleichfalls nicht zur Erscheinung kommt, niy%t B 1779. G 929 ist
anzusehen wie oben myyn u. s. w. In einigen Fällen ist in den
Reimen von A das 5 nach i unberücksichtigt geblieben, so dass
dann -y$t und -yt mit einander reimen wie oben -y%e und -ie.
A 1013: ty^t (tyhtän ) : plyt ( plyht ): quyt (hwit ) : crysolyt . ibd.
1114: ply$t: delyt (afr.). ibd. 647: plyt: tyt (an. tut, v. tietr).
ply$t hat nun freilich schon im ae. die Nebenform plyt zur Seite.
Aber dann bleibt noch der Reim: ty^t : quyt über. Dieser
zeugt wieder für die flüchtige Aussprache des 5 . Später ver-
stummte es bekanntlich ganz. Im Texte vereinzelt: plytes G 733.
B 111. plyt B 1494. D 285. In allen andern Wörtern wird
immer gewissenhaft 5 oder gh gesetzt. — Über h im Auslaut
nach Vocalen s. oben. — Abgefallen ist h in einigen Contrac-
tionen: nade (ne hade) G 724. 763. B 404. C 257. naf (ne haf)
G 1066.
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71
2* Altnordische Laute.
Das an. Element ist in so grossem Umfange in die Denk-
mäler eingedrungen, dass ich nicht umhin kann, auch eine
an. Lautlehre zu geben. Von an. Einfluss war bereits öfter die
Rede. Hier ist nun der Ort, zunächst die Principien aufzu-
stellen, nach denen im Vorhergehenden bei der Trennung des
ae. vom an. schon immer stillschweigend verfahren wurde und
nach denen ich auch im Folgenden zu handeln gedenke.
Diese sind
a. wenn ein an. Wort einem vorhandenen ae. gegenüber-
steht : ein Verstoss gegen die vocalischen Lautgesetze. Da näm-
lich die Vocale den beweglicheren Bestandteil eines Wortes
bilden und die Consonanten den starren, so ist das Eindringen
eines fremden Vocals oder Diphthongs in ein englisches Wort
immer ein Beweis, dass letzteres nicht mehr lebendig genug
war, um dieses sein eigenstes Element gegen fremde Eroberung
zu schützen. Mithin ist das ganze Wort als an. anzusehen.
Wo dagegen nur der Consonantismus alterirt ist und nicht der
Vocalismus, da kann man nur von Beeinflussung sprechen.
Schwierig ist es, eine Entscheidung zu treffen, wenn die ae. und
an. Vocale für das me. denselben Laut ergeben und nur die
Consonanten verschiedene Wege gehen. Doch kann man in
diesem Falle wenigstens consequent sein. Wer z. B. skir als
ae. Wort behandelte, musste notwendig auch askes als solches
betrachten u. s. w.
b. ein an. Wort einem nicht belegten ae. gegenüber.
«. In diesem Falle dürfen wir der Ableitung aus dem an.
sicher sein, vorausgesetzt natürlich, dass die Lautgesetze nicht
gebrochen sind,
aa. wenn das Wort seiner Bildung nach specifisch an. ist.
ßß. wenn es nur im an. belegt ist, aber nicht in den
übrigen altgermanischen Dialecten.
yy. wenn es nur im Ostgermanischen belegt ist, aber nicht
im Westgermanischen, cf. Zimmer : Ostgermanisch und
Westg. Z. f. d. A. XIX p. 393 ff.
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ß. Wo solche Kriterien fehlen, und wo auch die Laut-
gesetze versagen, ist der Willkür Tür und Tor geöffnet. Einige
greifen direct aufs an. zurück, andere construiren sich ein ent-
sprechendes ae. Wort; noch andere huldigen beiden Methoden,
und das ist entschieden zu verwerfen. Ich werde mich den
ersteren anschliessen. Sobald mir das ae. Wort nachgewiesen
ist, werde ich gern auf das an. wieder Verzicht leisten.
Wörter, die nicht unter eine dieser Kategorien fallen, ent-
ziehen sich überhaupt unseren Blicken und können hier nicht
in Frage kommen. Da nämlich das an* Element in dem Dia-
lecte so zahlreich vertreten ist, und da uns ferner keine Denk-
mäler aus früheren Perioden irgend einen Aufschluss über
seinen Wortschatz geben, so lässt sich sehr wohl denken und
ist auch höchst wahrscheinlich, dass in Wahrheit die Anzahl
der Fremdwörter noch viel höher zu schätzen ist, als wir tun.
Wir können sie nur nicht alle herauserkennen, weil sich ein
Teil von ihnen nach Form nnd Bedeutung mit ursprünglich
ae. Wörtern total deckte.
Ich habe nun im Folgenden jedes, nach meiner Ansicht
an. Wort, sei es unter den Vocalen, sei es unter den Con-
sonanten, einmal anzubringen versucht, so dass die an. Laut-
lehre zugleich ein kleines an. Glossar zu den 5 Denkmälern
bilden kann *). Ich glaube damit nichts Überflüssiges geliefert zu
haben. Für denjenigen, der zum ersten Male die Denkmäler in
die Hand nimmt und sich im übrigen noch nicht in die Sprache
der sogen, nördlichen, westmittelländischen Dialecte eingelesen
hat, müssen sie einen geradezu abschreckenden Eindruck machen
eben wegen ihres so seltsamen Wortschatzes. Ist dies ein rein
praktischer Gesichtspunkt, so stand mir der theoretische doch
viel höher. Wer die Wörter, die ich für an. halte, mit denen
'vergleicht, welche Morris in seinem Glossar zu den a. p. als
solche verzeichnet, wird finden, dass unsere Ansichten darüber
weit auseinandergehen. Das Mehr oder Weniger wird immer
*) Eine alphabetische Zusammenstellung der an. Wörter folgt am
Schlüsse der Arbeit.
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von der Stellung abhängen, die man den Lautgesetzen gegen-*
Aber entnimmt. Dass M. mit ihnen ziemlich willkürlich ver-
fahren ist, wird ein flüchtiger Blick in sein Glossar lehren.
Doch auch der Art und Weise, wie Förster in seiner wieder-
holt genannten Untersuchung beide Gebiete trennt, kann ich,
So weit die st. p. dabei in Frage kommen, nicht überall zu-
stimmen. Auf Grund von attle, verb. und subst., von autly, adj.
B 795, des Reimes A 57 : flaute: slaqte: veralte u.s>w., behauptet F.,
5 nach gutturalen Vocalen in der Verbindung -ht wäre gelegent-
lich verstummt, attle leitet er von ae. edhtlian ab, autly von
ae. eahtlice (also frte. -ly — ae. -llce?) Und flaute hält er für
einen Schreibfehler = flat B 507 ** n e.flat, so dass also in sla$te :
tcra-yle u. s. w. das 3 verstummt sein müsste, damit der Reim
correct würde. Ist das möglich ? Wie denkt sich F. den Reim?
Nach ihm reimte entweder flat: wrat : slat; wo bliebe dann
der Diphth. aü in wrat : slat u. s. w.? Oder es reimte flaut:
wraitf: slaüt; wie käme dann der Diphthong «0 in flat hinein,
das man bis heute noch immer von an. flatr abgeleitet hat ?
Es ist daher falsch, dieses fla$t im Reime mit jenem flat im
Versinnern zu identifidren. Stratmann W. denkt bei jenem fla%t
an eine Neubildung von ae. flean, und wenn nicht diese, so
deich eine ähnliche nehme auch ich an. Ferner wo bleibt in
attle der Diphthong oft, wenn es von ae. eahtlian herkommt?
Auch hier verschwindet jede Schwierigkeit, wenn wir attle auf
ap. aüa zurückführen. Das adj. autly endlich geht allerdings
auf aa eaht- zurück, doch ist hier der x-Laut nicht ausgefallen,
sondern hat irrtümlicherweise seinen Ausdruck in dem u ge-
funden, das für 3 steht wie sonst z. B. sattes (ae. sayu) =*= sa^es,
semez u. s, w. Sonst wird bekanntlich in unseren Denkmälern
niemals u oder w statt 3 vor t in der Verbindung -ht geschrieben,
und das ist gerade einer der Hauptbeweise für mich, dass der
X-Laut noch nicht verstummt sein kann* Wer autly als cor-
rect anerkennen wollte, müsste es von afr. haut herleiten, das
in diesem Falle denselben Begriff wiedergibt. — Unter einer
andern Rubrik, wo vom Verstummen des 3 nach palatalen oder
5 *
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palatal gemachten Vocalen die Rede ist, hebt F. auch twinne,
verb. und numerale, prinne und neute hervor. In tmnne und
prinne hat indessen niemals ein Gaumenlaut gestanden, da
beide des nn wegen aus dem an. herübergenommen sein müssen.
Was neute A 1012 betrifft, so scheint es, als ob F. die Hand-
schrift habe verbessern wollen. Morris liest neute, und das ist
das an. niundi. An das entsprechende ae. Wort ist dabei gar
nicht zu denken.
a. Altnordische Tocale.
a . Einfache Vocale.
««. Kurze Vocale.
a.
an. a vor anderen Consonanten als m und n hät sich stets
erhalten. G 2,16: take ( taka ): make (ae. macjan ). A 121:
dalez (dalr ) : vale# (afr. val). ibd. 883: carpe ( karp ): harpe
(ae. hearp). ibd. 877: warpe (varpa): scharpe (ae. scearp).
ibd. 526: gate (gata): date (afr.). Aus dem Innern: sware
(svara) A 240. G 1108. dased(dasa) A 1084. G 383. rape (hrap, s.)
B 233. rapely A 1168. rapes (hrapa) G 1309. 1903. attle (atla)
G 27. farande (fara) G 101. B 1758. hales (halla) G 136. flat
(ftatr) ibd. 507. waltered (v. valtr , subst.) G 684. karle B 208.
876. vnsparely (sparr adj.) G 979. snart (neutr. v. adj. snarr)
ibd. 2003. spakly (spakliga) B 755. C 338. D 312. 335. scraped
(skrapa) B 1546. fiakez (flakk) B 954. — an. kasta erscheint
in den Denkmälern in 2 Formen: käst , z. B. A 1198. G 249.
1901. D 317; noch häufiger aber ist die umgelautete Form kest
B 234. 414. D 83. G 64. 1192 u. s. w. — Befremden erregt die
Form G 4,7 : tone (part. perf. v. taka) im Reime auf one (ae. an):
grone (ae. gränjan). A. Brandl a. a. 0. p. 50 bezweifelt, dass
tone je im me. im Gebrauch war. Auch dieser Reim beweist
nichts. Wenn wir nun aber unter ae. ä schon constatirten,
dass der Schreiber dort jedenfalls mehrere o in die Texte ein-
geführt hatte, als im Vergleich zu den beweisenden fl-Reiraen
zu erwarten gewesen wären, und wenn wir Ähnliches auch noch
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unter an. »d« zu bemerken haben werden, so stände doch
immerhin die Frage offen : wenn der Schreiber tan im Reime
änderte, warum Hess er es dann im ganzen übrigen Texte un-
angetastet? cf. tan 6 190. 1210. 1396. 1811. 1978. 2488. 2509.
Ob ä im me. möglich ist, bängt von der Zeit des Ausfalls des k
und der Ersatzdehnung des ä ab.
a vor m oder n + Gons, ist gleichfalls fast ausnahmslos a
geblieben.
1) vor m : glam G 1426. 1652. B 499. 830. 849. C 63. saune
(sama) häufig!
2) vor mb : clambred (klambra) G 801. clamberande ibd. 1722.
3) vor mm samned B 126. 361 u. s. w.
4) vor -nd : -andi, die Endung des part. praet., die niemals
mit o erscheint. — blande ( blandinn , v. blanda st., oder bland-ed,
v. blanda schw.) G 1931. in-blande B 885. G 3,3: in blande :
laymde. — hansel ( handsal . cf. dän. handsei) G 491 ; dagegen
hondesdle ibd. 66.
5) vor ng : swänge (svangi, plur.) G 138. 2034. anger (angr)
G 2344. A 343. B 572. 1602. C 411. 481. wränge G 1494. A 487.
613. 630. B 76. 268. 891. G 384. D 236. 243. A 15 ein nichts
beweisender Reim, wronge nur C376.
• 6) vor nk gewöhnlich o. rorik (rakkr) A 843. B 455. 760.
D 11. 91. 262 u. s. w. rank nur B 233.
7) vor nt nur o : werde (vanta) G 987. 1062. 2366. B 13.
739. . D 208. wont (neutr. v. vanr) G 131. — Vergleicht man
dies Verhalten von an. Wörtern vor Nasalconsonanten mit dem-
jenigen von ae., so zeigt sich, dass der Schreiber bzhw. der
Dichter jene zum Teil noch als Fremdwörter empfanden. Sonst
hätten sie doch in gleicher Weise wie die ae. behandelt werden
müssen. Besonders gilt dies von wrang, das ich deswegen wohl
mit Recht aus dem an. herleite.
an. a g = me. om, geschr. a;, agh, aw, au. A 459:
naule (nagli): sowie (ae. säwol). Im Innern: aghe (agi) D234;
davon adj. a^ly B 874. 937. a%lez G 2335 u. s. w. ha%er (hagr)
G 35 &. 1738. hagherly B 1707. hagherlych ibd. 18. fela^ez (felagi)
G 1702. fela^schyp G 652. 2151. fawne (fagna) G 1919.
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78
Auch e, einerlei ob ursprünglich oder aus a umgelautet, ver-
ändert sich nicht; im me. =» e. menske (menska a.) A 162. 78t.
mensked v. 6 158. mtnskful G 555. greme (gremi) G 2870. B 16. 94/7
u. s.w. gremed ( gremja ) B 186.1347. eggyng (eggja) B 24t. eggii
D 40. ouerpwert (neutr. v.pverr) G 1438. B 316. 1384. neue (hneft)
B 1687. legge ( leggr ) A 469. henged ( heHgja ) G 117. 477/8 u. s. w.
stemmed (stemma) G 230. beider (hddr. go. haldis) G 376. 430.
neked (cf. neRkverr) G 1062. 1805. sprenged (sprengja 9) G 1415.
2009. scelt (skella) B 827. 1206. brenned { brenna ) B959. C477
u. s. w. fest (festa) C 290. sekke ( sekkr ) Ibd. 382. beryd ( her ja .
lat. ferio) D 352. Reime : A 49 : spenned (. Sperma ) : kenned (ae.).
ibd. 981: keued (kefja): dreued (ae. dr&fan). renne (renna) häufig!
neme ( nema ) G 1347. renk ( rekkr ) häufig ! (dagegen ryng = rynk
B 592 und rynges G 2018 = ae. rinc). pretty B 751.754. 317.
(dagegen D 210 : ßritty ae.).
e erscheint zu i geworden in: brynston (brenni-steinn; für
st. ae, stßn eingetreten) B 967. lyndes ( lend ) G 139, tuiypne
( tvennr , tvinnr) A 251. G 1339. 2512.. prynne ( ftrennr, prinnr)
G 1868. B 606. 645. prenene st. prinne P 210 fplgt dem all-
gemeinen Zuge von Hm, gelegentlich e statt i einzusetzeo- . —
ryge ( lnr egg ) B 354. 382.
« + g = me- «1, gnsebr. ay. G 1,8: gayn (gegn): strayne
(afr. cstreindre\ ibd. 1,21: frqyn (fregna ) : ßßWßn (Schreibfehler
s(. Gawaynl). A 809: flayn (flegmn , pari. v,flö ) ; vayn (afr.).
Aus dem Innern; gayne# (gegna) A 343. G 1829, gayrßy G 476.
1297. B 738. gaynlych C 85.
i.
Wörter mit dem Stammvocal i sind besonders zahlreich
eingedrungen; i ist unverfälscht geblieben.
a. vor l, ll : skyl ( skil ) A 312. B 569 u.s.w. ille (Gleasby-
Vigfusson: »An Icelandic diction.«, auf welches ich mich stütze,
gibt illr\ für die me. Form hat man von illr auszugehen, cf. Wim-
mer: »Altnordische Grammatik«, übersetzt von Sievers) A U76.
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77
6 346. B 73 u. s. w. Reim A 674: skylle : ille: stylte (ae.) —
wyl (vfllr) C 473. mlawyUe G 2084. spylle z (spffla) 3 511.
spylt ibd. 1220.
ß. vor », wm. Reime: G 3,25: myntte (minna): perinne,
A 583: mynne: here-inne, — tnynnynge (mming) D 269 u.s.w.
minne (minni) G 1881. twynne ( tvinna) B 402. vntwynez B757.
y. vor r : wyrle (hwirfla) B 475.
S. vor t : hyttez (hitta) A 132. G 1455. 2287 u. s. w. gly-
tered (glitra) G 604. 2039. spryt (sprita) G2316. wytyrly (vitr-
liga) B 171. 1567. C 330. wytered ( vitra ) B 1587. wytere v.
D 185.
e. vor s : mys (missa s.) A 262. mysse ümJ. 364. plgr.
G 2391.
f. vor f: A 1192: pryuen (prifinn, v. ßrifa): toriuen
( rifinn , v.rifa): dritten (\. ae. drifan). priuenest (superl. des zum
adj. gewordenen part.) B 1639 und preuenest ibd. 1571 halte
ich für identisch.
rj. vor k: blykked (blika) B 603.
vor pp: kyppe (kippa) ibd. 1510.
Als Ausnahmen zeigen sich blüh (blik?) G 440. bruxlez
(brigzla) C 345, vorausgesetzt dass sie nicht durch eine andere
nordische Sprache dem me. zugeführt sind. Es wäre mit ihnen
verfahren, als ob sie *y zum Stammvocal hätten.
Oe
an. o = me, ». G 2,24: alQfte (lopt): softe: ofte. — hole
(bolr) G 776, B 622. bollee A 76. B 1511. bolle B U45. stroße
(strodinn?) A 115* cost (kostr) G 546. froße (froda) ibd. 1572.
froßande B 1721. odde (oddO B 426. subet. ibd* 505. oddely
B 698. 923, lovez (lofa) B 987. D 349. flat (flot) B 1011, flotte
(flota) C 248. rode (rod) D 91. rotene (rotinn) D 344. loft
= Zimmer, G 1676. Vor rk ist ou eingetreten : mourkne (rnorkna)
B 407, das wol Länge oder schwebende Länge andeuten soU.
o-\-g — me. au, aü (ü), geschr. ow. ad findet zwar in
der Schreibung keinen Ausdruck, muss aber nach Analogie des
ae. -og gefolgert werden, lowande (loga) G 236. 679. 868,
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u.
Es wiederholen sich hier zum Teil dieselben Erscheinungen
wie bei ae. u. — u = w, o = schwebendes w, ou = ü. Der
letzte Fall ist nicht belegt.
a. ui vgly ( ugligr , bezhw. ugliga) G 441. 2079. 2190.
vglokest B 892. muged (mugga) G 2080. stubbe (stubbi) G2293.
vsle (usli) B747. 1010. dumpe (dumpa) G362. hummyd (huma)
D 281. Ein dem an. huma entsprechendes ae. Verbum ist nicht
belegt. Doch dürfte dies onomatopoetische Wort gewiss auch
im Englischen vorhanden gewesen sein, u ist noch anzunehmen
in Jclubbe (klubba und Mamba) B 1348, obschon ibd. 839 clöbbez
sich geschrieben findet.
Vor w -Verbindungen ist u vom Schreiber gewissenhaft ge-
wahrt im Gegensatz zu entsprechenden ae. Wörtern. G 1,1.:
blunder (blunär)i wonder (ae. wundor). A 174 ff.: brunt (v.
bruna): blunt (v. blunda): wonte (vanta ) : fonte (ae. fandjan):
frount (afr.): atount. Diese Reim Verbindung, so wie sie da
steht, macht Schwierigkeiten. Es scheint, als ob hier nicht alle
6 Wörter zusammen, sondern immer nur je 2 mit einander
reimen sollten. Sonst würde der Unterschied von ü , a und ü
vom Dichter als ignorirt angesehen werden müssen, atount ist
offenbar eine fehlerhafte Überlieferung. Dafür ist a staunt zu
lesen, worauf auch schon Morris in den Notes p. 106 aufmerk-
sam machte, jedoch mit einem ?. Die Lesart a stount (ae. stund ,
an. stund — Zeit, Mühe, Kummer) ist nicht zu bezweifeln. Der
Wechsel von t und d darf nicht auffallen, s. unter ae. d .
Auch brunt , blunt , fonte sind dafür wieder neue Belege. —
schunt (skunda) G 1902. 2280. B 605. schunt (sknndi) G 2268.
o nur in: conning (kunnandi mit Suffix- Vertauschung) B 1625.
b. o oder w. tülk (tulkr) G 3. 638. 1093 u. s. w. tolke
ibd. 1775. 1811. 1966. B 498. 757 u. s. w. tolk ibd. 687. tulkes
ibd. 1623. D 109. tulkkez ibd. 1189. 1262. tulket ibd. 1414.
c. oi grouelyng (grufta) A 1119. mon (muna) G 1811.
monlokest (munligr) D 250.
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y, t-Umlaut aus o oder u.
y wird in den Denkmälern meistens zu i, geschr. y; seltener
zu u oder anderen Lauten.
a. y. A 567: lyfte ( lypta ): swyfte : gyfte. — lyfte B 717.
1649. blysmnde (v. blys ; dän. blus) A 163. 197. blysned ibd.
1047. glysnande (y.glys. Möbius: »Altnordisches Glossar«.) A 165.
1017. sister ( systir ) G 111. skyrten ( skyrta ) G 601. 865. irked
(yrkja) ibd. 1573. byled (bylja) ibd. 2082. snyrt (snyrta) ibd.
2312. kylled (von holla, cf. Skeat a. a. 0. unter »kill.*) G 2111.
kylle B 876. typped (typpa) G 77 type ibd. 506. biges (byggja)
G 9. bigged ibd. 20. B 1666. C 124. byggyng (bygging) A 931.
B 378. 811. plur. 934. Der Schreiber von D setzt buggyd
37. 207.
b. m: bur (byrr) A 1157. G 290. 374. 548. G 7. 148 u. s. w.
c. m und e: runischly (cf. hrynja) G 304. 432. C 191.
runisch G 457. B 1545. renischche B 96. renischly ibd. 1724.
Ob auch roynysche D 52. mit hrynja in Verbindung zu bringen
ist? Trautmann, Anglia V a. a. 0. tut es, aber wie sind oy
und w, e mit einander zu vermitteln? oy weist auf romanische
Abkunft hin.
d. y und u. vnhylest B 1628. hiled ibd. 1397. vnhuled
B 451.
e. ou: mourkenes (myrkna) B 1760.
f. o : mokke (myki) A 904.
g) e: merk (myrkr s.) B 894.
ö, w-Umlaut von o.
an. ö kehrt im me. gewöhnlich zu a zurück, oder vielmehr
massgebend für das me. war das unumgelautete a. garen (göra)
A 331. B 690. gart praet. A 1150. B 1361. G 2460. for garte
A 321. B 240. rasch (röskr) A 1166. wast (vöxtr) G 144. mane
(mön) G 187. wanden (vöndr) ibd. 215. sing. 1161. lastes ( löstr )
C 198. o nur G 1, 18: slokes ( slökva ): cnoken (ae. cnucjan),
weil in diesem Worte das Umlaut bewirkende u — - v durch
alle Tempora blieb.
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80
ja, jö>
Nur drei Wörter mit ja sind eingedrungen ; hemex (hjami)
A 58. herre (kjarr) G 1431; dagegen searrez (v. adj. skjarrj
B 598. scarred ibd. 838. 1784. — - jö nur in terne Qjöm) B 1041.
Die me. Formen gehen natürlich nicht von jä, jö aus, sondern
von dem älteren ia, iö. Auch für skarre ist ein früheres Sierra
an2unehmen, welches später zu skarre wurde Wie merre zu
tnarre u. s. w.
ßß. Lange Voc&le.
ä.
6 ist in der Verdumpfung zu d dem Vorgänge des ae. ge-
wöhnlich gefolgt. G 3,31: lote ( lät ): cote (afr.): frohe (afr.
f roter), ibd. 4,9: lote', rote (ae. röt). ibd. 2,6: lotet 6öte (afr.)
Dagegen a: G 4,15: wape (vädi ) : scape ( skadi ). Fügt man
jenen ö-Formen die weniger gesicherten Belegstellen hinzu, so
hätte man das Verhältni6s
G a : 6 =* 1 : 6 (cf. 3,17. 1,6.)
A 5 (cf. 866. 868. 873. 344. 347.)
Die Texte kennen nur o. Es haben also auch hier die
Schreiber südlichere Formen eingeführt, lote A 875. 895. G
119. plur. C 47. 183 u. s. w. wope G 222. 488. B 855. 988. D
233. brope ( brädr ) G 2233. B 149. bropely B 1256. pro (Prä
subst.) B 754. G 6. 8. proly G 939. B 180. wro ( rä ) G 2222.
roue (v. rifa) G 2346. forlotez (lata. Morris möchte das engl.
forletez einsetzen.) B 101 bope (bädvr) B 794. 832 u. s. w. scrof
(skrafr) ibd. 1546. froward (frä-; nach Sk. freilich ß- a. 0. =
ae. fromweard) D 231. Das an. frä vertritt in unseren Ge-
dichten stets das ae. /Vom, front, mit Ausnahme eines einzigen
Falles G 461. Für die Überlieferung von G ist das wieder
cbaractenstisch. frä zeigt immer o, nur einmal fra B 243-
0 ganz correct in tieftoniger Silbe: wyndas ( vmd-äss ) G 103.
ä + g =» me. att, aü (ü), gesdir. freilich stets oto, e%. Doch
dürfte A 547 statt lowe — laice zu setzen sein, einmal weil die
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Reimkette mit knaw begann, das der Schreiber also nicht
änderte, andrerseits wegen rawe = *rcewe s. oben unter ae. ce.
— lo$e A 119. lowe ibd. 236. lowest ibd. 1000. loghe 6 1373.
B 366. D 147. 334. lo%e subst. B 1031. lo%ed v. ibd. 1650. Aus-
nahmsweise bilooghe ibd. 116.
i-Umlaut v. ä.
<an. de = me. a und £*, e.
1) a. brapez ( brceäi ) A 346. sing, brathe B 916. A 1170.
stalworth (cf. stdela ) G 846. 1C59. stalworthest B 255. 884. rad
(hrceddr) G 251. B 1543.
2) e. A 18: bäte ( bcela): wele (ae. wela): he.le (ae. halu).
G 3,5 : störe (skcerr ) : ctöre (afr.). Im Innern : werter comp.
( vdenri ) G 945. hepyng (hdding) B 579. 710. G 2.
5.
an. e = me. £*. G 2,11: sere (ser): prayere (afr.). — ser.
B 336. 358. 507 u. s. w. Auch in Zusammensetzungen: serelych
C 193. serlypes als adj. (cf. an. serdeilis) A 993. breue (brefa)
A 754. G 1393. breuyt D 103. heßen (heäan) A 231. G 1794.
1879. Nach Analogie davon quepen (*hvedan) G 461. 871.
i.
an. % = me. i. G 1,17: pryue (prifa ): dryue.( ae. drifari).
A 844: ryf ( rtfr ): pryf : stryf (afr. estrif). ibd. 645: tyt (neutr.
titt) als adv., v. tidr ) : respyt (afr.). G 1,13: Ute: respite . ibd.
3,18: tyt: bite (ae. bitan). Und so häufig in allen Texten.
Ferner strype ( strwta ) G 2305. swypez ( svuta ) G 478. wyTces
( wik ) B 1690. — viss in Zusammensetzungen: ryqtwys A 674.
684. B 294. 328. D 245 u. s. w. bustwys A 910. lykkerwys G
968. typyng (tiäindi mit vertauschtem Suffix) B 498. 1557.
plur. G 78. D 57 u. s. w. — Verkürzung: tytter , comp. C 231.
6 .
Es erleidet keine Veränderung. A 578: blom (i blöm , blomi):
tom (i tönt ): dome (ae. dom), ibd. 916: bone ( bön ): done(ae. dort).
D 194: bone. ibd. 313: tome u. s. w. crokez ( krokr ) A 40. mot
(möt — Versammlung, Versammlungsort, Stadt) A 142. 936.
6
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947. plur. 948. cröked v. B 181. toke (v. taka) A 414. 584.
mote plur. (möt, n. = Zeichen, Signal beim Jagen) G 1141.
ou — ou: rous ( hrös ) G 310 wie goud statt ged.
o 4 . g = me. ow, ü, geschr. oto, fälschlich aw s. unter ae.
ä. plow (plögr. Sk.) B 68 . bawelim ( böglina ) B 417. C 104.
i-Umlaut von ö.
Nur wenige Wörter, semly (scemliga) B 816. Für das v.
ne. to seem } beseem setzt Sk. a. a, 0. ein ae. seman an. Ich
nehme an, dass Sk. ae. seman belegen kann; sonst wären
die entsprechenden me. Formen hierher zu zählen. — Ein häufig
vorkommendes, hierher zu rechnendes Wort ist an. slobgr adj.
und sldegä subst. dbg wird naturgemäss wie z. B. ae. - eog
behandelt: vnsly^e G 1209. slyp ibd. 1542. 1854. B 1289, stypee
C 130. slcpy G 1182. slep ibd. 1858.
a.
an. ü= me. ü\ geschr. ou, ow. G 4,2: boun (büinn): renoun
(afr.) A 992: boun : broun (ae. brün): renoun . — drowpyng
(drüpa) G 1748. droupyng ibd. 1750. scowtez ( sküti , sküta) G
2167. B 483. scowte (- wach ) B 838. Morris Gloss.: scowte-wach
= sentinel , guard ; das ist richtig. Aber was heisst denn
scowte-wach eigentlich? scowte ist hier = an. sküta = cuttere
also wörtlich: »wie eine Kutterwache erschrak«, nämlich beim
Anblick von Piraten, die die Transportschiffe plündern wollten,
so u. s. w. — Zweifelhaft ist, ob auch glopnedly (glüpna) B
896. glopnyng G 2461 gloped B 849 und bope (büä) C 441
hierher gehören, da eben das o Schwierigkeiten bereitet Man
führt sie wol besser auf eine andere nordische Sprache, bope
mit E. Brate a. a. 0. p. 35 auf adän. both zurück. — Der
Schreiber von Hm setzt vor n ou: bone (büinn) 181 wie in ae.
und afr. Wörtern.
0 .
Es wird
a. zu £, geschr. y (i). myre ( myrr , myri) G 749. B 1114. C
279. lyre (hlyr) G 943. 2050. lire D 149. tyne (tyna) C 500.
506. B 907. syt (cf. süt . v. syta) A 662. B. 566. 1257.
ß . zu derpe (dyrä) A 99.
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83
ß. Zusammengesetzte Vocale oder Diphthonge.
Jü, jo.
Die me. Formen gehen von tu, to aus.
a) fu . meke (mjükr) A 814. 831 u. s. w. mekest D 250.
mekdy B 783. mekned v. ibd. 1328. mekenesse C 15. 32. u. s. w.
nente (niundi) A 1012.
ju + g = me. yj, e% wie ae. eo -f g. A 823: dry$e
(drjugr ) : professye (afr. prophecie ) : Isaye (nom. prop.).— dryqly
A 125. 223. dry%e G 335. 1460. dry^ly B 74 344. u. s. w. dre$
G 1750. 2263. dretfy ibd. 1026. B 476,
ß) jo. skete (skjött als adv. gebraucht, v. adj. skjötr) G 19.
B 1186. G 195, Zweifelhaft ist ledden (hljodan) A 877, der
Doppelconsonanz wegen, während der Wandel von d zu d nicht
ins Gewicht fallen kann.
ei.
Die hierher gehörigen Wörter sind sehr zahlreich. Sie kenn-
zeichnen sich dadurch als an., dass sie auch im me. ihren Diphth. dt,
geschr. ay, stets bewahrt haben. G 3,12: pay ( peir ): baye
(afr. abai). ibd. 2,20: payres (peirra+s): repayres (afr. repai -
rier). A 1198: aye (et): paye (afr. paie). ibd. 305: rayse (reisa):
prayse (afr. preisier). Aus dem Innern : nay ( nei ) G 256. 706.
2407 u. s. w. blayke ( bleikr ) A 27. frayst {f reistet) G 279. 324.
409 u. s. w. wayke (veikr) ibd. 282, davon v.waykned B 1422.
haylsed ( heilsa ) A 238. 810. B 612. 814 u. s. w. graype (greidr)
G448. graythist D251. graypely G417. A 498. grayped (greida)
G74. B343. C53 u. s.w. wayued (veifa) G306. C454. rehayted
(heita) G 895. 1422. 1744. tayt (teitr) G988. 1377. B 871. raykez
(i reika ) G 1076. 1727. 1735. rayked D 138 u. s. w. layk ( leikr s.)
G 1023. 1125. plur. G 262. B 122. 1053. layke ( leika ) G 1111.
laykez B 872 u.s.w. laytes ( leita ) G 355. 411. B 97. laitid
D 155. bayted (beita) B 55. swaynes (sveinn) B 1509. layth (leidr)
C 401. waymot (vei-) ibd. 492. baypes (beida) D 257. Zurück-
zuweisen ist epe G379. 2467, das unmöglich auf an. eida zurück-
gehen kann. cf. Anglia I, 469. Über sweigja s. unter ae. e . —
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84
an. ei kann ei. bleiben oder auch zu e monophthongirt werden
nur vor n. G 4,7 : bayn ( beinn ) : Gawayn. A 807 : bayn : slayn
(, slcegen , v. slean ) : vayn (afr.). Andrerseits : G 2,9 : vribene : grene
(ae. grene): sene (ae. seon). A 198: bene : bydene (ae. eene.
cf. Zup. Guy of W. zu Vers 2408): sene (ae. gesene). Im Innern :
bayn G 1092. B 1511. C 136. bene A 110. C418. enker (einkar-)
G 150. 2477.
au.
Auch die an. Wörter mit dem Diphth. a# sind unschwer
herauszuerkennen, da sie ihren Diphth. au unverfälscht erhalten.
Ihre Anzahl ist nicht sehr gross, raupe (rdudr) G 2204. %aule
{gaula) ibd. 1453. glaumande (s . glaumr. Y.gleyma) G46. hawh
(i haukr ) A 184. Letzteres Wort könnte man zur Not als eine
Zusammenziehung von hauekes B537 fassen; aber das am haukr
liegt zu nahe, als dass man darauf verzichten sollte. Ähnlich
verfuhr ich oben bei vsle , das ganz correct statt auf an. usli
auch ,auf a e. ysle zurückgeführt werden könnte. In einem süd-
lichen Dialect müsste man sich schon dazu verstehen. — lausen
(adj. lauss , v. leysa) G 1784. lawsez ibd. 2376. laused B 957.
— ou statt au geschr. : routes ( rauta ) G 186. louse
D 165. 178. In allen 3 Fällen ist au herzustellen. — wyndowe
(vind-auga) B 318. 453. G 1743 ist kein Verstoss gegen die
Regeln, die ich unter ae. d aufstellte. Das au in auga wurde
monophthongirt — ö> und dann bildete sich mit Hülfe des
aus g entwickelten u regelrecht der Diphth. ou r der doch wol
als aü näher bestimmt werden muss.
ey 9 i-Umlaut von au.
. an. ey = me. a£, geschr. ay . kayred ( keyra ) G 43. B 85.
kayre G 1048. 1670. nayte (neyta) B 531. nayted D 119. G 65.
naytly (neytr) B 480. layne (leyna) G 1786. 1863.2124. D 179.
Reim A 244: layned : playned (afr. pleindre). taysed (ßeysa)
G 1169. snayped (sneypa) ibd. 2003. hay ( hey ) C 394. 438.
an. treysta gibt trägst G 1211, und mit Moriophthongirung zu e
und Erhellung zu i vor s (s. unter ae. e) tryst G 2325. Reim
A 460: tryste (adj.): Kryst . — trysty B 763. — Monophthon-
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85
girung zu e ferner in : stremande (streyma) A 115 und grehounde z
C grey -) G 1171.
eyj — me* yj, e?: A 306: (deyja): y$e (ae. eage ) :
sorquydry^e (afr.). ibd. 705 : dyed : aspyed (afr. espier ) :
(afr. tfreer). Aus dem Innern : A 641. B 400. 1329.
G 2460. dezfi G 996. 1163. deghed D 246. Für die ^-Formen
verweise ich auf tenBr.’s Ableitung von afrs. deja Ch. § 41 Anm.,
obschon sie sich auch ohne dieselbe leicht erklären. Ob 5050
(ffeyja) G 67. 1215 hierher gehört? s. unter an. »gr«.
b. Altnordische Gensonanten.
a. Labialreihe.
b. Über b ist nichts zu bemerken.
p • Geminirtes p erhält sich inlautend zwischen Vocalen,
vor Consonanten dagegen und im Auslaute wird es vereinfacht:
happe (happ) A 16. 712. 1194* pl. happes B 24. C 11. 29. happen
adj. C 13. 15 u.s.w. kyppe (kippa) B 1510; dagegen sop (soppa)
G 1135. hap G 48. vnhap ibd. 438. B 143. 892. 1150. hapnest
G 56. vnhapnest D 198. Gemination nach r : carppes (karpa)
G 377. 1979. Über die Verbindung pt = ft s. unter f .
f. Inlautend vor Vocalen ist f gewöhnlich zu u = v ge-
worden wie in ae. Wörtern: breue (brefa) A754. priuen (v.prifa)
ibd. 867. priuandly G 1080. 1380. riuez (rifa) ibd. 1341. 2290.
louez (lofa) B 987. D 349. neue (hneft) B 1537. wayued ( veifa )
G 454. Durch Svarabhakti zwischen Vocale gekommen : groue-
lyng (grufla) A 1119. neuened ( nefna ) G 65. 541. B 410. D 25
u. s. w. neuened müssten wir unseren Principien gemäss eigent-
lich zu dem ae. Wortschätze zählen, doch tritt ae. nemnan
neben an. nefna niemals auf. — f =v nach r: swarues ( svarfa )
D 167. — f ausgefallen in wyrle ( hvirfla ) B 475. — Besonders
häufig steht f in der Verbindung ft , an. geschr. pt: lyftes ( lypta )
G 12. 2309. alofte (lopt); raynryfte ( ript ) B 368. vnpryftyly
B 267 u. s. w.
v. Es wird in unseren Denkmälern stets durch w aus-
gedrückt. Weiter ist zu bemerken, dass anlautendes v vor r,
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aus dem an. herübergenommen , sich im me. festgesetzt
hat, während es im an. bald darauf verloren ging. Dieser
Umstand bietet einen Anhaltspunkt für die Zeit der Einführung
der betreffenden an. Wörter. Es sind wrang , Beisp. s. unter
an. a; und wro (*vrä. Cleasby-Vigf., für welche der spätere
Lautbestand bei der Anordnung ihres Stoffes massgebend war,
geben ra) G 2222. cf. Wimmer a. a. 0. p. 26. Anmerkung.
m kann ich übergehen.
ß. Lingualreihe.
d. In der Gemination behandelt wie sonst, oddely B 698.
stadde ( staddr , part. v. steäja) B 983. 806. D 274; dagegen stad
G 33. 644. 2137. B 90. 1506. rad ( hrMdr ) G 251. B 1543; in
rad ist freilich der Vocal auch wol lang. — d zu t geworden
in : schunt (, shundi ) G 2268. nente (niundi) A 1012. — d noch
nicht zu th geworden in : dumpe (dumpa. ne. to thump) G 362.
— d ist ausgefallen in : hansel G 491.
t » In der Gemination: hyttez (hitta) A 132. B 479. hytten
G 1455 u. s. w. Erst me. Gemination : attle ( atla ) G 27. attled
B 207, doch atled G 2263. atlyng B 688. — an. titt, neutr,, als
adv. gebraucht, erscheint in den Denkmälern als tit, tite, wel-
ches durch die Reime G 1,13,3,18 gesichert ist. Der Comparativ
dieses adv. steht C 231 : tytter . tit, tite hat ein tyd zur Seite,
für welches das masc. ttdr möglicherweise massgebend war.
s. weiter unter p, <?. Eis ist nun wohl zu beachten, dass iq
A. G. D nur tit , tite zu treffen ist, während in B und C beide
Formen neben einander hergehen.
p 9 d. an. p bezhw. d im An- und Auslaut ist stimmlos,
im Inlaut dagegen stimmhaft. Da im Anlaut nur in pay
gelegentlich th geschrieben wird, so lässt sich daraus vielleicht
wieder schliessen, dass thay stimmhaftes th hatte. Im übrigen
ist die Schreibweise wie in ae. Wörtern, also inlautend p:
strope (, strodinn ) A 115. hepen ibd. 231. graype adj. G448. 2047.
baypen ( heida ) ibd. 1404. 1840 u.s. w. Hm hat inlautend nur th:
wothe D 233. baythes 257. graythist 251. Auslautend wird auch
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in Nm gewöhnlich th gesetzt: grayth G 597. waytk ibd. 1381.
brath B 916. layth C 104.
Das t in taysed G 1169 erinnert noch an ae. tdesan.
ä wird d in blunder ( blundr ), im Reime auf wonder G 1,1;
desgl. in tyde (i Mr ) B 64. 901. 1099. G 100. 127. 229 u. s. w.,
wenn hier nicht vielmehr der bekannte Wechsel zwischen d
und t vorliegt, und dies ist wol wahrscheinlicher, da man
im andern Falle erst erklären müsste, wie ein adj. tiär ohne
weiteres auch als adv. fungiren sollte.
s. Die Lautwerte verteilen sich wie beim ae. s . mysse
( missa , s.) A 364, aber mys ibd. 264 entspricht gleichfalls dem
ae. Verhalten. Nach l findet sich einmal franz. c statt s ge-
schrieben: haylce G 2493.
I. In der Gemination : skillee A 54. bollee (bollr) ibd. 76.
halled Qialla) G 458. welawille ibd. 2084. ille B 73. 693. 735.
864 u. s. w. bolle (bolli) B 1145. bollee ibd. 1511; doch bole
B 622. Im Auslaut: skil G 1296. B 569. 709.
r zeigt nichts von Belang.
n. In der Gemination: twynne A 251. prynne G 1868.
mynne ( minni , lat. minus) ibd. 1881. mynne v. ibd. 1992.
u. s. w., doch spenet ( spenna ) G 158. Vor Consonanten ist
Vereinfachung Regel: menske s. A 162. mensked B 153. menskful
ibd. 555.
n noch nicht zu m geworden in: brynstone B 967.
y. Palatal- und Gutturalreihe,
fc. Der i-Laut erhält sich in allen Stellungen: das ist der
Unterschied zwischen ae. und an. Wörtern.
a. Im Anlaut. Vor Vocalen steht c und k: carpe (karp n.)
A 751. G 307. 1013. v. ibd. 263. 360. D 317. u. s. w. cayred
B 84. 901. 1259. cost G 546. 750. connyng B 1625. cast (käst)
B 768. plur. G. 1295. cast v. G 249. 1901. 2317. u. s. w. —
karp v. G 696. 1221. 1225. sbst. ibd. 704. kayred G 43. 1670.
kakes (kaka) B 625. 635. käste v. A 1 198. G 878. Vor e setzen
die Schreiber begreiflicherweise nur k: kest ( kasta ) G 153. 154.
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157. 314. 415. D 83 u. s. w. — Vor Consonanten ist k von e
fast gänzlich verdrängt worden: crokez ( krökr ) A 40. v. croked
B 181. clambered G 801. 1722. clobbez B 839. u. s. w. —
klubbe ibd. 1348.
ß. Im Inlaut, raykande A 112. meke ibfl. 404. laykez G
262. spakest ( spakr ) C 169 u. s. w. Gemination: sekke (sekkr)
G 382. blykked ( blika ) G 469. 2485. B 603. tulkkez s. B 1189.
1262. Ganz correct im Auslaut: dok ( dokkr . Mätzn. W.) G
193. — Der £s-Laut in rache z G 1420. rachchez ibd. 1164. 1362.
1426 erregt Bedenken, das Wort direct vom an. rakki her-
zuleiten. Vielleicht ist es erst durch das franz. gegangen, oder,
was wahrscheinlicher, nach Analogie von brache (afr. brache) um-
gebildet. cf. braches G 1142. 1563. 1610. brachetes ibd. 1603. —
Wo an. kk für germ. nk steht, findet sich me. natürlich nk:
ronk A 843 u. s. w. — k inlautend zwischen Vocalen und im
Auslaut nach einem Vocal ist ziemlich häufig ausgefallen. Es
betrifft dies besonders das v. taka ; tan praes. plur. G 977.
1920. täte praes. 3. sing. G 1390. 1811. 2305. B 705. ta imperat.
G 413. C 78. part. tan A 913. B 763. ouertan G 127. bitan D
28. Für G wurden die Beispiele schon bei einem besonderen
Anlass unter an. a angeführt. Vereinzelt: clatz plur. praes. v.
klaka B. 839.
Die Verbindung sk erhält sich fast ohne Ausnahme. Dafür
wird auch sc geschrieben, selbst vor hellen Vocalen: skowtez
B 483. skyfted B 709. skyrtez (skyrta) G 601. 867. skyllez s. A
54. sing. ibd. 312. menske s. A 162. 782. menskful G 1268.
u. s. w. scarrez v. B 598. 1784. scape (, skaäi ) G 674. 2353.
scrape G 1571. scylle s. B 151. Das nachgesetzte k in sckete
C 195. zeigt das Fehlerhafte des c vor e. — schvmt (skundd) G
2268. und schunt ( skunda ) part. praet. B 605. praet. G 1902. 2280,
überall durch die Alliteration gesichert, sind offenbar von dem
begriffsverwandten ae. *scunjan = me. shunien beeinflusst.
Über rasch (röskr) A 1166 cf. Skeat.
g. Es ist überall gutturale Media geblieben, auch wo es
geminirt ist
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a. Anlaut, garten (göra) A 86 . forgarte ibd. 321. gatez
( gata ) ibd. 1105. algate G 141. gaynly ( gegnliga ) G 476. 1241.
gayn v. ibd. 584. greme (gremi) A 465.
ß. Inlaut: waggyt ( vaga ) D 281. eggit {egg ja) D 40. eygyng
B 241. biges G 9 buggyd D 37. 207. byggyng A 931. plur. 934.
bagges (baggi) C 158. ryg ( hregg ) B 382. ryge ibd. 354. legge
(leggr) A 459. legges G 2282. legez G 575. anger A 343. wranh
= wrang B 891. s. unter ae. g.
5 in 2 ,aule (gaula) G 1453 erklärt sich wol aus Analogie
von %elh Sollte auch %e$e G 67. 1215 B 846 an. Ursprungs
(geyfa) sein, so wüsste ich nicht, warum g sich in 5 verwandelt
hätte.
Dass sich g mit vorhergehenden Vocalen auch zu Diphthongen
verbindet, sahen wir schon oben.
ge = me. x: brüxlez ( brigzla ) C 345.
-liga, - ligr = me. - ly . Einmal jolile G 42.
h . Über h ist nur zu sagen, dass in der Verbindung hv
das h einmal abgefallen ist: wyrle ( hvirfla ) B 475. ln der
Analogiebildung whepen G 871 findet sich nach bekannter Regel
einmal quepen G 461 geschrieben.
Wir sind am Ende der germanischen Laute angekommen.
Um mich nicht auf unbekannte Gebiete zu wagen, musste ich auf
die Behandlung derjenigen Wörter, die andere germanische Spra-
chen unseren Denkmälern zugeführt haben, vorläufig verzichten.
Ihrer sind nicht viele mehr. Doch ist immerhin noch so viel
übrig geblieben, dass sich eine Untersuchung ähnlich derjenigen,
welche E. Brate in seiner mehrfach citirten Dissertation für das
Ormulum angestellt hat, sehr lohnen würde. Wir würden da-
durch nicht allein einen weiteren Beitrag zur me. Lautlehre
erhalten, sondern auch die Denkmäler an und für sich würden
ihren Nutzen davon haben, indem manche, heute noch ganz
dunkle Stelle aufgeklärt würde und manche unklare wenigstens
eine präcisere Deutung erfahren könnte.
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B. Romanische (Altfranzösische) Laute.
Wie allen me. Dialecten des 14. Jahrhunderts, so auch dem
unsrigen, führte das afr. den grössten Teil seiner Lehnwörter zu.
Man sollte erwarten, dass innerhalb der Werke unseres Dich-
ters Sir Gawain, der Ritterronian, mehr romanische Elemente
aufwiese als die übrigen. Sieht man indessen von einigen Stellen
ab, in denen von Ausrüstungsgegenständen u. dergl. die Rede
ist und wo der Gebrauch von franz. Wörtern geboten war, so
steht Sir Gaw. mit Cleanness, Patience und De Erken walde
fast auf derselben Stufe. Anders verhält sich The Pearl.
Unter den 1212 Reimen zählt The P. allein 370 Wörter franz.
Ursprungs, während Sir Gaw. in den 505 Zeilen nur 92 bietet.
Der Roman The Aunters of Arth, at the T.-Wathelan enthält
in 715 Versen deren etwa 70, St. Susanne in 366 Versen eben-
falls etwa 70. Bei Chaucer kommen in den Canterb. T. durch-
schnittlich auf 600 Verse 200 franz. Reim Wörter. Ähnlich dürften
die Verhältnisse auch im Versinnern liegen. The P. steht dem-
nach hinsichtlich ihres romanischen Wortschatzes beinahe Ch.
gleich, ihre Sprache, an derjenigen der übrigen Werke unseres
Dichters gemessen, erscheint gesucht und unnatürlich. Wie in
ihr das franz. Element hervortritt, bleibt das nordische zurück.
Umgekehrt ist es mit Cleanness, Patience und De Erkenwalde,
denen Sir Gaw. sehr nahe kommt.
a. Altfranzösische Vocale.
a. Einfache Vocale.
a.
Wo a erhalten bleibt, ist es reines a. Dies setzte ich oben
schon mehrfach stillschweigend voraus. Weitere Reime sind
überflüssig. Ich beschränke mich darauf, das Wichtigste aus
dem Versinnern hervorzuheben. Wie im afr., so wird man auch
im me. überall zwischen betonten und unbetonten Silben zu unter-
scheiden haben. Eine Accentverschiebung hat schon häufig statt-
gefunden. Ich deute sie in der Regel durch einen ' an.
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1) a in betonter Silbe erfahrt kaum eine Veränderung.
tdble G 39. stabeled ibd. 823. tape ibd. 460. gärytez (garite)
G 791. faltered (*falter) ibd. 430. bärgayn ibd. 1112. male
ibd. 1129. 1809. wässayl B 1508. blasoun G 828. mäner G 90.
taehed A 464. täbarde B 41. damyselle A 361. mascle A 726.
sage B 1567. e statt a: querre (quarre) G 1324. Eigentümlich
ist debetande (debatire) G 2179. Es scheint eine Verwechselung
mit me. bete (ae. beatan) vorzuliegen.
2) In, me., unbetonter oder schwach betonter Silbe wird a
manchmal durch e, seltener durch i wiedergegeben, oder ist
ganz geschwunden : peraunter B 43. perfet A 208 gegen pärfit
ibd. 638. glserne (ghisarme ) G 288. 326. 2265. crevisse (crevace)
G 2183. remnaunt (remanent) G 2341. 2401. A 1160. B433. 738.
ay : wässayl (vassal) B 1508. metayl (metal) G 169. vysayge A 178.
cf. den entgegengesetzten Schreibfehler z. B. p. 22.
a vor gedecktem n, m geht im me. seine eigenen Wege.
Gewöhnlich nimmt es einen getrübten Laut an, den ten Br.
zum Unterschiede von dem wirklichen Diphthongen au passend
mit a* bezeichnet. In der Endung -aunce = afr. -ance vollzieht
sich dieser Übergang ohne Ausnahme: countenaunce G 100. 1539.
afyaunce ibd. 642. bobbaunce ibd. 9. conysaunce (conoissance)
ibd. 2026. penaunce ibd. 2392. romaunce ibd. 2521 u. s. w. Sonst
beginnt schon vor -wc- das Schwanken. Ob a dann in betonter,
tiefbetonter oder unbetonter Silbe steht, ist von geringem Be-
lang: launce G 1175. 1464. lance ibd. 1343. 1350. 2124. fortan -
cyng ibd. 1334. auncian (mit lat.suff.) G 948. 1001.2463. daun -
syng ibd. 47. mancioun B 309. aunceterez ibd. 258. chaunsel
G 946. — Vor - nch : fraunchyse A 609. braunch G 265. brawnche
D 276. — Vor - nd : comaunded G 366. chaundeler B 1272. launde
G765. 1894. 2146. braundysch A 346; vor - nt : A 157 ff.: adaunt
(danter): relusaunt : bleaunt ( bliant , blialt); chauntre G 63.
semblaunt ibd. 148. fäntoum G 240. recreaunt ibd. 456. graunt
adj. G838. B765. grant G 1037. 1392.2126. yrauntez v. G 921.
B765. D 126. grantez G 1103. 1218. aparaunt B 1070. erigant
ibd. 148. plantted ibd. 1007. aunte A 233. — Vor - ng : angdes
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B 19. A 754. aungeleS B 207. 783. 795. pentangel G 620. 623.
pentaungel ibd. 664. mangerye B 52. stränge B 861. 875. chaunge
G 863. ianglande C 90. 433. — Vor -mb: A769: fiambe (flammer) :
clarnbe (v. ae. climban) : lambe (ae. lamb) ; dagegen flaumbande
B 1468. A 90. — Vor -mp: samples B 1326. A 499. larnpes
B 1485. laumpe G 2010.
Da jene Trübung an Dehnung gebunden ist, so tritt sie
naturgemäss in ankres C 103, rankor B 756 nicht ein.
Als beachtenswerte Schreibfehler verzeichne ich: plonttes
A 104. bronth B 487.
afr. ao = me. aü , geschr. aw : brawen (braon) G 1611.
brawne ibd. 1631.
e.
Schon im afr. hatte das e verschiedene Lautwerte. Diese
sind mehr oder weniger ins me. herübergenommen. Sie lassen
sich nur durch den Reim bestimmen. Wenn daher von einem
offenen oder geschlossenen e die Rede ist, so kann dies nur
von dem e in betonter Silbe gelten, me. ^ geht zurück auf
a. afr. e aus lat. a. G 3,24 : clere : here (ae. hyran). A 405 :
apere : dere (ae. deore). ibd. 297 : countre (ital. contrada ) : se
(a e.söon): fle (a e.fleon). Aus dem Innern: kenel (chenil) G 1140.
degre B92. chemnS (cheminee) G875. 978. 1667; daneben schon
das moderne chymne G 1030. 1402. plur. ibd. 798. Verkürzung
im comp, clerrer B 1056. Die Endung afr. - e = lat. -atem ist
in Nm nicht selten mit einem Acut versehen: destyne G 996.
semble ibd. 1429. B 126. specialte G 1778. pite B 232. contre
ibd. 1679. pouerte C 13 u. s. w., dagegen contre B 281. pite
ibd. 396. eite ibd. 673. 926. charite A 470. honeste D 253. Statt
der Endung -e ist schon mehrfach das moderne -y ein-
getreten* also Suffixvertauschung, pyty A 1206. bounty D 248.
ryalty B 1371. melly (meslee) G 342. 644. city B 722. A 986.
eitles B 940. dayntys (daintie) B 38. dayntyes G 483. B 1046.
Danach erscheint der Reim A 752: propertez (properte): vys
(vis): wys (a e. wis) kaum mehr fehlerhaft, indem der Dichter
wahrscheinlich propertys schrieb ; dafür spricht auch proyerty
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A 446. — - ay statt -e: contray 6 734. pl. contrayez ibd. 713.
valay ibd. 2145. 2245. journay C 355.
ß. afr. e = gr. rj. prophete : sete (ae. saton , v. sittan)
A 831,
y. afr. e = gr. oi : fenyx ( <DoTvig) A 430.
me. e., e. entspricht
a. afr. e — lat. e oder i in Position. G 3,1: forest: best .
A 277 ff.: geste : requeste : feste : taste. A361: damy seile: spelle .
ibd. 999 : gemme : nemme (ae. nenrnan). A 589 ff. : aper/ : ouuerte:
desserte: rert (v. ae. rceran). ibd. 1067: rssetf (lat. receptum):
reget ibd. 957 : pres (presser ) : diese (ae. ceas , v. ceosan ). Im
Innern : werbles (werble) G 119. pented ibd. 204. rehersed ibd. 392.
frenges (frmge) G 598. cercle ibd. 615. seuer (sevrer) G 1958.
1987. tresse = destresse A 124 mit abgefallenem Präfix, cf. Zu-
pitza ,z. Guy of Warw. V. 576. mester (mestier) C 342. corbeles
(lat. corvellus) G 1355 ; dagegen corbyal B 456 setzt afr. cor -
beaus = corbiaus = corbials voraus. — pernyng G 611 wird
nichts anderes sein als die anglonorm. Nebenform zu afr .prendre.
cf. »Li Cumpoz Philipe de Thaün« ed. E. Mall. V. 77. 2897. 3475
u. s. w.
y statt e : tyxte C 37. G 1515. 1541 u* s. w. ey: deystyne
B400; teiche D 85 gegen A 845: teche : pechche (afr.): feche
(ae. feccan). a : manace (menacier) G422. mänas subst. D 240.
au: aumayl (esmail) G 236. enaumayld B 1411. 1457. Die
Möglichkeit des Übergangs zu a u zeigt anamayld G 169 an.
ß * a fr* e = lat. a vor l: Noivel G 65, wofür die rein
lat. Endung lieber beibehalten wird: festiual B 136. cf. Mall
a. a. 0. Einleit. p. 53.
In lonlosen Silben finden sich neben e verschiedene Vocale
wie schon im afr. Die Erinnerung an das lat. Stamm wort war
für den im me. zu wählenden Vocal oft massgebend, y in dem
Präf. dis- statt des- häufig, ohne Rücksicht zugleich auf die
Betonung, dispayred C 169. distryed A 124. displesez G 1304.
A422. dispysed B 1790. disserue G 452. 1779* dispit C50. B821.
dystresse A 280. 337. — a für e: sacrafyse C 239. 334. B 510.
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1497. Palastyn B 1177. blasfamye B 1712. vylanye G 345.
vylany ibd* 634. 2375 u. s. w., dafür vylayny B 863. —
y : sauyour C 24 (saneour B 576). B 581. 746. losynger C 170.
mantyle C 342. G 153. 878. 1736. 1831 u. s. w. lantyrne A 1047.
— o: sorsory B 1576. robborye B 184. robbors ibd. 1269. —
a im Anlaut von verb., besonders vor s + Gons.: ascaped C 110.
B 569. aspyc G 1199. ascryed G 195. G 1153. afrayed B 1780.
anoynted ibd. 1497. achaufed G 883. astate G 393. affray s.
A 1174. auentayle (eventail) G 608. — ay in der End. el :
grauayl (gravele) A 81. vessayl B 1791. plur. ibd. 1713. chapayle
G 1070. Vereinzelt resayt = recet G 1168. — e ist ganz aus-
gefallen : enmy G 2406. B 1204. enmyes C 82. harled (har der)
G 744. cheualry G 1512. B 1238. cheualrous G 2399. iuelrye
B 1309. mayntnaunce B 186. sustnaunce ibd. 340. enprisonment
B 46. amed ( aesmer ) B 698. bachleres ibd. 86. restorment D 280.
e eingeschoben: sembelaunt A 1143. disheriete B 185.
afr. ie wurde im Anglonormannischen monophthongirt.
cf. ten Brink Ch. und »Reimpredigt« ed. Suchier Einleit. p. XVI.
Von e = ie ging das me. aus. In unseren Mss. wird auch
nicht ein einziges Mal ie geschrieben. G 3,24: chere (chier):
clere: here . ibd. 2,11: prayere : sere (an .ser). A885: chayere:
clere. ibd. 276: iueler : cler . ibd. 783: maynteem (maintenir -
von maintien pp. ist natürlich auszugehen): bene (ae. b&on).
268 ff.: bref (brief): meschef : lef (ae. leof): pef (ae. peof). Also
überall Doch reimt es in A wenigstens einige Male auch
mit c, wovon die Beispiele unter ae. e zu vergleichen sind.
Wie nahe e* an i streift, scheint der Reim A 231 ff.: Grece
(nom. propr.): nece (niece): pryse (pris): spyce (espice) zu be-
weisen. Grice wird übrigens »The Destruction of Troy« 13684
belegt; ebenso dürfte nice Vorkommen, so dass der Reim ganz
correct wäre. s. unten.
Aus dem Innern : sege Gl. D 35. cheued (chevir) G 63. 1271.
mere (mier adj.) G 153. 1495. fers (ßers) B 101. fersly G 1323.
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feersly G 329. peces B 1348. G 1458. conquere B 1632 (dagegen
require G 1056 wohl durch lat. Einfluss), maner G 90. 484. A 918.
manerly G 1656. B 91. D 131. baner (baniere) ibd. 117. porter
(portier) G 808.813. gorger G 957. cacherez ibd. 1139. rocherez
(rochier) G 1427. 1699. dobler B 1146. maier B 1560. 1617.
plur. G 503. coler (v. coZ, cou) B 1569. macers D 143. Corners
D 71. sauter A 593. 677. reuer (riviere) A 1055. Der Accent
ruht, wie die Alliteration zeigt, gewöhnlich nicht auf der Endung
-ier, -iere, höchstens ist schwebende Betonung anzunehmen.
Gleichwohl kommt ie doch auch hier nie zum Vorschein. Anders
freilich Ch., s. ten Br. Gh.
Als Ausnahmen sind zu merken pyece =pece A 192. mayn-
tyne G 523. Jcerchofez G 954.
i.
afr. i erhält sich meistens unverfälscht. G 1,15: enclynez
myne (ae. min), ibd. 3,18: endite (enditer): bite (ae. bitan ). A
1035: asspye (espicr): plye (plier): margyrye (nom. prop.):
sy$e. A 97: asyse (assise): deuyse (deviser): wyse (guise): ryse
(ae. risan). Aus dem Innern: auyse G 45. hardy G 59. 285.
B 143. prys G 79. cortyn G 1195. 1192. 1476 u. s. w., davon
cortyned G 1181. tapytes (tapyt) G 77. 568. 858. diner G 928.
1559. tyffen (tiffer) G 1129. symple G 1847. A 1134. gyn =
engin G 146. spyryt (lat. Spiritus) A 61.
Ein gelegentlicher Übertritt zu e ist nicht selten, besonders
in D. ser = sir D 108. 117. 213. 225. u. s. w. Nm schreibt
immer sir od. syrl Bretons D 9. Bretone ibd. 213. Bretayn
G 14. 20. preue (prive) G 902 s penne (espinoie) ibd. 1709.
1896. geserne ibd. 326. (daneben gis . G 288. 375) trecherie G
2383. (daneben trich. G 4. B 187). cete B 78. 1615. 1795 u.s. w.
neben dem ebenso häufigen eite, vergynite B 1071. vergynte
A 767. vergynes A 1099. presonerez B 1217. pete G 327. reuer
(riuiere) A 1055. Reim A 68: dyscreuen (descriv(-ons) , v.
descrire): cleuen: leuen .
In unbetonter Silbe kann e statt i nicht auflallen : mätens
(matines) D 128. cronccles ibd. 44. perelous G 2097. iolef B
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300. C 241. myserecorde A 366. reueres (Reim) A 105. Nach
Skeat a. a. 0. wäre hierher auch batelment (*bastilment) B 1459
zu rechnen, abataylment G 790 mit dem nicht ungewöhnlichen
Wechsel zwischen -el und - ayl .
Eine besondere Betrachtung ist der afr. Endung -ie zu
widmen. Sie tritt im me. als - ie , - ye wieder auf, wofür auch
schon ganz modern - y geschrieben wird, surquidrye G 311.
cortaysye ibd. 263. 653. mynstralcie ibd. 484. drurye ibd. 1805.
2033. glorie B 1358. G 94. mangerye B 52. pröfecie B 1508.
u. s. w. In D immer -ie : memorie 44. 158. mysterle 125.
librarie 155. glorie 348 u. s. w. y oder i: foly G 324. com -
payny ibd. 556. 1912 A 851. bruny G 861. coriaysy ibd. 1421.
glori B 1337. meyny C 10. maystery C 482. glory A 70. 834.
blasfemy B 1661. Auch im Reime sind alle diese Schreibweisen
durcheinander gemischt. G 1,11 : cortaysie : wy%e. A430: arraby
(nom. prop.) : cortaysye. ibd. 442 : bayly : cortaysye. Das e war
kaum vernehmbar, weswegen - y , -i allein genügte. Wie -y für
-e — lat. - atem , so findet sich die umgekehrte Suffixvertauschung
von - e für -y: fole G 1545. 2414. sorquidre ibd. 2457 .■ tyrauntyre
B 187. contrare B 4. 266. sayntuare (saintuairie) D 66. So
wird die Härte des Reimes A 800: felonye : query (lat. quaere ,
imperat.): debonerte : he wesentlich gehindert, wenn auch nicht
beseitigt. Ein blosser Schreibfehler ist A 480: cortayse( - cor-
taysye): byye.
Das -i in afr. jea parti ±= joparde G 97. 1856 ist der 5 En-
dung - ie gleichgesetzt.
Die Schreibfehler fayry^e G 240. meyny^e ibd. 2002 sor L
quydry^e A 309 sind lehrreich; s. unter ae. ea .
u: lülywhit B 977. specually B 1492.
i scheinbar eingeschoben in: reniarde (regnard) G 1728,
erklärt sich aus reynarde G 1920.
o (ou).
Eine bestimmte Grenze zwischen afr. o und ow, infofern
beide Laute ins me. eingeführt wurden, lässt sich in den meisten
Fällen schwerlich mit Gewissheit ziehen. Ich fasse daher mit
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ten Br. Ch. beide hier zusammen, während andere sie gesondert
zu behandeln für nötig halten.
afr. o, ou gibt im me. verschiedene Laute. Ich betrachte
zunächst das me. geschlossene und offene o.
1) Betonte Silben,
a. me. er aus
a. afr. o y anglonorm. o, lat. ö. A 920 : trone: hone (an. bön ) :
won (ae. wunjan). — cosyn G 372. notez ibd. 514. deuote A
406. trone B 211; dagegen deuout G 166. dewoutly ibd. 333.
/?.afr. o, lat. o in Position. A 1117 ff: encroched (crochier):
aproched: abroched (abrochier): voched (vouchier). — wouche
B 1391.
b) me. ü, ö aus
a. afr. o, lat. au vor r. G 4,12: restore: more. A 237:
tresore : bore (ae. hören , v. heran). — tresor B 866 A 331.
restored B 1705; dagegen tresour B 1437.
ß. afr. Oy lat. o, u in Position vorr. G 4,17: acorde : lorde .
A 364 ff: remorde (remordre): myserecorde : coumforde (comfort):
lorde . Aus dem Innern: forme G 145. B 174. C 38. cortynes
G 854. gorger ibd. 957. torches G 1119. 1650. soiorne G 1962
soiorned ibd. 2409. forest G 741. porpre B 1568. 1637 porpor
(vielleicht direct aus dem lat. purpur) B 1743. forred (aus dem
Niederdeutsch.) G 1929. Die Schreibweise ouy w, im Anlaut v,
ist nicht selten: coürtaysye G 1300. A 457. soiourned G 2048.
confourme B 1067. vrnementes B 1284. anournementes B 1290.
enourned G 634. ennurned G 2027. A 1027. fourme G 1295.
2130. D 230. fourmyt D 46. curtest D 249. purpre A 1016.
furred G 880. 1737. 2029. furryt D 81. 252. Da sich ou für o
so häufig gerade vor rw, rm einstellt, so liegt der Schluss nahe,
ou für ein Zeichen der Verlängerung des a zu halten (s. unter
ae. u)y während das u sonst vor r + Cons. wie in furred eine
Modification des ft-Lautes, vielleicht eine Art ö andeuten soll.
y. afr. o, lat. w, o in Position. A 786: flot (lat. fluctus ):
not. — trot B 976. coostes ibd. 1033. stoffed B 1184. G 606.
roled (lat. rotulare) G 428. proper B 195. sotyle A 1050. sodenly
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B 201. 910. A 1095. 1098. — u (s. oben): slüjffe 6 581. süttle
D 132. justed G 42. justyng G 97. trussed B 1317.
c. me. ä, o*, a aus afr. o verschiedener Herkunft. A 308:
porpos: ros (ae. ras , v. risan): clos . ibd. 267: porpose : close:
rose : lose (ae. leosan). G 3,31: cote : /rote (f roter) : Zote (äh. /a/).
G 2,6: cote: wote (ae. wo/). — cote G 152 c?oscs G 186. closed
ibd. 572 lös (lat. laus) ibd. 25Ö. 1528. alosed ibd. 15i2. acoles
G 1936. 2472. löge (lat. laübia) B 785. 800. fotes v. B 1421
soper (ne. supper) G 1400. 1&34. B 107. 829. D 3Ö3. 232 ü. s. w.
aber v. soupen D 336. soüped 6 833. Vereinzelt: tuged ß 443.
Es Fragt sich, ob pouer (lat. paüper) G 1538. A 1075. poueren
B 127 hierher gehört. Im Reime ist es nicht belegt, und die
Schreibweise gibt auch nichts an die Hand, um sich für ä oder
aü entscheiden zü können.
d. me. u, geschr. ow, aus
a. afr. o, lat. o vor Nasalen. A 37 fr: expoun (ex -
pöndre): seysoun: gromytyöun : doun (ae. dun). G 1,10: r&iouni
rä$sdun\ ddoun. 1,16: croun\ iröuh (ae. rünjah). Ä 652 ff:
secoühde: röunde: wounde : grounde. — coüntehdunce G 1ÖÖ.
335. 149Ö. 1539. coünseyl ibd. 347 counlerfete A 556. äcöumfit
B 151. c oumfort G 223. föundemerites A 993. cöuncete Ö i8l.
co&näue Gr 1972. döungöun B 158. cöuntre A 297. tresoiin
G 3. ärsounz G 171. expoun ibd. 209. 1540. cäüelöunz G 683.
prisouh ibd. 1219. borgoünez (boürgeoti) B 10412. feloufo ibd.
217. botöunz G 220. rounce ibd. 303. nioüibte ibd. 740. roünde
G 39. 313. sowne D 341. föunce A 113. fouris ß 1026. — söwine
(sömnie) G 1321. soumme C 509 scheinen äüdh hierbei* zü ge-
hören. cf. soum Best. öf Troy 6343. 6386. 6747. — Äiisriährrien
sind tilcht selten, ohne Rücksicht auf die Betonung, o: contre
B 1679. botitray G 734. compass ibd. 944. comfort ibd. lÖil.
1099. combred B 901. 920. dongoun B 1224. coronde Ä 767.
1101. comaundenient G 1303. combraunbe B 4. conUr/ete ß 13.
In Hm findet sich o statt ou auch in der End. -dww, Was in
Ntii eine grosse Seltenheit ist. resönes D 52. 267. visione 121.
processione B 351.; in Nm nur famacions B 188. — w(s. oben):
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B 10Q8. frumpen ibd. 14Q2 trumpes G 116. 1006. Lum-
byrdiß G 12. cumfort C 264. 485. cyntre C 415. I? 1362. lßl?.
fundement 4 1610 D 42. cumaundez G 850. sumned G 1052.
cofftpßfisunes v. B 161.
ß. afr. o, lat. ö in der End. *örem. Nichts beweist die Reim-
con^binatipn A 422 ff: errour : honour: flour : favour: dousour :
fq$or (= Jfaeour für fagon )• Die Reime A 962 ff: flor: tor :
(la(. turris) : fauor: cloystor: vygour: bor (ae. zeigep
teilweise zwar o, doch verlangt £>or, überall ou einzusetzen.
Die Texte schwanken gleichfalls zwischen ou und o, doch dürfte
man ohne Bedenken überall ou schreiben, Der Accent ist in
beiden Fällen gleichgültig, ou: gouernour G 225. colour ibd.
ibd. 944. 1059. A 215. D 148. honour G 1228. 1806. corsour
ibd. 1583. tormgntoures ibd. 154. smoured C 275. qdour A ^8.
ßowres ibd. 208. flowred ibd. 270. floury A 57. langour ibjj.
357. Icfboyr ibd. 634. 753. — o: traytor G 1775. sauior B
176. Creator ibd. 394. D 168. paramorez B 700. colored B 456.
sauor ibd. 995, 1447. flores B 1476. flores B 1476. lyJcores ibd.
1521. gouernores ibd f 1645. flauores A 87. tabor ibd. 504
harporez ibd. 881. Nur da, wo o vyiedep durch e ersetzt ist,
wird die Stärke des germanischen Accentes sichtbar, saueres B
825. sauered G 892. sauerly A 226.
y. )at. ü, afr. o, ou in der End. - ous der adj. curious G
855. g%aciously ibd. 970. vilanous ibd. 1497. glorious ibd. 1760.
A 799. vertuous B 1280. vertuuus G 2027. malicious C 508.
522- precious A 48. 82. D 79. — o statt ou ist in A häufig, in
den anderen Denkmälern selten, vycios B 574. pitosly C 371.
precios A 4. 36. 60. 192. 204. u, s. w. gracios ibd. 95. 189. 260.
— u: auentytrus G 93. 95.
d afr. o verschiedener Herkunft. Nowel G 65. boweles
(boßl) ibd. 1609. B 1251. bouel G 293. prowes G 912. 1249.
2437. renotfle z A 1080. avow B 664. alowes D 267. Reim A
926 ff: route : doute : stoute (estout): peroute: aboute . — outrage
G 29. court G 43. 53. 903. B 17. D 249 u. s. w., daneben cort
G 347. 360. 400. B 60 u. s. w. cource (course) G 135. cors G
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116. B 264. towre G 795, aber toreted G 960. bourdez G 1212.
1409, davon v. bourded G 1217. Icoward G 2131. couardyse
G 2508. cowardise ibd. 2373 u. s. w., colwarde B 181. dowryc
B 185. oure B 1779. howre C 490. haure D 325. troubul D 109.
towches G 120. towch ibd. 1301. ou gekürzt = ü: G 4,11 :dutte
(doubter) : lntte (schw. praet. v. lütan) — dut G 222. 784. cupple
B 333. düblet (doublet) G 571. dubleres B 1279, dagegen double
G 483. 786. doubble G. 61. — oy ausow f- i: bdboynes (babouin)
B 1409.
e. me. au , ou (ü) aus
afr. o., das bei Chauc. aü gab, daher in unserem Dialect
ganz correct aü . enbrawded G 78. 1 66. 606. 856. 879 u. s. w.
2) In unbetonter Silbe lässt sich. afr. o, ou gewöhnlich
durch e , i vertreten, wofür schon einige Beispiele unter d ß
vorweggenommen wurden, enpoysened B 242. ordenaunce ibd.
698. poysenedB 1095. Bawdewin ( Baldouin ; me. consonantirtes
u) G 112. erigant B 148. fäntummes B 1341 (fäntoum G 240).
Ausgefallen: poysned D 296. lebardez (leopard) B 1207.
o eingeschoben in: alarom (alarme) B 1207.
lat. corona bewahrt me. das erste o: coroun B 1444. D 83.
A 205. 237 u. s. w., häufiger fällt es freilich aus.
Zweifelhaften Ursprungs ist afr. grocher , groucher ne. to
grudge , das Skeat a. a. O. mit mlat. grussare und an. hrytja
zusammen bringt. Unsere Denkmäler bieten: gruch G 2251.
gruchen ibd. 1347. gruchyng ibd. 2126. gruyt B 810. und grych-
chyug C 53. Das y in grychch. könnte dem y in an. hrytja
entnommen sein, während u aus ou verkürzt wäre.
u.
afr. u wurde als ein bis dahin unbekannter Laut ins me.
eingeführt und behielt zunächst im wesentlichen seine franz.
Aussprache bei. Dialectische und individuelle Unterschiede in
der Aufnahme wird man machen müssen. Unser Dichter reimt
ähnlich wie Chaucer. G 2,4: armure : eure. ibd. 4,18: mused :
used : excused. A 745 ff: pure: fygure : nature: lettrure. Ferner
.ibd. 218 ff und 1082 ff. Wenn andrerseits G 3,13: salue (saluer)
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hewe (ae. heow) und A 894: due (deü): swe (sivre, suivre): vntrewe :
Jiwe : knewe (ae. cneow , v. cnäwan) mit einander gereimt werden,
so geht daraus hervor, dass der afr.-me. ö-Laut auch einer Modi-
fication fähig war. ten Br. Ch. meint, er wäre überhaupt dem ö-Laut
ähnlich gewesen und vielleicht zu vergleichen mit der elsässischen
Aussprache des gemein-hochd. ü ; also nicht allein im Auslaut
oder vor einem Vocal wie H. Nicol in »The Academys. June
23. 1877. behauptet. Für ten Br.’s Ansicht sind einige Schreib-
fehler von Bedeutung. Zwar mit Nicol: drwry = druerie
G 2449 B 699. 1065. aswagen (asuager) C 3. Iwe (= lue C
109) C 182. 245., aber mit ten Br.: fortwne A 98. natwre B
709, wenn hier nicht überall einfach w für das franz. w, und
nicht für jenes u geschrieben ist, welches ew in me. ew = ae. eaw ,
eow vertritt; s. p. 48. 50. Zuverlässiger sind solche Beispiele, in
denen o statt u steht, jostyse (justice) B 877. Törkye B 1232. soffer
A 940. soffered B 1701. soffraunce C 417. (suffer A 954).
hoge ( huge C 264. 420) G 208. 743. 844 u. s. w. bornyst
( brunir ) G 582. B 554. A 77. ( burnist ) A 990. G 212). sost-
naunce G 1095. boffet B 43. G 2343. ( buffet B 885.) plur.
A 809. hortyng B 740 ( hurtes G 1452. 1462). norture B 1091.
doc A 211. (duk G 552. 678.) sorquydry^e A 309. augoste =
nfr. aoüt A 39. Übersieht man die Beispiele mit o, so ist o fast
ausnahmslos nur in kurzen Silben für u eingetreten. Es lässt
sich daher das Verhalten von afr. u in unserem Dialect, oder
besser, in der Hdschr. Nm, so formuliren: 1) in langen Silben
erhält sich der afr. ü - Laut unverfälscht, ausgenommen im Aus-
laut od. vor Vocalen (Nicolsches Gesetz), wo sich ein Schwanken
zwischen ü und § (eu) bemerkbar macht. 2) in kurzen Silben
wechseln ä und ö mit einander ab. Nach diesen Regeln sind
costoum B 851. sourquydrye G 311. zu beanstanden und zu
verbessern.
Einige Male hat der ö-Laut die Rundung verloren und ist
regelrecht zu i geworden in: kyryous ( curious ) B 1109. rybe
(rubi) A 1007 und stets in tryfle (trufle) G 1301. pl. ibd. 108.
165. 960. trifel G 547. cf. Skeat a. a. O. unter trifte.
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102
In unbetonter Silbe tritt picht selten e für u ein: a,$qr
(azure) B 1457. unter ( aventure ) CI 242. 6 27. 2522 pl. i^.
2527. B 1600. paraunter G 2343. A 588. B 43.
ß . Zusammengesetzte Vocale oder Diphthonge.
ai.
Seinem Ursprünge nach haben wir zwei Arten des Diphth. ai
zu verzeichnen, sofern er ins me. eindrang. 1) das gemein-afr. aX,
das gewöhnlich aus a -f attrah. i hervorging. 2) das aX des
Normannischen, welches auf lat. £ oder f in offener Silbe be-
ruht und im Norden und Osten Frankreichs oi gab.
Die Behandlungsweise beider ist im me. dieselbe; ich kann
sie deshalb hier zusammen durchgehen. Gewöhnlich erhalten
sie sich als a$, geschr. ay wie sonst, selten ey. G 3,12: baye
( abai ): pay . 2,7: gay : day. 2,21: payne (peiner): Gawayn.
A 1198: paye (lat. *paca): aye (an. ei), ibd. 484: pray : aray\
fay : day . ibd. 1081: merwayle : quayle (quaille): trauayle:
baly (Schreibfehler für bayly ). ibd. 122: playnez ( plaine ):
paynez (peine): straynez (estreindre ) : braynez (ae. bregen).
Aus dem Innern: tournayed G 41. compayny ibd. 556.
renayed ibd. 1821. chaplayn ibd. 2107. dedayn B 74. con-
sayue (concevoir) B 649. forray ibd. 1200. fay es ibd. 1553.
gayned C 164. ray A 160. glayue ibd. 654. paynted ibd. 750.
playnt ibd. 815. meruayle D 65. brayed (braire) ibd. 190. faythe
ibd. 173. 204. — Sant (Johan) = saint ist entweder ein gewöhn-
licher Schreibfehler wie Qawan, librarie D 155. sodanly ibd. 92.
A 1095. 1098 u. s. w., oder die Erinnerung ans Lat. wirkte ein.
— ey: conueyed G 596. compeyny ibd. 1912. counseyl ibd. 347.
cheyer ibd. 875. resteyed ibd. 1672. pleyned C 371. Da die
Schreibweise ey für aX hier verhältnissmässig häufig eingetreten
ist, während sie sich z. B. für ae.<#+# nur ein einziges Mal nach-
weisen lässt, so sind wir zu der Folgerung berechtigt, die
Schreibweise ey für ein äusserliches Anzeichen einer Modification
des aX zu betrachten, wenn auch gerade nicht immer in den
Wörtern, in denen ey wirklich geschrieben ist: ey = aX dürfte
den Übergang vom Diphth. aX zum Monophth. £. vermitteln.
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103
dieses t för dt ist nämlich Vor t und s fast die Etegöt wie
bei Chaücer. 1) vot* t. A639: förfete : grete (ae. great), ibd. 92:
reirete (trditiet): bete (äe. beatan). Aus dem Versinnern : feted
G 1282. femt ibd. 145. pl. ibd. 1761. B 794 . fetyse B 174. fetly
ibd. 585. G 1758. feiys B 11Ö3. — ay: caytyf B 1426. sträyt
(estreil) G i 52. 2 ) vbt* s. A§52i£.: pes : reles (relaisse): encres
(encreissier) : nabvp'eles. ibd. 730: pres (praise) : mdscellez .
ibd. 766: düse ( deis , döis): fnäscellez . ibd. 754: cortez ( cortäis ,
coHois) : maskellez. Au& dein Versinnern: sesed (saisir) G 1.
822. 1083 ii. S. w. des G 75. 114. 6 115. 1394 ü. s. w. plesez
G 1249. tresöüh Ibd. 3. grece (ne. grease) ibd. 1378. 2313.
sesoünde (Säisoner) 6 889. ese ibd. 1539. relece ibd. 2342.
resvühi B 2. resöun A 52 . 665. pl. 7 16. resone b 235. 267.
reb&unable ß 724. forries ibd. lOil. pyese = pese B 1124.
borQes C 366. prese Ä 419. Vor s ist dt verhältnissmassig
viel häüfiger äls vof* t. daisment A 174. raysöun ibd. 268.
G 227. B 328 u. s. w. seysoun A 39. traysoun B l87. paldys
G 769. B 83. mdyster G 136. A 90Ö. harnays G 5Ö0. harnayst
ibd. 592. btirfiegs b 59. ptaysed A 1112. G 9l3. ßeim A 30l:
praybb: ’mtoHöps'e (Schreibfehler für cortayse): rayse (an. reisa).
— cortaysie G263. B 13 u.s.w., so immer ai in diesem Stamm,
nur einmal mittest D 249.
. Vbr r tritt % nur in gewissen Wärtern ein. A 162: debo-
ndre: rere (ae: r der an). — boner B 733. debonere ibd. 830.
bonerte A 762. debanerte ibd. 798; sonst dy. A 1026: gldyrt
(glairt): repayre : manayre (maneit): cayre (an. keyra). —
payred G 650. 1456. hayre (heir, koir) B 666. ayre ibd. 650.
1709. fteird D 211 (einmal hete B 52).
Aubh sonst ist at wiederholt zu g frionophthongirtj ohne
dass eine bestimmte Hegel sichtbar wdrde. A 826 : clem (cldl-
mer ) : JTterusahem ; dagegen claytnie G 298. — A 955 : glene
( glainer ): ene (ae. eene). — sextene ( sacristain ) D 66. rent&he
(remanoir) G 2483. venquyst (peinerd) G 2482; Eigentümlich
ist die Reinicombination A 542 fif. : toieyny ( tneishie ): atteny
(atteindre ) : pleny (pleindre) : streny ( estreindre ) : peny (ae.
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104
pening): repreue ( reprouver ). Durch das letzte Wort wird sie
zur Assonanz. Sonst wäre gegen die Reime nichts einzuwenden,
da meyny vom Schreiber herrührt statt meny. In A nämlich
setzt der Schreiber immer meyny , z. B. 892. 899. 925. cf. auch
B 331. 454. C 10 u.s.w., während meny z. B. G 101. 1372* 2468 steht*
Also auch vor Nasalen scheint gelegentlich e. erlaubt zu sein. cf.
p. 84. 85. — megre ( maigre ) B 1198. fehle ( feible , foible ) G 354.
B 47. 101. 145. lei { leyal , loyal , leal , leel) G 35. 1513. 1515. B 425.
1069 u. s. w. lely D 267. lelly G 449. 1863. B 1066. — plede
(plaidier) G 1304 erklärt sich aus A563: plete : ^ete (ae. gietan).
In unbetonter Silbe kann e, wofür auch i , nicht auffallen.
sodenly B 910. 1769. A 1178. D 342. couetyse ( coveitise ) G2374.
2380. 2508. B 181. venysoun {veneison) G 1375. counsel G 682.
C 223. counselle D 167. 172. 266. meruelous A 1166. polyle
( polaille ) B 57. pouer (ne. power) B 1654. 1660. spenne (< espi -
neie) G 1709. 1896. nakerys (nacaire) G 1016. nakeryn B 1413,
dann auch nakryn G 118.
Mehrere der hier aufgezählten Wörter, die ins ne. herüber-
genommen sind, kennt Chauc. entweder überhaupt nicht, oder
er hat sie in ihrer noch ganz franz. Form. cf. Skeat a. a. 0.
oi .
afr. oi hat sich me. = dX gewöhnlich nur dann erhalten,
wenn ihm ein lat. dunkler Vocal + attrahirtes i zu Grunde liegt.
a. lat. ö -f- i. Troye G 1. poysened (v. pötio) B 1095. koynt
( cögnitus . cf. ten Br. Ch.) G 877. 1525 u. s. w. coyntlych G 578.
koyntise ibd. 2447. forloyned B 282. quontyse = quointise D 74.
quaynt G 999. D 133. quayntyse B 1632. — Die Endung lat.
- örium , - öria gibt gewöhnlich nur o . stori ( estoire ) G 34. ori-
tore ibd. 2190. rasores (rasoir) G213. couertor ibd. 602. pl. 855;
dann couertour ibd. 1181. ou war auch A 969 schon zu
setzen, um den verdorbenen Reim correct zu machen : cloystour
(*claustörium) : vigour : bour .
ß. lat. ö+i. spoyle ( spöliare ) B 1774. dispoyled G 860.
C95. asoyled (sölutiare) G 1883. soyle (*sölium für stflum) B 1039.
C 443.
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106
y. lat. an -f- i. noyse 6 118. 132. joy A 260. 395. \oyts 6 646.
ixyylez ibd. 542. joyfnes G 8©. doyster G 804. D 140. Das von
joy abgeleitete afr. joiel erscheint in unseren Denkmälern als
iüel, jüd wieder. Z. B. A 249. 253u B 1441. 1495. jueler Jk 254.
266. 278 u. s. w.; ausnahmsweise joueler A 734.
dl. lat. Ü oder ü + i- voyde { voidier ) G 345. voyded ibd. 634.
foysowi (ftteid) A 1078. joyne G 97. ioyned A 1009. poynt G 35. 68.
G 1009. poyntes G 627. 658. poyned ( punyere ) A217. anoytded
B 1446. boyled ( boillir ) G 2174. boyles B 1011. ooyfe (lat. euphia.
Mätzner W.) D 83. croys G 643; daneben schon eros G 762.
crosse D 2.
wL
afr. ui hat sich selten voll und ganz behauptet wie fuyt
G 1425. fruyt B 1468. nwy (ennm) B 301. nwyed ibd. 306.
nuiee B 578. nuyed B 1176. tuyred (destruire) B 1234. Die
Handschr. Nm — Hm bietet keine Beispiele — setzt entweder y
oder (selten u) und spricht demnach auch entweder $ oder ü.
fute G 1699. coundutes ibd. 1655* sute A 1108. 203(?). — nye
G 58. 1575. 2141. B 1376. mße (a. unter afr. i) G 2002. niye
B 1002. nyes G 76. B 1754. ani&us G 535 (dagegen noye v.
B 1236. anoye D 211. noy s. ibd. 289). sirye G 2194. B 307. 1768.
sixryed B 1018. dystryed B 1160. A 124. fryt A 894. B 245.
1043/4. pl. A 87.
Ich füge hier noch die Behandlungsweise des afr. raoZ, roial
und seiner Zusammensetzungen an. Die häufigste Form in
unseren Denkmälern ist ryal, die auf roial oder vielmehr *ruial
zurückgeht, ryal G 905. B 786 1082. A 19t. 919 D 77 u. s. w.
ryalme G 310. 691. ryalte B 1321. riaity B 1371. * afr. reial zeigt
sieh nur in Zusammensetzungen : reiatez A 770. reames B 1316.
reme B 1572. Einmal royl B 790. Auch Ghaucer bevorzugt
die unccnrrecte normannische Form. s. ten Bf. Ch. § 90 f. —
Ferner gehört hierher noch whyssynes {*cui$sin für coissin)
G877. Ebenso afr. accueillir , s. Godefroy W; anzusetzen für
unsere Formen ist accimillir. Der Reim sichert A690: aquyle :
tchyle . ibd. 966: aquylde : schylde : mylde , beide Male i!
7 *
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106
enquylen C 39. Endlich lysoun (I lioison , Hiuison . s. Littr6 W.
unter liaison) B 887. cf. auch conysaunce (connoissance) 6 2026.
au.
afr. au = me. au, geschr. au, aw . assaut G 1. Bawde-
wyn ibd. 112. hauberghe ibd. 268. auter ibd. 593. B 10. 506.
paumez G 1155. renaud G 1898. 1916. fawty G 2382. 2386.
daube B 313. sauce ibd. 823. bycawse A 296. rybaudes G 96.
enbawmyd D 261. 265. Die Schreibweise ou in riboudrye B 184
beruht auf einem Irrtum.
Durch Verbindung mit einem vorhergehenden e vereinigt
sich au zu dem Diphth. eu , geschr. eu , ew, eau. vnleute G 2499.
lewte G 2366. 2381. quyssewes ( cuisseaux ) G578. bewte G 1273.
A 765. beaute A 749. leaute B 1172. Mit dem folgenden vis
verbunden, scheint beau A 197 direct aus dem Franz, bezogen
zu sein; ebenso beau (sir) G 1222.
ue.
afr. ue hat in unseren Denkmälern 2 verschiedene Laute
geliefert. Bei ihrer Bestimmung haben wir wieder vom Anglo-
normannischen auszugehen. In anglonorm. Handschriften wird
afr. ue durch oe , o ausgedrückt, stets durch ein Zeichen, das
Rundung des Lautes andeuten soll. Ist nun afr. ue = ü-e , so
dürfte anglonorm. oe — ö-e , oder monophthongirt ö zu sprechen
sein. Dieser ö-Laut drang zunächst ins me. ein. Welche Ver-
legenheit er dem Schreiber von Nm in seiner correcten Dar-
stellung durch die Schrift bereitete, sieht man daraus, dass er
zwischen u (w), o, oe schwankt. Die (vielleicht auch historische)
Schreibweise oe, die sehr häufig ist, unterscheidet diesen ö-Laut
wieder von dem* erst im me. aus afr. ü entstandenen ö. Dass
der Copist von Hm sich mit dem einfachen u begnügt, ist für
ihn sowie für die Überlieferung von D characteristisch.
Innerhalb des me. ging aus dem ö-Laut weiter durch Ver-
lust der Rundung ein & hervor. Ähnlich wurde oben afr. ui
entweder zu*ö oder (häufiger) zu t. ten Br. Ch. § 67 rf verlegt
jenes & schon ins Anglonormannische, und den ö-Laut trifft er
bei Gh. überhaupt nicht an.
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107
1) = ö. doel G 558. B 158. 852 A 336/7. 339. 642 u. s. w.
dol A 326. proued A 4. G 1630. B 1158. 1496. couered B 1440.
1458. 1707. diskouerez G 418. dyscouered G 683. dul D 246.
dulful G 1517. dulfully D 309. remued B 646. 1673. mwe G
1565. Reime G 3,13: remwe: heute : salue . A 427: remwe:
vntrewe . ibd. 899: remwe : vntrwe : due. Alle drei Reim-
combinationen setzen einen ö-Laut in remwe voraus. Die Er-
klärung desselben ist nicht ohne Schwierigkeiten. Man könnte
entweder sagen, er sei ursprünglich, w stände für u oder ö.
Aber wo wäre dann der Consonant v geblieben? Andrerseits
könnte man annehmen, w stände für eu ; u wäre das vocalisirte
v und e wäre correct aus früherem ö entstanden, eu = ö (eu).
Diese Deutung hat die grössere Wahrscheinlichkeit für sich, der
ö-Laut ist also erst secundär. Doch wird auch hier die Frage
unbeantwortet gelassen, weshalb denn gerade in dem einen
Worte remwe (und einmal mwe , s. oben) das v auf die eine
oder andere Weise verschwunden sein soll, während ähnliche
Verba es stets unverändert bewahrt haben.
2) = e\ del A 250. dele ibd. 51. delful G 560. B 400.
delfully A 706. peple G 123. G 371. pepul D 109 preued G 79.
262. 1877. B 1748. u. s. w. Reim A 272: pref (subst.): J>ef
(ae. J>eof). Weitere Reime s. unter ae. e.
In der gleichen Entwickelung wie afr. ue ist afr. ou = lat.
u in 2 Wörtern begriffen, die ich hier gleich anschliessen will.
1) = Ö, ö. bicuver (re-cuperare) B 1327 recouerer s. B
394. recouer C 279. controeued (lat. Hrubare für turbare) B 266.
2) = F, heuer C 223. 485. B 1700. G 750. 804 u. s. w.
Tcerchofes (cuevrechief) G 954.
eu.
Nur das eine joparde (jeu parti) G 97. 1856. A 602 ist zu
erwähnen, o hier - ö.
b. Altfranzösische Gonsonanten.
a. Labialreihe.
&. afr. b ist me. manchmal verdoppelt: bobbaunce G 9.
(dagegen bobaunce B 179. 1712); doubble G 61. abbay D 108.
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108
— - b vör stimmloser Constoana i$t ielbst Stimmlos geworden:
eapstan B 418 (mbestm). *-■ b dngesöhöben : flauitibeaHde B
1468* A 9'J; Reim A 769; flambii Irnnb e. Dieser Reim ist io-
correci, weil d* und d gebunden waren. Andere Unrfcgel-
massigkeiteil der Reimkette cf. p. 16. 52. Man kann sie aiif
einmal beseitigen, wenn man annirmnt, der Schreiber habe b
an m ängesetat, während es der Dichter nach schottischer Weise
(p 62) ebenso con&equent ignorirte.
p. Auch p ist mehrfach gemmirt : tappe G 2357. sttpphm-
torez A 440. appostel A 1053. iemppie B 1262. — p zwischen
Vocaten stimmhaft geworden ; lebardez (leopard) B 586 ; damit au
vergleichen ist Jwbitcr D 22. b statt p vor t ist wol ein Schreib-
fehler : babtem A 627 ; cf* baptem ibd. 853. — p nicht geschrieben,
weil nicht gesprochen: reset (reeipt) B 906. resette 6 2164.
Reim A 1067 : reset : peU Zwischen m und H wird p ganz
gewöhnlich eingeschoben: sotempm B 1447 D 303. G 239.
(dagegen solernm ritir G 165) sdrmf)nete B 1678. 1757. darnpmd
A 641. D 302; auch zwischen m und t : tempte A 903.
/I Es ist auch inlautend zwischen Vöcaien fast ohne Aus-
nahme gebliebert, Während äs sich in geMian. Wörtern in diesem
Falle gemeiniglich Sn v verwandelte. Zur Erklärung s. Sieyers
a. a. O. § 192. 2 . afyaunce 6 642. profkred ibd. 1494. tpfer B
310. 339. vmskhefez B 708. 1164. topfe D 83. gteffe (grief) A
86. v nur in: ckemly Q 1876. D 18. eheuerdmyn A 605. —
Auslautend steht nur /: saf G 1391. B 1749. G 182. stryf 6
2323. mawgref (sonst immer ohne f oder vl) G 1565. G 54. ■ —
In ursprünglich griechischen Worten Setzt der Schreibe von
Nm entweder das volkstümliche ./ oder das gelehrte ph: prof&e
B 1624. A 797. profecie B 1608. prophete B 1614. C 62. 85.
A 831. fenix A 430. Dass im Anlaut einmal »für / steht,
hat die Alliteration verursacht: vigures (= fig .) — vertag -
auyside D 53.
v . Über v ist zunächst zu bemerken, dass es ziemlich oft
mit w wechselt: weng B201. tvenged G 1518. walour ibd* 1518.
wassayl =± vassal B 1508. awenture G 29. awyse ibd. 1308.
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100
cwuayled B 408. dewoyde G 284. awowe ibd. 383. merwayle
A 1081. retmwit D 285. — v im Auslaut geht stets in / über.
A 272: prefipcf* s. oben unter f. — v hat sich zu w vocalisirt
in: Gunter *=aventure G27. 2522. auntered ibd. 1516. peraunter
B 43. A 588; ferner in den schon oben genannten remtve und
ittwe. Es «chliesst sich ihnen noch grwe G 2251. grue D 319
hn , das ich auf s. grief, v. grever zurückführe. Ist diese Ety-
mologie richtig, so wäre damit auch die Erklärung von rernwe,
mioe aus e-f -n(v) sicher gestellt. Die Aussprache des w inter-
pretirt der Schreiber von D, er setzt u = 6 (od. ö), die Schreib-
weise w an Stelle eines Vokals ist ihm überhaupt unbekannt.
Die Construction G2251 betrachte ich als eine figurajetymologica
ftn weiteren Sinne, während Morris bei grwe an gref = gre
denkt, für welches auch Honstmann eintritt. — v ist ausgefallen
in pore G 1946. A 573. kerchofes G 954. Man kann pore auch
als Monophlhongirung von pouer fassen, wenn man eben weiss,
dass u in pouet der Vocal und nicht der Consonant ist s. p. 98.
m. Gemination desselben : temmple B 9. f emmales B 696.
fantummes ibd. 1341. — m zu n geworden: giserne G 288.
326 ; ganz gewöhnlich in der Vorsilbe e#*- vor 6, p : enbdyse
G 1034. enbelicit D 51. enbawmyd D 261. enprisonment B 46.
mpoysmed ibd. 242. enpresses C 43. 528. enpresse A 1097,
doch emperise ^ A 441. empire ibd. 454. Die Eigentümlichkeit
findet sich schon im Angionorm, cf. Suchier a. a. O. Einl. XXIX.
ß. Lingualreihe.
d. Gemination desselben: howarddise G 2374. menddyng
B 764. — d zu t: oowters (coucHetc) G 583. pented G 204.
B 127& Reime A 563: plete (plaidier) : hete (ae. hato) und
A 1038:/«fae (v. fade)idatee:plate& — d zu th = ä in afr.
feid = me.fayth G279. 381. 676. 1241 u. &, w. faythely G 1036.
fay erscheint dem gegenüber als Fremdwort, belegt nur in den
Verbindungen A263: m fayetplay . ibd. 489: par ma fay:away.
cf. ten Br. Ch. § 107/?. — ma fay G 1495. d fälschlich in:
atewngend = asswagen C 3. cf. auch numnend = nummen B 1291.
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110
ä fallt nach Murray a. a.O. p. 53 im Schottischen häufig hinter
n ab, weswegen es umgekehrt aus Verwechselung sich da
angefügt findet, wo es nicht hingehört cf. C147: roun^= round.
t. Gemination desselben: harlottrye B579. outtrage G 29.
plonttes A 104. plantted B 1007. tormenttourez B 154. tdlenttyf
G 350. besttes B 1409. — Der Zischlaut - ti - wird stets durch
das phonetisch gleichwertige c ausgedrückt: pacyence C 1. 33.
36. 100. absolucioun G1882. kauelacoun (cavillation) ibd. 2275.
generacioun A 827. deuocioun G 2192. — Übergang von t zu
d: captyuide B 1612. couenaunde G 2340. B 564. A 563. pen-
daundes G 2431. cupydez (ne. cubit) B 315. marked (cf. Skeat
a. a. 0.) A513. Reim A369: coumforde:acorde:brde . Regel
ist d für t in joparde G97. 1856. Reim A602: joparde: rewarde
: har de. cf. The A. of Arther. XLIX: cumford ilord. Für die
Überlieferung von D ist es wichtig, dass der Copist statt d th
schreibt: comforthe 168. 172. cf. Destruction of Troy V. 2155.
Morte Arthur 2194. 2196. 2712 u. s. w. Ähnlich wechseln d
und t mit einander nach n und r bei der Bildung des praet.
und part praet. der schwachen Verba. — sayn — saynt G 1022.
1788. Dieser Abfall des t hinter einem Conson. erinnert
gleichfalls ans Schottische. Murray a. a. 0. p. 53. cf. auch
my% = my%t G 1858. nygh = ny%t A581. bro^ — bro^t ibd. 286.
s. Für s ist so häufig c in unseren Denkmälern gesetzt,
dass wir allein an der Hand dieser Schreibweise das stimmlose
s leicht erkennen können. Es steht demnach 1) im Anlaut.
Hier findet sich zwar nicht c für s geschrieben , aber das Um-
gekehrte, s für c, was dasselbe beweist, sese ( cesser ) B 523.
sesed G 546. 1196. C. 369. sertayn G 174. A 685. serched
G 1328. symbales B 1415. serges ( cierge ) B 1489. 2) Im Inlaut
nach Consonanten und im Auslaut, sowie in der Gemination.
reherce G 1243. Perce B 1772. cource G 134. corce D 177. verce
A 593 fdlce G 2382. B 205. mancioun B 309. dece ( deis ) G 61.
250. 445. 478 u. s. w. cace (cas) G 546. 1196. pryce B 1308.
1614. palayce B1389. cf. auch Jhesuc A711. 717. 721. 820. —
In der Gemination; depreced G6. 1219. grece (ne. grease) G 425.
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111
1378. 2313 u.s. w. cheuicaunce G 1390. relece (relaissier) G 2342.
B 760. prece = presse B 880. D 141. enprecez G 528. Für c
tritt dann wieder einfaches s ein, wie oben, presed G 830.
B 1249. depresed G 1770. cheuysaunce G 1406. 1678. asoyled
( assoylier ) G 1883. conysaunce ibd. 2026. asay (essayier) ibd.
2362. asaute ibd. 2525. asyse (assise) B 844. distresed B 880.
asent G 177. A 94. porchasez A 439. Daher unterscheiden
sich z. B. sesed (cesser, ne. to cease) G 134. G 369 und cessyd
D 136. 341. nur in der Schreibweise hinsichtlich des langen
oder kurzen Stamm-e, in der Aussprache sind sie heide gleich
(Je). — Eine besondere Kategorie von Wörtern, mit geminirtem
s bilden die Verba auf - yssen , wofür analog dem Obigen ge-
wöhnlich -ycen, -i ysen geschrieben wird, enbelicit D 51. polyce
B 1131. A 1088. policed G 576. cherysen G 2055. enbelyse
G 1034. polysed G 2393. chastysed B 543. honysez ibd. 596.
Dass hier noch überall s, ss gesprochen wurde, beweist der
Reim A 886 : obes ineuerpeles. Auf dem Wege zum ne. sind
schon z. B. cherysched B 543. braundysch A 346. cheryche
G 946. B 1154. 1644. obeched B 745. Auch anguych ( anguisse )
G 325. — Unabhängig von dem Wechsel zwischen ss, c, s ist
s im Auslaut Regel wie sonst: prowes G912. 2437. I arges ibd.
2381. maystres ibd. 2448. distres B1160. countes A489. compas
G 944. trespas B 48. pres ibd. 1114.
Inlautend zwischen Vocalen war s immer stimmhaft. Es
geht dies unter anderem aus der Schreibung z = 5 der Hand-
schrift hervor : deyyre B 1648. cf. a$er = azure B 1457. Wo
andrerseits c geschrieben wird, da dürfen wir auch hier stimm-
loses s annehmen, noyce G134. 1423. D 62. 218; deuice{deviser )
B 1046, welches von dem subst. devis beeinflusst ist. cf. A199:
deuyse (s.) : uyis (= vis) : prys . — s ausgefallen in yle. cf. A 693 :
yle (isle) : whyle ; in meny , meyny. cf. A 542: meyny : peny ;
in melly ( meslee ) G342 u. s. w. ; in fantummes {fantosme) B 1341.
fantoum G 240. amed ( aesmer ) B 698.
I. Gemination im Anlaut : llalc B 438 ; im Inlaut : aungclles
B 1081. vesselles ibd. 1151. 1315. bantelles ibd. 1459. nu talles
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B 1513. masklle A 848. — Mouillirung des l hat aufgehörf.
A 315: bayly: daylg. — Für - le auslautend nach Gonsonanten
auch -ei : title D 28. G 626. noble G 1868. 1873. 1912. nobele
G 1264. trifel G 587. pepulle D 207. cf. mled*=woide (ae.)
G 1508.
n. Verdoppelt: ennourned G634. matynnes ibd. 2188. —
Vereinfacht: inoscente A 672, das der Schreiber in in-oscente
auflöst. Dies ist beachtenswert für meine Erklärung von innoghe
u.s. w. s. unter ae. »p«. — n ausgefallen in : couenavmt (eonvenant)
G893. 1384m. s.w.; solemply D 129. 836, in welchem allerdings
n , ohne ein dazu tretendes e , auch nicht zu sprechen war.
r . Nach ten Br. Gh. deutet gemlnirtes r m werre G 10.
726. v. werrez G720 u.s. w. und einfaches r:were G271. 1628.
u. s. w. ein Schwanken zwischen e und ?. an. Ähnlich veray
A 1184. verayly B664 und verray C333. 370; taryG 624. 1726;
cwryes G734; arayde G1130. 1334; marie (ne. to marry) B52.
maryagez B 186. sware (esquarre) B 319. 1386. — Metathese
hat stattgefunden in : burnyst G 212. 582 u. s. w. garnade B 1044,
1466 tuyred (destruire) B 1234. porpose A 185. 267. — Für r
in afr. titre steht me. immer das lat. i : tytle G 626. tytel ibd.
480 u. s. w.
y. Palatal- und Gutturalreihe*).
c . E$ druckt verschiedene Laute aus.
1) Im An- und Inlaut vor dunklen Vocalen, vor Consonanten
und im Auslaut ist es gutturales weswegen es häufig auch
mit diesem in der Schrift verwechselt ist. caek G 133. ca yb
ibd. 1225. 2376. catel (ne. eattle ) B 1296. kastei ibd. 2067.
kauelacoun ibd. 2275. ecmdounz G 683. kable B418. kanel G2298.
Diese Wörter sind sämrntlieh dem Pikardischen entlehnt: streng
afr. mussten sie ch vor a aufweisen. — a corde s. G 1384. comer
(cornüre) G1184. &OMriG1058. surkot ibd. 1929. kok ibd. 2008.
koward G2131. rankor B756. koste B912. ooynt G1525. Jcoyni
*) Die Bemerkung zur ae. Palatal- und Gutturalreihe gilt auch hier.
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G877- 2413» © 1386, .Häufiger erscheint letzteres mit qy und
gwbt dann auf meint zurüqk z. B. quoynt B 1459. A 889. C417.
Ähnlich quyssewes (cuisseau$)G578. aquyle A 690. 966. enquylen
G 39- whyssynes G 877. g. unter ae. h, — eloyster <G 804. kry
ibd, 1166- askry B 1206. arikres C103. pynakle G800. spyrakle
B ,408. sacrafyse B 5,10. sakred B 1139. — duk G552. chek G 1 107-
1857. park G 768. froh B 136, ttomak G 274 u. s. w, — Auch
vor helle» Vocalen bezeichnet c manchmal den reinen Ä-Laut
und wird dann regelmässig mit k (kk) auch wiedergegeben.
kend G U40. kernt ibd. 1701. rokjee G 6144. 2198. pl. A 68.
partrykes (per tri che) B 57. wyket ( guichet ) B857. .882. wykJcet
B 501. Wiederum pikardiseh ; streng afr. überall ch. cf. röche
G2199. pl. B637. rocheres G 1698. - Anders: kyryous {curious)
B 1109. nakerin B 1413, .dukes B 38. 1518. frokkes B 1742.
chekkes B 1238. makdee A 757. — Sonst ist c
2) vor hellen Vocalen — s und wird umgekehrt, wie s
durch c, nicht selten durch s dargestellt. Von c— s im Anlaut
führte ich schon p. 11B mehrere Beispiele an. Hier lasse
ich einige andere für c in anderen Stellungen folgen, resette
G 2164. presyous B 1496, trased G 1739, entys« G 2436. malys
B 250. eakrafyse B 510. eeruyse G 130. 1985. nys G 323. 358.
manos D 240. lause d B 668. reyerens B 1318. 1369. D 239,
prynses A 1188. di^nsel G.946. fnersel G1690. B6-20. forsnes
G646; fälschlich in Hestor^ Uedor G61G2. —>• Auch ss-.creuisse
(ßreraoc) G 2183. innossent A 666. inmscente A672. contryssyoun
A 669. professye A 821. — c = s vor dunkelen Vokalen wird
ausnahmslos durch s ersetzt, um Verwechselungen aus dem
Wege zu gehen, fasom A983. 1101. resayue G2076, eonsayue
B649. arsoune G 171,602. — JJie Verbindung sc—sk : diskoueree
G 418, disceuer ,G 1862. ßßape (pikard-; die streng afr. Form
steht B 960: achaped = echapper und, verunstaltet , A 187:
mhaped) B 62, 569 u. s, w, scmwfyt B 151. scripture A 1039.
— sc*=$ : conscience P 237. disserne ,C 613- d.es&ypele* A 715.
Für «« dann nicht selten s od. c allein: septre P 623. 256.
ciences B 1289. conciens A 1089. G 1196. ,
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q. s. unter c. request A 281. enquest G 1056. conquest
B 1305. relyques B 1156. 1269. quyt G253. Blosses k: Torkye
B 1232. likores B 1521. iowked (jouquier) C 182. rebuke ( rebou -
quier) A 367. venkkyst B 1071 , dessen qu ten Br. Cb. aus dem
afr. perf. erklärt, venkquyst B 544; oder w in der Verbindung
squ = me. sw: swyerez (escuier) G 824. B87. sware (< esquarre )
G 138. B 319. 1386. A 1029, Wörter, die gelegentlich mit ur-
sprünglichem $w reimen, also der &-Laut ist dann ausgefallen,
u ist zum Consonanten geworden.
ch, afr. ch — me. ts, geschr. ch. chambre G 48. chapel
G 63. A 1062. cheued G 2103. chauncely G 778. chymnees G 798.
chace G 1604. fyched G 658. aproche A 686. acroche A 1069.
gruch G 2126; selten chch: cachches G 434. totachched G 579.
2512. trichcherye B 187. grychchyng C 53. pechche A 841 ; oder
cch wie sch = ssch : tacched G 219. teccheles G 917; oder sch
aus Unachtsamkeit des Schreibers: schere G334. tovsched B\393.
Dagegen weist marschal B 118. 1427 (neben marchal B91) wohl
schon auf das ne. marshal hin. — ch — % vor t nach Analogie
von la%t, ta$t u. s. w.: katf G 1225. 2376 u. s. w. gru^t B 810.
g. afr. g bleibt im me. unverändert
1) als gutturale Media, gouernour G 225. gorger ibd. 957.
gay G 1248. 1822. gre C348. grace A 612. 624. glorious A 1144.
giserne ( ghisarme ) G 288. 375 u. s. w.
2) als palatale Spirans, gentyle G 72. 774. 1022. B 1216.
gendered B 300. gyn B 491. gente A 118. 265. legyounes A 1121.
iuge D 216. iugement D 238. lege G 545. B 94. age G 54. char-
geaunt G 1604. sergauntes B 109. doungoun B 158. 1224. ven-
gaunce B 247. 744. chaungande B 1588. Verdoppelung der pala-
talen Spirans ist ziemlich häufig. Zu vergleichen ist damit
gg = dj in ae. Wörtern : rigge — ne. ridge u. s. w., also eine
Verwechselung fand wieder statt, legge (liege) G 346. segge
G 2525. iugged G 1856. C 245. A 7. 804. D 180. 188. iugge
C 224. 413. iuggement B 726. logge B 807. loyging B 887. —
Für g gelegentlich j , i. jeauntes B 272. ientyle C 62. G 542.
seriauntes C 385.
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115
Gutturales g lässt sich durch k vertreten: dialokez B 1157.
g in der Verbindung gn (war vielleicht besser schon unter
»w« zu behandeln) hat sich in einigen Wörtern regelmässig er-
halten, während es in anderen ebenso regelmässig gefallen ist.
Daher ist der w-Laut, wenn auch in starker Modification, in den
Wörtern der ersten Klasse noch geblieben, in denen der zweiten
Klasse vollständig geschwunden. Der Schreiber von Nm drückt
den modificirten w-Laut in der Regel noch durch ein, vor gn
gesetztes, n aus, während der Schreiber von Hm sich mit gn
begnügt. Ob -der Copist von Nm sich auch hier wieder als der
bessere Phonetiker zeigt, oder nur einem herkömmlichen Brauche
gefolgt ist — auch in Morte A. und The D. of Tr. wird
gelegentlich ngn geschrieben — ist nicht zu entscheiden.
1) syngne G 625. 2164 2433. asyngnes G 1971. dyngne G 1326.
C 119. rengned B 328. 1169. Clopyngnel (nom. prop.) B 1057.
dynynete B 1801. rengne A 692. syngnettez A 1184; doch regne
A 501. JBretaygne G 25. und aus D: digne 123. regne 212.
regnyd 151. — 2) sayned (seignier) G 761. 763. 1202. B 746
u. s. w. barayne ( bareigne . ne. barren) G 1320. B 659. compayny
(niemals mit w!) G 556 u. s. w. carrayne (careigne) B 459.
vyne (vigne) A 507 (ideclyne). ibd. 626: lyne (ligne): vyne :
enclyne.
gu in romanisch -germanischen Wörtern = w (v). toaste
B 326. wasted B 431. wykket B 501. werre G 16. 726. wayte
G 306. 1186 u. s. w. vyse (gnise) G 2375* , Dagegen gyle
(Alliteration) C 285. G 1787. — begyled G 2427, während 2 Verse
vorher bewyled (v. ae. wil) ging.
j. Es ist me. = . dz, geschr. j, häufiger L jolile G 42.
joparde G 97 . joye G 910. ioye A 266. 796. G 1007. 1022. 1247.
ioyles G 542. soiorne G 1962. 2409. inge D 216. ioyned B
434. 726.
h . Da der Dichter den spir. asper mit dem spir. lenis reimt
(cf. Trautmann: Über Verfasser und Entstehungsz. u. s. w.
p. 31), so ist es unmöglich, an der Hand der Alliteration eine
Grenze zwischen beiden zu ziehen. Doch sind andrerseits die
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Schreiber in der Verteilung so vorsichtig und gehen Unbeachtet
der verwirrenden Reltoe so Consequent zu Werke, däSS man mit
einiger Sicherheit feilende Wörter mit dem spir. lettiS verzek:hn£tf
kann: erbes (herbe) 6 517. 532. 1684. C 393; davon erben*
A 9. erber A 38. 1171. G 1380. (dagegen herber G 75o. 812. f
herber G 808. 2481. vöh an. heebergi). — dbyt (hdbit) G 14t.
oste (kost) B 1201. ermyn G 881. Eis schwanken: ostel G 253.
hostel G 776. 805. - ayfü B 650. 1709. Uyre D 666. D 2ll
— öute A 530. 551. 690. häufe C 498. A 555. D 325. — ety-
tage A 443. he.rytage Ä 417. Wehn Förster ä. a. O. äu6H
honoür , honest mit beweglichem h änsetzt, SO ist das ein IMaM?
beide Wörter bewähren Stets ihr h .
Ich scbliesse drä Betrachtung der rumänischen Laute und
damit die Läutlehre überhaupt mit einem riihWäte auf daS
Vorhandensein von einigen romanischen (lateinischen) Bestand*
teilen in unseren Denkmälern, die Sich sonst irrt me. nicht finden
durften öder doch Sehr selten sind. Es ist zunächst enbaned
G 790. B 1459. Räynouätd W. belegt bana s. = Horn, Hirsch-
geweih, enbahdmkn — Befestigung, doch niiht ein V. *enbanar.
DieZ W. kennt äuCh im afr. ein $. bän 1 Vön dessen Existenz
Godefroy W. freilich nichts weiss. Der Ursprung unseres eübiined
ist demnäch nicht gahz sicher. Aber dass es direct aüs dem
prov. entlehnt seih könnte, darüber Söllte man sich nicht wuih
dern, da England Mit Südfrättktdich im 11. und 12. Jahrhundert
bekanntlich Mehrfach M innige Berührdng getreten war. Über
Spuren solcher Entlehnung im Anglonbrrhannischen cf. E. Stengel i
»Wörterbuch zu den ältesten franz. Denkmälern« (Ausgaben und
Abh. 1) p. 141 Anmerkung. — Direct äus däm lat. bezögen sind
gkudi (gernde, irlniperat. wie query =* qüüere) G 167. wnbre
(imbcr) B 524. bibbes ( bibere ) B 1499. Ein Wort wie cuhil ( cübi -
tns)y das gemein-me.-ne. ist* habe ich Mir erlaubt, Wegen deines
eigentümlichen Lautwandels oben riu erwähnen.
Die ganze Arbeit wild iri einiger Zeit in N. G. Elwert’s
Verlagsbuchhandlung in Marburg erscheinen. Es wird mit ihr
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ir fcrbunden s6in eine kritische Ausgabe vön The Pearl *), Patience
trftd De EtkehWälde nach Massgabe der Resultate, die sich mir
Jen Laufe deV Untersuchung ergeben haben Und noch ergeben
Werifen. Es wird wünschenswert sein, die wichtigsten von ihnen
ftri vofaüö hier kurz mitzuteilen. Auf die Begründung derselben
frn einzelnen gehe ich hier nicht ein, da ich das Material
rioeh nicht vollständig Vorgefühl t habe.
i) Üie Abfa ssungszeif von The Pearl ist in Über-
einstimmung mit Miss Thomas a. a. 0. p. 12 ff. vor diejenige
von Sir Gawain zu setzen. Denn entweder ist The P. nicht
genau in demselben Dialecte wie die übrigen Werke des Dichters
geschrieben; oder, wer dies nicht zugibt, wird zugeben müssen,
dass dann die Härten in den Reimen von The P. so zahlreich
und so stark sind, dass der Dichter unmöglich erst einen
»Sir G.« gedichtet haben kann. Es hätte ihn dann für einige
Zeit — so lange er nämlich an The P. arbeitete — seine Kunst
verlasserf, bis er sich plötzlich in Cleanness, Patience und De
Erkehwalde nicht allein zu der atten Höhe wieder aufraffte,
sondern sie gleich auch überschritt.
2J Die Über lieferu ng der Gedichte.
a. The Cotton, ms. Nero A x. Die ganze Handschrift ist
von einem Schreiber copirt, der einer etwas südlicheren Land-
schaft angehörte als der Dichter.
Innerhalb der 4 Gedichte herrscht nicht überall Überein-
stimmung in den Formen. Da es absurd ist anzunehmen,
1) der Dichter sei an diesen Abweichungen schuld, oder
2) der Copist -- dass nur einer die Handschrift Nm angefertigt
haben kann, ist mir gerade aus Kleinigkeiten in der Schreib-
weise im Laufe der Untersuchung zur Gewissheit geworden —
*) Auf eine kritische Ausgabe von The Pearl werde ich wol ver-
zichten müssen, da W. Fick in einer mir eben vorliegenden Arbeit:
»Zum mittelenglischen Gedicht von der Perle«, Kiel 1885, bereits eine
kritische Ausgabe von Phe Pearl anzukündigen scheint. Ich würde dann
auch Patience fallen lassen und für beide den Sir Gawain wählen.
Über F.’s Arbeit werde ich mich an einer anderen Stelle aussprechen,
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118
also der Copist habe in einer wunderbaren Laune z. B. in G
vor einzelnen Nasalen immer o geschrieben, während er in ABC
immer a setzte, oder er habe in A - ly geschrieben, während
ihm in GBC auch - lych passte, so können die Differenzen nur
auf die verschiedenartigen Vorlagen zurückgeführt werden. Der
Schreiber hatte keinen Grund die Handschrift einheitlich zu
gestalten, da ihm sowohl z. B. pitosly wie pitouslych, mon wie
man geläufig war. Er schrieb also im wesentlichen so ab, wie
er die Vorlage gerade vor sich hatte. Demnach müssen wir
sagen,
aß. der Text von The Pearl ist einmal — oder mehrere Male?
Wer könnte es näher angeben? — durch die Hände eines Copisten
gegangen, der mit der Sprache z. B. von The Destruction of
Troy vertraut war.
ßß. der Text von Sir Gawain ist einmal einem Schreiber
aus einer südlicheren Landschaft in die Hände geraten, oder
— um auch hier einen bestimmten Anhaltspunkt zu geben —
einem Schreiber, der den Dialect des William of Palerne, der
Alexander-Fragmente u. s. w. sprach. Daraus erklären sich
z. B. jene participia praes. auf -ywgr, die Schwahn a. a. O. p. 8
so auffällig findet, während sie Morris ganz verleugnet.
yy. die Texte von Cleanness und Patience geben ihre Ori-
ginale mit der geringen Modification, die ich für die ganze Hand-
schrift Nm in Anspruch nehme, möglichst getreu wieder.
b. The Harleyan ms. 2250, fol. 72 b. Der Text von De
Erkenwalde ist sehr verdorben. Er zeigt die Eigentümlichkeiten
von Sir Gaw. und besonders von The Pearl in verstärktem
Masse. Auch Spuren der östlich-mittelländischen Dialecte sind
bemerkbar. Die Entstehungszeit der Handschrift ist etwa um
1475 anzusetzen.
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Inhalt.
Seite
Einleitung 1
Zusammenstellung und Kritik der Beweise für die Zusammen-
gekörigkeit von The Pearl, Sir Gawain, Cleanness, De Erken-
walde und Patience; Hinzufügung neuer Beweismouiente für
De Erkenwalde 2
Ausgangspunkt der Untersuchung; Zwecke, Ziele, Methode . . 13
Teil I. Lautlehre.
A. Germanische Laute.
1) Altenglische Laute 15
a. Altenglische Vocale 15
a. Kurze Vocale 15
ß. Lange Vocale 31
b. Altenglische Consonanten • . 52
«. Labial reihe 52
ß. Lingualreihe . 56
y. Palatal- und Gutturalreihe 62
2) Altnordische Laute. Einleitende* 71
a. Altnordische Vocale 74
a. Einfache Vocale • . 74
aa. Kurze Vocale 74
ßß. Lange Vocale 80
ß. Zusammengesetzte Vocale oder Diphthonge . . 83
b. Altnordische Gonsonanten 85
a. Labialreihe . 85
ß . Lingualreihe 86
y. Palatal- und Gutturalreihe 87
B. Romanische (Altfranzösische) Laute.
Einleitendes 90
a. Altfranzösische Vocale 90
«. Einfache Vocale 90
ß. Zusammengesetzte Vocale oder Diphthonge . . 102
b. Altfranzösische Consonanten 107
a. Labialreihe 107
ß. Lingualreihe 109
y. Palatal- und Gutturalreihe 112
(Resultate 116
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1.90
Errata.
Zwei Versehen habe ich hier zu berichtigen, die mir erst
beim Drucke der Arbeit aqfstiessen:
p. 43. leued A 978 hat natürlich nur wenn ihm der t-Umlaut
von urgerm. au = ae. ea zu Grunde liegt,
p. 85. Die Bemerkung über neuqned ist nach dem p. 93 mitgeteilten
Reime (A 999) zu verbessern.
: - ■ d
Lebenslauf. .
Ich, Friedrich Knigge, wurtte geboren aiü 24. December 1859
zu Weetzen, Provinz Hannover. Bis zu meinem 12. Jahre besuchte ich die
Dorfschule meines Heimatsortes, dann wurde ich, nach' einer 5monatlichen
Vorbereitung, Ostern 1872 in die Quinta des Lyceurus II zu Hannover auf-
genommen. Ostern 1880 bestand ich das Abiturieiitenexamen und widmete
mich dem Studium der neueren Philologie auf den Universitäten Tübingen,
Straesburg, Berlin, Güttingen und Marbürg. In Strassburg genügte ich
vom October 1880 an zugleich meiner Militärpflicht.
Meine Lehrer waren*:
Bergmann, Breslau, teb Brink, Geiger, Holland, v. Kluckhohn,
Kugler, Lazarup, Levy, MiJlpßr, Miillenhoff,
W. Müller, Paulsen, Pfau, Joh. Schmidt, v. Sigwart, Stepg^L,
Tobler, v. Treitschke, Vietor, Zeller, Zupitza.
Ihnen allen sage ich’ meinen besten Dank', besonders dpn Herren Pro-
fessoren Dr. W. Vietor Und J. Zupitza.
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